
- German Rex vom Hause Jung - Kirsten Müller-Jung
Ein altes Sprichwort sagt "Die Neugier ist der Katze Tod." Gerade in der Weihnachtszeit müssen wir daher sehr auf unsere Stubentiger achten und gut überlegen, welche Dinge nicht in einen Katzenhaushalt passen, da eine neugierige Mieze ihre Welt täglich neu entdeckt und sich leicht von Glitzerfunkelzauber verführen lässt.
Gefahrenquellen
Brennende Kerzen gehören daher zu einer der Gefahrenquellen, da sie beschnuppert werden und das Tier ernsthafte Verbrennungen erleiden kann. Eine Kerze sollte somit immer nur unter Aufsicht brennen.
Beliebt sind auch bei vielen Menschen Duftöle. Leider sind diese Öle ätherisch und können bei Katzen starke allergische Reaktionen hervorrufen.
Ähnlich sieht es mit den Pflanzen aus, die zur Weihnachtsdekoration gehören können: Christern, Misteln, Stechpalmen und Christusdorn sind giftig. Hier gilt es, große Vorsicht walten zu lassen. Der sicherste Weg ist, sich gegen diese grüne Dekoration zu entscheiden.
Schwieriger wird es bei der Entscheidung der Tannenbaumart. Traditionell gehört er zu jedem Weihnachtsfest. Nicht zu empfehlen sind die Fichte sowie die Kiefer, da sie einen hohen Anteil an Terpentinöl beinhalten und daher hochtoxisch sind. Wenn Sie sich trotzdem für eine dieser Baumarten entscheiden sollten, ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Die Katze muss unbedingt vom Knabbern am Baum abgehalten werden. Ebenso darf sie keinesfalls das Wasser aus dem Baumständer trinken. Die Tanne hingegen ist zwar weniger giftig, aber noch lange nicht ungefährlich. Ihre spitzen Nadeln können durchaus die Schleimhäute sowie den Magen-Darmtrakt extrem verletzen.
Da aber der Weihnachtsbaum zu dem Weihnachtsfest gehört, sollte sich die Katze nicht unbeaufsichtigt mit dem Baum in einem Zimmer befinden. Außerdem sollte er absolut standfest aufgestellt sein.
Dies alles scheint nun schon sehr aufwendig. Leider ist die Liste der "no-goes" noch nicht beendet, da der Weihnachtsschmuck noch angesprochen werden muss.
Hier eine kleine Auflistung weiterer möglicher Gefahrenquellen:
- Lametta, Geschenkband und Engelshaar können verschluckt werden und zu einem Darmverschluss führen.
- Glaskugeln können splittern und das Tier nicht unerheblich verletzen.
- Kunstschnee ist giftig.
- Kabel der Lichterketten könnten angeknabbert werden.
Tipp: man kann die Kabel der Lichterketten mit Alufolie umwickeln oder mit scharfer Sauce einschmieren. Einmal versucht, wird die Katze davon ablassen.
Alternativer Weihnachtsschmuck
Erstellen Sie doch selbst ihren Weihnachtsschmuck: geeignete Materialien sind Filz, Holz, Bast und Stroh (unbehandelt). So kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Spaß machen Bastelarbeiten in der Vorweihnachtszeit ebenso und erzeugen die richtige Stimmung für das Fest.
Fütterung
Zuletzt folgt nach der Vorweihnachtszeit mindestens ein Festessen am heiligen Abend: wir essen Gans, Braten, fettige Dinge und viel Schokolade. Dies alles ist für Katzen nicht nur völlig ungesund; in Schokolade beispielsweise befindet sich ein bestimmter Stoff (Theobromin), der ab einer gewissen Menge sogar den Tod der Katze herbeiführen kann.
Um die Katze gesund und munter durch die Festtage zu bringen, sollte sie weiterhin ihr gewohntes Katzenfutter, Leckerlis aus dem Zoofachhandel oder gekochtes Geflügel (natürlich ohne Knochen) und / oder Innereien verfüttert bekommen.
Wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet, wird das Weihnachtsfest bestimmt für die Menschen sowie für die Haustiere fröhlich und harmonisch verlaufen.
