
- Strand in der Karibik auf Bastimentos, Panama - Ließ
Sechs Inseln gehören zum kleinen Archipel Bocas del Toro an Panamas nördlicher Küste, nur 32 Kilometer von der Grenze zu Costa Rica entfernt. Insgesamt leben fast 10.000 Menschen auf den Inseln der Bocas, die meisten sind afrikanischer Herkunft, doch ist die Bevölkerung des Archipels inzwischen ein bunter Mix verschiedenster Völker und Abstammungen.
Das karibische Flair, die freundlichen Bewohner und verborgene Strandhighlights haben die „Bocas“ zu einem der weltweit bekanntesten Orte Panamas gemacht. Die raffinierte Bewaldung und die ruhigen Fischerdörfer müssen aber allmählich einem zunehmenden Pauschaltourismus weichen.
Reiseinfos zu den Bocas del Toro in Panama
Zwei Möglichkeiten haben Besucher, um die Inseln zu erreichen: Per Boot oder per Flugzeug. Air Panama fliegt von Panama City aus den behaglichen kleinen Flughafen an, Aeroperlas außerdem von David und – ebenso wie Nature Air – von San José in Costa Rica. Für Hin- und Rückflug ist von Panama City aus mit etwa 200 US-Dollar zu rechnen.
Die andere Möglichkeit, die Bocas zu erreichen, ist per Boot. Von Changuinola aus legen alle ein bis zwei Stunden Wassertaxis ab, die beschauliche Überfahrt dauert gut 45 Minuten und ist mit vier bis fünf US-Dollar weit günstiger als ein Flug. Changuinola wird regelmäßig von Bussen aus David sowie von der costaricanischen Grenze bei Guabito-Sixaola angefahren.
Unterkünfte gibt es auf den Hauptinseln in fast unüberschaubarer Zahl. Während der letzten zwanzig Jahre wurde sehr viel investiert und gebaut, für jeden Geldbeutel findet sich das passende. Allerdings steigen die Preise von Jahr zu Jahr an.
Die Hauptinsel der Bocas del Toro – Strände und Sehenswürdigkeiten auf Isla Colón
Die größte Insel der Bocas ist Isla Colón. Auf der touristisch am weitesten ausgebauten Insel liegt außerdem die Provinzhauptstadt, die ebenfalls den Namen Bocas del Toro trägt. Hier ist es auch, wo Besucher mit Flugzeug oder Wassertaxi ankommen. Die ersten farbigen Häuser der Stadt wurden zu Beginn des 20ten Jahrhunderts von der United Fruit Company erbaut, die zu jener Zeit ein Verwaltungsbüro auf der Insel eröffnet hatte.
Seit den 1990er Jahren wachsen auf der Isla Colón Hotels und Resorts wie Pilze aus dem Boden, die meisten Investoren stammen aus den USA. Dennoch blieb der Insel bisher viel von ihrem ursprünglichen Charme erhalten. Wassertaxis sind die beste Möglichkeit, um von der Hauptstadt aus die Strände zu erreichen, die auf Buchten rund um das kleine Eiland verteilt sind. Die bekanntesten sind Boca del Drago, Playa La Cabaña, Playa Punch und Playa Bluff.
Wem der Sinn nicht nach Surfen oder Baden steht, der kann der Fledermaushöhle La Gruta einen Besuch abstatten.
Wilde Schönheit – Die Insel Bastimentos der Bocas del Toro
Nicht mehr als zehn Minuten dauert die Überfahrt von der Stadt Bocas del Toro zur Nachbarinsel Bastimentos. Hier nimmt sich der Aufbau der touristischen Infrastruktur mehr Zeit, auch wenn der umstrittene Bau des Red Frog Beach Club das Gesicht der Insel zum Teil verändert hat und ihr nun einen exklusiveren Charakter verleiht als das frühere schlichte Backpacker-Image. Jene werden sich noch immer in dem kleinen Ort Old Bank wohl fühlen, der einen starken karibischen Charakter hat. Postkartenschöne Strände wie Playa Primera, Playa Segunda und Playa Larga sind bezeichnende Attraktionen von Bastimentos.
Aktivitäten rund um die Bocas del Toro in Panama
Langweilig braucht es auf den Inseln der Bocas niemandem werden. Touranbieter überschlagen sich mit Angeboten für verschiedenste Ausflüge, darunter Wanderungen, Schildkröten-, Delfin- und Vogelbeobachtungen oder der Besuch von Indianerdörfern.
Liebhaber des Wassersports finden exzellente Bedingungen zum Surfen. Schwimmer sollten auf gefährliche Strömungen achten, die rund um die Inseln häufig sind. Zum Schnorcheln und Tauchen durch die lebhafte karibische Fauna eignet sich der Parque Nacional Marino Isla Bastimentos am besten. Er wurde 1988 als Panamas erster Marinepark gegründet. Rechnen muss man aber mit mittleren bis schlechten Sichtweiten aufgrund häufiger Regenfälle.
Die hügeligen und bewaldeten Inseln fordern Wanderer und Radfahrer heraus, sich in der mittelamerikanischen Hitze zu den entlegenen Stränden durchzukämpfen. Eine bessere Möglichkeit die Bocas del Toro wirklich kennenzulernen gibt es nicht.
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Quellen und Links
- Offizielle Infoseite der Bocas del Toro
- Lonely Planet "Central America on a Shoestring“, ISBN 978-1-74104-596-3, Lonely Planet Publications Pty Ltd 2007
