Kartäuserkatzen, die sanften Schönheiten

Kartäuserkatzen sind sanfte, ruhige Artgenossen, die als Freigänger oder Wohnungskatzen gehalten werden können.

Die Kartäuserkatze ist die sanfte unter den Rassekatzen und nicht unbedingt die temperamentvollste unter ihren Artgenossen. Ein ruhiges Plätzchen, gutes Futter und ein stressfreies Zuhause weiß diese Katzenart zu schätzen. Man vermutet, dass Kartäuser ursprünglich aus Syrien oder dem Iran stammen und dann über Handelswege nach Frankreich kamen.

Mit ihrem weichen Fell, ihren gelben oder orangefarbenen Augen und ihrem unkomplizierten Wesen faszinieren sie den Katzenfreund und finden immer mehr Liebhaber.

Herkunft

Allerdings ist der Name Kartäuser sehr verwirrend. Im Grunde genommen unterscheidet man streng zwischen der Chartreux und der Britisch-Kurzhaar.

Haarfarbe

Der Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass die Chartreux immer eine Blaufärbung besitzt und die Britisch-Kurzhaar nicht. Seit 1991 ist es den Mitgliedern des 1. DEKZV (1. Deutscher Edelkatzen-Züchterverband) nicht mehr erlaubt, Britisch-Kurzhaar mit blaugrauer oder schiefergrauer Färbung als Kartäuser zu bezeichnen. Nur die Chartreux darf als solche bezeichnet werden. Britisch-Kurzhaar dagegen werden auch in schokoladenbraun oder schiefergrau mit lila Schimmer gezüchtet. Allerdings halten sich Züchter anderer Zuchtverbände nicht immer daran.

Körperbau und Charakter

Das Haar der Kartäuserkatzen ist kurz und weich, der Körperbau eher kräftig, der Schwanz ist buschig und sie haben einen runden Kopf. Die Kartäuser gehören zu den überaus intelligenten Katzenrassen, da sie auf ihren Namen hören, auch mal Kunststückchen lernen und oft sehr anhänglich sind. Der einzige Nachteil der Kartäuser ist, dass sie gerne mollig werden. Da diese Katzenrasse eher phlegmatisch ist, sollte man darauf achten, sie jeden Tag ein bisschen zu fordern.

Preise

Preiswert in der Anschaffung sind Kartäuser allerdings nicht, mit 500 - 600 Euro muss man da schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Belohnt wird man aber mit einer ganz außergewöhnlichen Katze, die mit ihrem ruhigen und sanften Wesen, aber selbstbewussten Charakter jeden in ihren Bann zieht. Man sollte sich nicht durch Anzeigen mit "Schnäppchenpreisen" blenden lassen, im Endeffekt wird es umso teurer, wenn das Tier nicht gesund ist oder schlecht gehalten wurde. Der hohe Preis setzt sich zusammen aus Zuchtgebühr (ca. 300 - 800 Euro), Futter, Spielzeug und medizinischer Versorgung. Es ist auf jeden Fall ratsam, einen anerkannten Züchter aufzusuchen, der dem Zuchtverband angeschlossen ist. Freie Züchter, die in keinem Zuchtverband organisiert sind, bieten die Tiere zwar billig an, der Kunde bekommt aber keinen Stammbaum und im schlimmsten Falle sind die Katzen aus dem Ausland importiert, krank und zu früh von der Mutter getrennt worden. Kein Tierfreund könnte so etwas verantworten. Katzenzuchtverbände nennen gerne Adressen von seriösen Mitgliedern, die nach den vorgegebenen Richtlinien züchten.