Katzenhaarallergie - Wenn die Trennung vom Liebling sein muss

Hier möchte ich über meine Erfahrungen schreiben.

Liebe Katzenbesitzer und Katzenliebhaber,

es ist noch nicht ganz drei Wochen her, da musste ich meinen kleinen Liebling abgeben, weil die Katzenhaarallergie unerträglich wurde. Ich litt unter Asthmaanfällen, egal ob nachts oder tagsüber, es war nicht mehr auszuhalten. Als ich meinen kleinen Schatz bekommen habe, war von einer Allergie noch nichts zu spüren, aber nach eineinhalb Jahren hatte sie sich ausgeprägt entwickelt gehabt. Trotz aller Bemühungen befanden sich die Haare überall in der Wohnung. Selbst in den Räumen, wo sich die Katze nicht aufgehalten hat, sind trotz großer Reinigungsmaßnahmen immer noch Haare zu finden. Am gefährlichsten wird es, wenn die Katze im Bett schlafen darf. Dann reagiert die Lunge ganz besonders extrem und auch die Haut kann allergische Spuren, wie Hautausschlag aufweisen. Auch wenn man seine Katze liebt, ändert das nichts daran, dass man eine Entscheidung treffen muss. Diese Entscheidung sollte man nicht erst treffen, wenn man wie ich keine Nacht mehr geschlafen hat. Bei mir zog sich der Prozess der Entscheidung über mindestens vier Wochen hin, bis sie dann Hals über Kopf getroffen werden musste.

Manchmal spielt auch noch ein anderer Faktor eine Rolle, der es besser macht eine Katze nicht zu behalten. Ich rate jedem Katzenbesitzer davon ab, seine Katze allein zu halten. Katzen werden krank davon. Ihr natürliches Verhalten verändert sich immer mehr. Sie werden aggressiv, launisch oder apathisch. Es kann sogar soweit gehen, dass scheinbar organische Erkrankungen bei der Katze in Wirklichkeit psychosomatisch sind. Ein Beispiel dafür wäre eine Blasenentzündung. Es kann auch passieren, dass Katzen dann verhaltensauffällig sind. Sie wühlen ständig in ihrer Katzentoilette herum, machen überall hin oder kratzen und knabbern an verschiedenen Dingen herum. Dies führt auch unter Umständen dazu, dass sie Dinge verschlucken oder sich schwer verletzen. Im schlimmsten Fall sterben sie. Sollten sie bei ihrer Katze in Einzelhaltung diese Sachen bemerken, müssen Sie nicht gleich zum Tierarzt gehen. Dies sollte zwar ein logischer Schritt zum Wohle der Katze sein, aber es wäre viel wichtiger, die Haltungssituation zu überdenken. Sollten Sie die Möglichkeit haben und nicht wie ich an einer Allergie leiden, so können Sie sich einfach eine zweite Katze anschaffen, die möglichst jung sein sollte.

Weil es weder meiner Katze, noch mir mit der Situation gut ging, habe ich mich entscheiden, sie in gute Hände abzugeben. Sollten auch Sie sich für diesen Schritt entscheiden, versuchen sie jemanden zu finden, bei dem Sie die Katze jederzeit besuchen können. Auch bei einer Katzenhaarallergie schadet es nicht vorübergehenden Kontakt zu Katzen zu haben. Wichtig ist, dass es Ihnen und Ihrer Katze mit der Entscheidung gut geht. Bei einer Katze werden Sie dies aber frühestens nach zwei Wochen mitbekommen. Es kann sein, dass sie in ihrem neuen Zuhause erst einmal ein paar Tage nicht frisst und sich an ihre neuen Spielgefährten gewöhnen muss. Aber dann wird sie sich wieder wie eine normale Katze benehmen. Auch wenn eine Trennung wehtut. Wer seine Katze liebt, wird sie zwar vermissen, aber wenn sie nicht aus der Welt ist, wird man den Schmerz ertragen können.

Das bin ich., Madlen Peilke

Madlen Peilke - Ich studiere Geschichte und Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt und werde dieses Studium im Sommer diesen Jahres ...

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