
- William und Kate in Quebec City - Canadian Tourism Commission
Am Morgen nahmen Kate und William zusammen mit der Besatzung der HMCS Montreal, einer Fregatte der kanadischen Marine, an einer Messe teil. Sie waren mit dem Schiff während der Nacht von Montreal nach Quebec gereist, der Hauptstadt der gleichnamigen kanadischen Provinz. Die Stadt mit ihren Straßen aus Kopfsteinpflaster, der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer und ihrem historischen Stadtkern empfing das britische Thronfolgerpaar freundlicher als Montreal am Tag zuvor. Die meisten Zuschauer winkten Kate und William begeistert zu. Nur bei der ersten offiziellen Zeremonie am Rathaus, wo William und Kate an der Freedom of the City Feier teilnahmen, skandierten etwa 200 Monarchiegegner gegen das britische Königshaus und ein Kleinflugzeug überflog das Rathaus von Quebec mit einer Fahne, auf der die Parole "Es lebe das freie Quebec" stand.
Die kanadische Provinz Quebec und das britische Königshaus
Besuche des britischen Königshauses in der Provinz Quebec sind immer schwierig. Dies geht zurück auf das Jahr 1763, als die Briten Neufrankreich endgültig eroberten. Die Entscheidungsschlacht fand dabei auf den Plaines d'Abraham statt, einer Ebene direkt vor den Toren der Stadt Quebec. Seit damals schwelt es zwischen den englischsprachigen und französischsprachigen Volksgruppen in Kanada, mal mehr, mal weniger.
Noch 1967 rief der französische Premierminister Charles de Gaulle begeisterten Frankokanadiern "Vive le Quebec libre" (Es lebe das freie Quebec) vom Rathaus in Montreal zu, eine Parole, die seither von frankokanadischen Gruppierungen regelmäßig bei offiziellen Anlässen wieder propagiert wird. Und auch die Anhänger der Monarchie verteilen sich unterschiedlich in den beiden Landesteilen: Während in den englischsprachigen Provinzen nur dreißig Prozent der Bevölkerung gegen die Monarchie sind, sind es in Quebec doppelt so viele.
Prinz William hält seine Rede vor dem Rathaus in Quebec in französischer Sprache
Kate und William meisterten diesen Besuch mit Bravour. Prinz William hielt seine Rede dieses Mal vollständig in französischer Sprache, wobei er sich immer wieder über seinen eigenen Akzent amüsierte. Er bedankte sich bei seinen Zuhörern mit den Worten: "Vielen Dank für Ihre Geduld mit meinem Akzent." "Bis bald."
Anschließend inspizierte das Thronfolgerpaar ein französisches Regiment der kanadischen Armee und besuchte die Altstadt Quebecs mit ihrem vollständig erhaltenen historischen Stadtkern. Am Nachmittag waren William und Kate in Levis zu Gast, dem Nachbarort Quebecs auf der Südseite des Sankt Lorenz Stroms. Levis ist ein Ort, der sowohl auf ein langes französisches aber auch britisches Erbe zurückblicken kann: Hier befand sich eine der ältesten Seigneurien Neufrankreichs, aber auch eines der ersten britischen Forts. Dort führten ihnen Kinder verschiedene Uniformen aus der Geschichte Quebecs vor. Und sie trafen einen Vertreter der indianischen Gruppen des Landes, der ihnen einen Vertrag zeigte, den sein Volk mit den Engländern geschlossen hatte.
William und Kate bedankten sich bei den Zuschauern für den freundlichen Empfang, indem sie vielen von ihnen die Hände schüttelten und ein paar Worte mit ihnen wechselten. Anschließend reisten der Herzog und die Herzogin von Cambridge weiter in die kleinste Provinz Kanadas, nach Prince Edward Island, wo sie sich nach einem kurzen Empfang für die Nacht zurück zogen. Prince Edward Island ist bekannt für seine rote Erde, wundervolle und kilometerlange Sandstrände und idyllische kleine Städtchen.
Den Verlauf der Kanada Reise 2011 von Kate und William kann man hier verfolgen.
Quellen: eigene Recherchen und Canadian Tourism Commission
