Katzen sind aufgeweckte, neugierige Tiere, die ihre Umgebung gerne und ausdauernd erkunden. Da kann es leicht auch einmal zu Verletzungen kommen. Freilaufende Katzen treffen hin und wieder auf andere Tiere, geraten in Auseinandersetzungen und Revierkämpfe. Aber auch in den eigenen vier Wänden lauert die ein oder andere Gefahr. Gekippte Fenster, offene Steckdosen und unverträgliche Nahrungsmittel sind Gift für die Katze. Mit den richtigen Hilfsmaßnahmen können Katzenhalter die Leiden ihres Lieblings mindern und eine schnelle Genesung fördern.
Wenn die Katze unter Appetitlosigkeit leidet
Appetitlosigkeit bei Katzen kann verschiedene Ursachen haben – von allgemeinem Unwohlsein über Erkrankungen wie Fieber bis hin zum Befall durch äußere oder innere Parasiten. Im Fall einer Appetitlosigkeit sollten der Katze zwei Trinkschälchen bereit gestellt werden. Ein Schälchen normal mit Wasser füllen, das andere zusätzlich mit einem Teelöffel Traubenzucker anreichern. Dadurch erhält die Katze wenigstens durch die Wasseraufnahme Energie, die sie dringend braucht. Vitaminpasten können eine gute Ergänzung sein. Zusätzlich sollten begehrte Leckerlis mit der Hand angeboten werden. Den Grund für die Appetitlosigkeit am besten gemeinsam mit dem Tierarzt des Vertrauens prüfen.
Revierkämpfe und Auseinandersetzungen: Bisswunden
Treffen Katzen aufeinander, ist dies nicht immer eine schöne Begegnung, nicht selten jedoch eine bleibende Erinnerung. Kommt die Katze oder der Kater mit Bisswunden nach Hause, das Gebiet um die Wunde vorsichtig mit warmem Wasser reinigen. Die Katze anschließend zum Tierarzt bringen, denn auch wenn die Wunden oberflächlich scheinen, kann sich leicht Dreck einschleichen. Entzündungen treten auf. Das gleiche Verfahren gilt auch bei Kratz- und Reißwunden.
Brandwunden bei Katzen
Ihre Entdeckungsfreude brockt Katzen immer mal wieder leichte Schrammen ein. In manchen Fällen gehören auch Brandwunden zum Katzenalltag. Brandwunden und verbrühte Stellen lassen sich gut mit kaltem Wasser aus der Leitung behandeln. Auch helfen kann etwas Öl. In schlimmen Fällen jedoch darf der anschließende Besuch beim Tierarzt nicht fehlen.
Wasser und Quark gegen Durchfall
Durchfall kann durch vieles hervorgerufen werden, unter anderem durch Futterunverträglichkeit, falsche Beigabe von Nahrungsmitteln oder Krankheiten. Tritt Durchfall bei der Katze auf, so lässt sich das Leiden gut mit folgenden Methoden eindämmen: Etwas Salz ins Futter geben, Quark anbieten oder gargekochte Leber füttern. Sollte allerdings nach 24 Stunden noch keine Besserung eingetreten sein, ist der Gang zum Tierarzt empfehlenswert!
Vergiftungen
Obwohl viele bis heute darauf schwören: Im Fall einer Vergiftung hilft Milch nicht, sie macht das Leiden sogar schlimmer. Milch ist zusätzliches Gift für die Katze! Empfohlene Brechmittel als Soforthilfe bei Vergiftungen orientieren sich an der Art der Vergiftung und sollten deshalb in strenger Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Hierunter fallen unter anderem Salz und Öl als natürliche Mittel gegen die Vergiftung bei Katzen.
Quellen:
Bulla, Gisela: Die Katze. Das rätselhafte Wesen. Bechtermunz Verlag 1996.271 Seiten. ISBN-13: 978-3860474075. 13, 96Euro.
Huhn, Anette und Hellmut Woernle: Katzenkrankheiten. Ulmer Verlag. 2. überarb. u. aktual. Aufl. 2006. 112 Seiten. ISBN-13: 978-3800148738. 19,90 Euro.
Wolff, H. G.: Unsere Katze gesund durch Homöopathie. Heilfibel eines Tierarztes. Sonntag Verlag. 9. ergänz. Ausgabe 1983. ISBN-13: 978-3877582619. 19,95 Euro.
