Wie bei Menschen, so gibt es auch bei Katzen für bestimmte Lebensphasen typische Leiden und Beschwerden. Katzen werden, ganz genauso wie ihre menschlichen Lebenspartner, in den späteren Jahren empfänglicher für Krankheiten genauso wie für äußere Parasiten und im Darm ansiedelnde innere Parasiten. Die bekanntesten Altersleiden bei Katzen – Taubheit, schlechte Zähne und Zahnstein, Rheuma und Thrombose – fallen jedoch recht unterschiedlich aus und machen sich auf verschiedenste Weise bemerkbar.
Taubheit bei älteren Katzen
Ob die eigene Katze an Taubheit leidet, lässt sich am besten dann herausfinden, wenn das Tier schläft. In wachem Zustand wird sie ihren Menschen immer wieder ansehen und, wenn der Hörsinn ausgefallen ist, versuchen, anhand von Lippenbewegungen und Körperhaltung ihre Rückschlüsse auf das aktuelle Geschehen zu ziehen. Schlafende Katzen heben normalerweise den Kopf, wenn Geräusche sie aufwecken, ihr Mensch den Raum betritt –ein Schutzmechanismus der Tiere. Wacht eine schlafende Katze dennoch nicht auf, ist eine Taubheit so gut wie sicher.
Leiden freilaufende Katzen an Taubheit, ist es wichtig, sie nicht mehr unbeaufsichtigt nach draußen zu lassen. Sie können sonst auf das Umweltgeschehen wie etwa Autos möglicherweise nicht mehr richtig – und vor allem rechtzeitig- reagieren.
Wenn die Katze Zahnprobleme hat
Schlechte Zähne und Zahnstein treten nicht alleine, aber häufig bei älteren Katzen auf. Zahnprobleme bei Katzen sind am besten während der Futtergabe zu beobachten. Wie gewöhnlich tapst die Katze zu ihrem Napf, schnuppert daran, nimmt vorsichtig ein Häppchen – und zieht trotz Hunger wieder ab. Katzen mit Zahnproblemen nehmen daher nicht selten an Gewicht ab. Wichtig ist in solch einem Fall die richtige Vorsorge. Tierärzte schauen beim regelmäßigen Termin in der Regel immer auch in den Mund der Katze und können so etwaige Zahnprobleme schnell erkennen und vorsorgen. Zahnstein kann beispielsweise ganz ohne Betäubung entfernt werden, je nach Härtegrad. Eitrige Zähne jedoch müssen unter Narkose behandelt werden. Das Problem: Im Alter steigt für Katzen das Narkoserisiko. Entzündungen am Zahnfleisch der Katze lassen sich gut an dem gerötetem Zahnfleisch erkennen.
Altersbedingt: Rheuma und Arthritis bei Katzen
Ganz wichtig bei rheumatischen Erkrankungen: Wärme. Obwohl die Katze ein sehr dichtes Fell hat, das auch im Winter gute Dienste leistet, braucht sie in diesem Fall zusätzliche Unterstützung. Chemische Schmerzmittel sollten in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Katzenhalter müssen zudem bedenken, dass solche Mittel immer auch Nebenwirkungen haben und ältere Katzen womöglich schwächer und auch empfänglicher dafür sind. Bei Arthritis lässt sich zwischen akuter Arthritis bei Katzen (Gelenkentzündung) und chronischer Arthritis unterscheiden. Eine akute Arthritis äußert sich durch geschwollene und schmerzende. Die Katze lahmt vielleicht und protestiert, will der Mensch das betroffene Gelenk bewegen. Mimik und Körpersprache der Katze verraten, wann das Tier sich unwohl fühlt und Schmerzen hat. Entsprechende Mittel – homöopathische Tierärzte empfehlen Byronia D 6 und Rhus toxicodendron D 12 im Wechsel – sollten nur in Absprache mit denselben dem Tier verabreicht werden.
Quellen:
Bulla, Gisela: Die Katze. Das rätselhafte Wesen. Bechtermunz Verlag 1996.271 Seiten. ISBN-13: 978-3860474075. 13, 96Euro.
Huhn, Anette und Hellmut Woernle: Katzenkrankheiten. Ulmer Verlag. 2. überarb. u. aktual. Aufl. 2006. 112 Seiten. ISBN-13: 978-3800148738. 19,90 Euro.
Wolff, H. G.: Unsere Katze gesund durch Homöopathie. Heilfibel eines Tierarztes. Sonntag Verlag. 9. ergänz. Ausgabe 1983. ISBN-13: 978-3877582619. 19,95 Euro.
