
- Alles ist vorbereitet - Minka kann kommen - Leon Brooks
Wenn eine Katze ins Haus einzieht, ist das ein spannendes Ereignis. Mit Aufregung wird der neue Mitbewohner erwartet, und die Sorge ist groß, dass das Tier sich nicht gleich wohl fühlt. Um Tier und Katzenhalter den Einzug zu erleichtern, ist es wichtig, sich vorher Gedanken um die Ausstattung zu machen, die man für eine Katze benötigt.
Fressen ist nicht alles - sauber muss es sein
Eine stabile und große Transportbox werden Sie sich schon besorgt haben, wenn Sie Ihre Katze abgeholt haben. Zuhause brauchen Katzen einen festen Platz, an dem sie ihr Futter finden. Dieser Platz sollte sauber und ruhig sein, so dass das Tier ungestört fressen kann. Für einen perfekt ausgestatteten Futterplatz benötigen Sie:
- Ein Platzdeckchen zur Sauberkeit des Bodens
- Futternäpfe
- Futter
Sie sollten für jede Katze, die bei Ihnen einzieht, sechs eigene Näpfe haben, damit Sie sie regelmäßig reinigen können. Sie benötigen zwei Wassernäpfe, zwei Näpfe für Trockenfutter, zwei für Nassfutter. Es versteht sich von selbst, dass jede Katze eigene Näpfe hat. Sie essen ja auch nicht vom Teller anderer Leute. Futternapf und Wassernapf sollten am besten aus Keramik sein. Sie sind schwer und werden nicht so leicht umgeworfen. Außerdem enthalten sie nicht so viele Schadstoffe wie ein Plastiknapf. Übrigens: Viele Katzen trinken gerne fließendes Wasser. Wie wäre es mit einem Trinkbrunnen?
Nach der Wahl des Geschirrs kommt die Wahl des Futters. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, dass Sie hauptsächlich Nassfutter füttern, da Katzen den größten Teil ihres Wasserbedarfs hierüber aufnehmen. Trockenfutter ist ungesund, da die Bröckchen oft nur einmal zerbröselt oder am ganzen Stück geschluckt werden. Zudem besteht Trockenfutter zum Großteil aus Getreide, was für Katzen einfach ungeeignete Nahrung ist.
Viele Katzenfreunde füttern übrigens nur hochwertiges Nassfutter oder bekochen ihr Tier selbst. Ob die eigene Tierliebe so weit geht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist korrekt, dass auch Nassfutter viele Inhaltsstoffe enthalten kann, die eine Katze eigentlich nicht frisst (auch hier vor allem Getreide). In hochwertigem Futter ist dieses Getreide nicht enthalten. Letzten Endes reicht aber das, was die Katze verträgt und man sich leisten kann.
Die Katzenhygiene - da muss der Mensch ran
Nachdem die Näpfe und das Futter beschafft sind, kommt die Frage nach dem Katzenklo. Grundsätzlich gilt: Je Katze ein Klo und noch eins dazu. Viele Katzen sind wählerisch, was den Standort ihres Klos angeht und teilen es nicht gern mit anderen Katzen. Bei der Frage "Dach oder kein Dach?" scheiden sich die Geister. Letzten Endes muss das wohl Ihre Katze entscheiden. Wenn sie ihr Klo meidet, versuchen Sie es einmal ohne Haube.
Schwierig wird es, wenn man über die Wahl der Katzenstreu nachdenkt. Hier hilft wohl nur ausprobieren. Es gibt Klumpstreu, Torf und Hygienestreu. Es gibt feinkörnige Streu, grobkörnige Streu, parfümierte Streu und Streu mit Grasgeruch. Eine gute Streu sollte den Geruch lange binden. Egal aber, welche Streu Sie verwenden, das Katzenklo sollte zweimal am Tag gereinigt werden. Fischen Sie alles Gröbere heraus und werfen Sie es in den Hausmüll. Klumpstreu sollte so mehrere Wochen halten, ohne zu müffeln. Hygienestreu muss etwas früher ausgewechselt werden.
Ruhe für die Katze
Katzen sind, so verspielt sie sind, ruhebedürftige Tiere, die einen großen Teil des Tages verschlafen. Dazu brauchen sie trockene, weiche Orte, an die sie sich zurückziehen können. Wenn Sie kleine Kinder im Haus haben, sollten Sie diese Orte für die Kinder unzugänglich machen, zum Beispiel durch einen eigenen Raum oder einen hohen Kratzbaum. Ein gut gemeinter Hinweis vorneweg: Von dunklen Stoffen können Sie sich zukünftig verabschieden. Einer Katze ist es egal, ob sie auf Ihrem besten schwarzen Kaschmir-Pullover schläft.
Katzen und ihr Spieltrieb
Obwohl Katzen viel schlafen haben sie einen ausgeprägten Spieltrieb. Wohl jeder Katzenbesitzer kann ein Liedchen davon singen, wenn Minka ihre "fünf Minuten" hat. Damit die Katze eine Möglichkeit hat, sich auszupowern, ist es auch bei älteren Katzen wichtig, dass sie Beschäftigungsmöglichkeiten hat. Das muss kein anspruchsvolles Spielzeug sein. Oft ist der Karton, in dem die Sachen geliefert wurden, viel interessanter als das Spielzeug selbst.
Damit sie ihren Übermut nicht an Ihren Möbeln auslässt, sollten Sie auch für ausreichend Kratz- und Klettermöglichkeiten sorgen. Ein Kratzbaum ist hier die beste Möglichkeit, da er Kratzen, Klettern und Schlafen miteinander vereint. Achten Sie aber darauf, dass der Baum stabil ist. Es kann übrigens nicht schaden, zusätzliche Kratzmöglichkeiten zu schaffen, zum Beispiel Kratzecken oder Kokosmatten, die bei Katzen sehr beliebt sind. Eine zusätzliche Investition ist allemal besser, als das geliebte Ledersofa wegwerfen zu müssen.
Wenn die Katze Frischluft schnappen soll
Viele Katzenbesitzer versuchen, ihrer Katze die Möglichkeit zu geben, nach draußen zu gehen. Damit Ihr Tier möglichst sicher ist, gibt es hier einige Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten:
- Kastrieren Sie Katze und Kater, bevor sie hinaus dürfen, sonst gibt es unangenehme Überraschungen.
- Chippen und tätowieren Sie die Katzen, damit sie schnell wieder heim finden. Lassen Sie von Halsbändern ab, an diesen könnte die Katze hängen bleiben und ersticken.
- Wenn Sie eine stark befahrene Straße oder Nachbarn haben, die keine Katzen mögen, sichern Sie Ihren Balkon/Garten mit Katzennetzen. Diese sind von außen fast unsichtbar, können aber Leben retten.
Wenn Sie alle diese Tipps berücksichtigen, dann steht dem Einzug einer Katze nichts mehr im Wege.
