Katze verstehen: Flöhe und Zecken – äußere Parasiten

Flöhe, Milben und Zecken gehören zu den äußeren Parasiten und stellen vor allem eine Bedrohung für Auslaufkatzen dar. Häufiges Kratzen ist ein Symptom.

Bei Katzen lassen sich grundsätzlich zwei Arten von Parasiten unterscheiden: innere und äußere Parasiten. Während sich die inneren Parasiten im Darm der Vierbeiner ansiedeln, setzen sich die äußeren Parasiten – wie die Bezeichnung schon anklingen lässt – vorzugsweise im Katzenfell ab. Doch sieht man die winzigen Unholde überhaupt? An welchen Symptomen lässt sich ein Parasitenbefall der Katze erkennen? Und was ist zu tun, liegt ein solche Fall vor?

Mit Flohpuder gegen den Katzenfloh

Der Katzenfloh gilt als Zwischenwirt des Bandwurms und wird etwa nur 1-2 mm lang. Mit Mühe sind diese Flöhe als kleine schwarze Sandkörner im Fell zu erkennen. Leichter fällt da das Deuten der Symptome: Katzen, die von Flöhen befallen sind, legen in der Regel häufige und intensive Kratzorgien an den Tag. Meist hinterlassen diese blutige Spuren. Verschluckt die Katze einen solchen Floh, kann es im Darmbereich zur Übertragung von Bandwürmern kommen. Manchmal löst das Verschlucken auch Allergien der Katze aus.

Gegen den berüchtigten Katzenfloh hilft am besten ein speziell für Katzen entwickeltes Flohpuder. Zum Einpudern die Katze am besten nach draußen bringen und großflächig Zeitungspapier ausbreiten. Mit dem Einmassieren am besten am Schwanz beginnen und vorsichtig mit dem Kopf fortfahren. Dadurch flüchten die Flöhe von beiden Seiten in die Mitte zum Bauchbereich. Zuletzt können dann Bauch und Rücken sowie die Pfötchen eingepudert werden. Nach der Prozedur gilt eine Wartezeit von einigen Minuten bevor das Mittel mit einer Katzenbürste wieder ausgebürstet werden kann. Die toten Flöhe fallen dann mit den Puderpartikeln auf das Zeitungspapier. Dieses am besten zusammenrollen und anschließend verbrennen oder gleich im Müll entsorgen. Auch die Ruhestätte des Katers oder der Katze sollte im Anschluss einmal kurz eingepudert und gereinigt werden.

Zecken: Parasiten im Sommer

Zecken sind für Menschen und Tiere unangenehme und gefährliche Parasiten. Im Sommer lauern sie in Gräsern und Büschen. Obwohl Zecken in der Regel erst nicht wahrgenommen werden, lässt sich ihre Gestalt schon wenig später deutlich erkennen: Vollgesogen mit Blut hängen sie am Katzenkörper.

Ein zuverlässiger Schutz gegen Zecken bieten Halsbänder gegen Ungeziefer. Diese schützen die Katze sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen und Läusen. Die Halsbändchen sollten locker sitzen, etwa so, dass noch zwei Finger zwischen Band und Hals der Katze passen. Es gibt aber auch Katzen, die mit Allergien auf die im Ungeziefer-Halsband enthaltenen Chemikalien reagieren. In solchen Fällen können die Zecken auch mit Öl beträufelt und nach kurzer Wartezeit mit einer leichten Drehung nach rechts herausgezogen werden. Wichtig: Der Kopf sollte nicht in der Haut steckenbleiben, da dieser Bakterien überträgt

Mit Öl und Emulsionen Milben bekämpfen

Milben treten in verschiedenen Formen auf und können in schlimmen Fällen schwere Erkrankungen hervorrufen. Die Ohrmilben sind Saugmilben und bei einem Befall deutlich als schwarzbraune Verkrustungen in den Ohrmuscheln der Katze erkennbar. Symptome können sein: Häufiges Schütteln und Kratzen in den Ohren, ein wenig gepflegtes Fell. Die Behandlung bei Milbenbefall der Katze erfolgt äußerlich. Benötigt wird etwas Öl oder eine spezielle vom Tierarzt verschriebene Emulsion – je nach Einzelfall. Gelingt es nicht, die Ohrmilben abzutöten, können diese im schlimmsten Fall eine gefährliche Ohrräude mit starkem Juckreiz hervorrufen.

Quellen:

Bulla, Gisela: Die Katze. Das rätselhafte Wesen. Bechtermunz Verlag 1996.271 Seiten. ISBN-13: 978-3860474075. 13, 96Euro.

Huhn, Anette und Hellmut Woernle: Katzenkrankheiten. Ulmer Verlag. 2. überarb. u. aktual. Aufl. 2006. 112 Seiten. ISBN-13: 978-3800148738. 19,90 Euro.

Bianca Schläger, B. A., Bianca Schläger

Bianca Schläger - "Bücher zu schreiben, ist ein Gewerbe für Selbstmörder. Kein anderes verlangt so viel Zeit, so viel Mühe und Hingabe ...

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