Kartoffelpüree ganz einfach selber machen

Kartoffelbrei - locker und leicht - Bernd Teuber
Kartoffelbrei - locker und leicht - Bernd Teuber
Kartoffelbrei eignet sich für viele Gerichte als Beilage und lässt sich ohne großen Aufwand selbst stampfen.

Kartoffelpüree aus der Tüte mag zwar schneller zubereitet sein, dafür schmeckt selbstgemachter viel besser. Entscheidend für ein gutes Gelingen ist die Auswahl der richtigen Kartoffeln. Sie müssen viel Stärke enthalten, was nur auf mehlig kochende Sorten zutrifft. Die Buchstaben A bis D stehen für unterschiedliche Kocheigenschaften. A beschreibt eine festkochende Sorte, während es sich bei D um eine stark mehlige Variante handelt. Beim Verkauf wird jedoch nur in drei Kategorien unterteilt: festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend.

Die Kartoffeln werden geschält und kalt abgespült. Man sollte sie allerdings nicht zu lange im Wasser lassen, da sie sonst Stärke und Nährstoffe verlieren. Anschließend werden die Kartoffeln halbiert. Kleiner schneiden ist nicht sinnvoll, da sie sonst beim Kochen zu viel Stärke verlieren und das Püree dann wässrig wird. Zum Kochen eignet sich ein Topf mit gut schließendem Deckel oder ein Dampfkochtopf. Er wird mit etwas Wasser gefüllt und die Kartoffeln hineingelegt. Anschließend bringt man das Wasser zum Kochen (Stufe 3).

Mit dem Gabeltest kann man überprüfen, ob die Kartoffel schon gar ist

Sobald zwischen Deckel und Topf ein Dampffähnchen entweicht, wird die Temperatur auf eine niedrige Stufe (1) herunter geschaltet. Die Garzeit beträgt etwa 25 - 35 Minuten und ist abhängig von der Sorte. Wenn man mit einer Gabel in die Kartoffel sticht, merkt man deutlich, ob sie noch hart oder schon gar ist. Dann gießt man sie ab und lässt sie im offenen Topf etwas abdampfen. Mit einem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse werden die gelben Knollen zu Mus verarbeitet. Unter keinen Umständen sollte man einen Mixer oder einen Pürierstab verwenden, da das Püree sonst klebrig wird. Zum Abrunden des Geschmacks gibt man noch ein Stück Butter hinein, lässt es schmelzen und rührt es mit einem Schneebesen unter (nicht zu kräftig schlagen).

Damit das Püree die gewünschte Dickflüssigkeit bekommt, wird zum Schluss noch Milch dazugegeben. Sie sollte immer heiß sein, um zu verhindern, dass das Püree bröckelig wird. Eine ganz besondere Note bekommt der Brei übrigens durch die Zugabe einer Prise frisch gemahlener Muskatnuss. Als Variante kann man auch etwas gekochten Sellerie, Käse, geriebene Zwiebel, Meerrettich, Kräuter oder getrocknete Tomaten unterrühren. Salz sollte nur sehr sparsam verwendet werden.

Kartoffeln müssen richtig gelagert werden

Wichtig für ein gelungenes Püree ist auch, das die Kartoffeln vorher richtig gelagert wurden. Der Kühlschrank eignet sich keinesfalls als Aufbewahrungsort. Durch Kälte und Feuchtigkeit baut sich die Stärke ab und die Kartoffeln schmecken süßlich. Darüber hinaus sind die gelben Knollen sehr lichtempfindlich. Sie fangen an zu keimen und bekommen grüne Stellen. Diese weisen auf giftiges Solanin hin und müssen großzügig weggeschnitten werden. Bei Verzehr drohen Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Am besten eignet sich der Keller zur Lagerung. Bei Temperaturen von 4 bis 12°C lagert man die Kartoffeln auf Lattenrosten und deckt sie mit Papier oder Säcken ab. Folienverpackte Kartoffeln müssen sofort aus der Tüte genommen werden, damit sie nicht so schnell faulen.