Katzenerziehung – Bestrafung ist der falsche Weg

Katzenerziehung? - Ralph Punga-Kronbergs  / pixelio.de
Katzenerziehung? - Ralph Punga-Kronbergs / pixelio.de
Katzen sind eigenwillige Wesen, die Katzenerziehung mittels Bestrafung führt zu nichts Gutem. So erziehen Sie Ihre Katze richtig.

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden im Prinzip nicht erziehbar. Bestrafungen bei unerwünschtem Verhalten führen bei Katzen eher dazu, dass das Verhältnis zum Menschen gestört wird. Die Katze verliert das Vertrauen und meistens macht sie dann in Abwesenheit des Menschen ohnehin, was sie will. Dies ist besonders dann der Fall, wenn Katzenbesitzer zu Methoden wie der „Wasserpistole“ oder anderen Formen der körperlichen Bestrafung greifen. Die Katzenerziehung wird auf diese Weise auf jeden Fall scheitern, das Verhältnis zwischen Tier und Mensch feindselig. Wie also macht man es besser?

Katzenerziehung mittels positiver Verstärkung

In der Katzenpsychologie wird allgemein empfohlen, Katzen nur über positive Verstärkung zu erziehen. Im Prinzip könnte man auch sagen: Sie müssen Ihre Katze verführen, nicht erziehen!

Positive Verstärkung bedeutet vereinfacht gesagt, dass erwünschtes Verhalten der Katze belohnt wird. Die Katze merkt sich dann, wofür sie belohnt wird und macht sich das belohnte Verhalten zu Eigen. Ein Beispiel: Angenommen, Ihre Katze möchte immer auf den Tisch springen, wenn Sie mit Ihrer Familie beim essen sitzen. Anstatt sie zu bestrafen, ist es sinnvoll ihr eine Alternative anzubieten, die für sie noch reizvoller ist. Nehmen Sie sie ohne Gewaltanwendung vom Tisch und setzen Sei sie entweder auf einen freien Stuhl oder in ihr Körbchen. Dann belohnen Sie Ihre Katze mit einem Leckerbissen. Bleibt die Katze artig an ihrem Platz während Sie essen, wird sie wiederum nach einer kürzeren Zeit belohnt. Tragen Sie die Katze auf jeden Fall immer an ihren Platz, wenn sie auf den Tisch springt. Durch Konsequenz und die regelmäßige Belohnung erwünschten Verhaltens, lernt die Katze, dass der Tisch tabu ist und dass es besser für sie ist, an ihrem Platz zu bleiben, wenn die Familie isst.

Katzenerziehung – bieten Sie immer Alternativen

Ihre Katze braucht in allen Belangen ein Reich für sich. Springt sie abends gerne ins Bett, bieten Sie ihr ein anderes, kuscheliges Plätzchen zum schlafen an und belohnen Sie Ihre Katze, wenn sie dort bleibt. Grundsätzlich gehört es zu den typischen Verhaltensweisen von Katzen, dass sie sich zu nichts zwingen lassen. Versuchen Sie Ihre Katze beispielsweise mit Gewalt zu zwingen, auf die Katzentoilette zu gehen, entwickelt sie ganz sicher eine Abneigung gegen diesen Ort. Apropos Katzentoilette: Viele Katzenbesitzer haben das Problem, dass die Katze nicht auf die Katzentoilette gehen möchte. Sofern die Katze im Haus gehalten wird, wird sie eine gepflegte Katzentoilette eigentlich immer annehmen. Das Problem liegt meistens darin, dass die Toilette nicht den Vorstellungen der Katze entspricht. Die Katzentoilette sollte weit vom Stammplatz (Körbchen etc.) entfernt aufgestellt werden, z. B. im Badezimmer. Das tägliche Saubermachen ist selbstverständlich, viele Katzen gehen nur auf unbenutzte Katzentoiletten. In der Natur sucht sich die Katze auch stets einen sauberen Ort. Duftendes Katzenstreu kann Katzen ebenfalls vergraulen, deswegen immer parfümfreie Produkte kaufen.

Quelle: "Clickertraining für Katzen. Erziehung macht Spaß." von Martina Braun, Cadmos,2005

Angela Michel, Angela Michel

Angela Michel - Lesen Sie auch meine neusten Artikel bei PageWizz

rss