Dass in Ostfriesland gern gebosselt wird, das ist Ihnen vielleicht bekannt - dass in einem kleinen ostfriesischen Ort an der Nordseeküste jedoch neuerdings mit Exkrementen geworfen wird, das dürfte Ihnen neu sein. Bei dem unappetitlichen "Hobby" zweier "Wahlostfriesen" handelt es sich jedoch um keine neue sportliche Disziplin. Vielmehr handelt es sich hierbei um den eher unsportlichen Versuch einer Nachbarschaftsschikane.

Alter schützt vor Dummheit nicht

Eine alte und nur zu wahre Weisheit. Den Beweis liefert ein Ehepaar aus dem beschaulichen kleinen Urlaubsort Dornumergrode in Ostfriesland.

"Gartenkrieg" an Deutschlands Nordseeküste

Schön, so ein gepflegter Garten hinter dem (ländlich gelegenen) Eigenheim. Zu dumm nur, dass sich auf dem Land - neben kleinbürgerlichem Gartenbau - auch das eine oder andere Haustier gerne einmal zeigt. Und Tiere haben (so wie auch der Mensch) ab und an ein "dringendes Bedürfnis". So trug es sich zu, dass im nicht eingezäunten Garten des besagten (und betagten) Ehepaares Kot gefunden wurde. Doch wer war der Übeltäter? Schnell (und ohne nachzudenken) wurde der ungebetene Gast, der sein Geschäft im Blumenbeet erledigt haben sollte, ausgemacht: So konnte es sich bei dem unverschämten Tier doch nur um Nachbars Hund handeln.

War er's oder war er's nicht?

Nein! Auch wenn die aufgebrachte Gartenbesitzerin mit einem noch so forschen, bestimmten und fast schon unverschämten Auftritt den Hund anklagte, die freundliche Hundedame traf hier sicher keine Schuld. Würde sie sich tatsächlich unaufgefordert (und freiwillig) in die "Höhle des Löwen" begeben? Sicher nicht!

Verzeifelt gesucht: ein Schuldiger

War's nicht der Hund, dann war's der Kater - das ist wahre Logik. Selbstverständlich lebt auch dieser verschmuste Beschuldigte im Nachbarhaus. Haben die Gartenbesitzer den kuscheligen Vierbeiner beim Verrichten seines Geschäftes beobachtet? Nein, das schlaue Rentnerpaar verfügt offensichtlich über magische Kräfte: So wie die Wahrsagerin aus dem Kaffeesatz, so lesen die beiden Hobbygärtner aus den entdeckten Kothäufchen. Und eben diese Häufchen lassen für sie nur eine einzige Schlussfolgerung zu: Der Kater war's!

Affen werfen mit Kot - manche Menschen tun das auch

Das kennen Sie sicher aus dem Zoo: Äffchen die mit Kacke werfen. Kein löbliches Verhalten! So verpackte das vorwitzige Ehepaar dann auch zunächst die gefundenen Kothäufchen in kleinen durchsichtigen Tütchen, um sie anschließend ihrem vermeindlichen Besitzer wieder zukommen zu lassen. Schließlich wollte man sich nicht an fremdem Eigentum bereichern. Eine Tages - so lässt sich vermuten - gingen dem selbstgerechten Paar die Beutel aus. Für die einfallsreichen Kotsucher stellte das jedoch kein Problem dar: Sie taten (und tun) es den Affen gleich, denn von nun an werden die Exkremente kurzerhand über den Zaun der Katzenhalter in der Störtebekerstraße geworfen. Wen stört da schon die Unkraut zupfende Nachbarin, die nur um Haaresbreite dem Bombardement entging?

Lächerlich und dumm oder boshaft und durchdacht?

Man könnte (und sollte) lauthals darüber lachen, wären da nicht die Drohungen, die der gelangweilte "Ostfiese" nun lauthals ausstößt. So soll es jetzt - wenn es denn nach ihm ginge - dem pelzigen Schmusekater endgültig an den Kragen gehen. Katzentot statt Katzenkot. Und spätestestens an dieser Stelle der Geschichte vergeht einem das Lachen und man fragt sich, was das für Menschen sind, die einem niedlichen und zutraulichem Tier nach dem Leben trachten. Bleibt nur die Erinnerung an die zwei kleinen "Weisheiten", die guterzogenen Menschen bereits in Ihrer Kindheit mit auf den Weg gegeben wurden:

  1. Quäle nie ein Tier zum Scherz, es fühlt genau wie du den Schmerz!
  2. Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu!

Fazit

  • Nicht jeder "Hobbygärtner" ist auch ein wahrer Naturfreund.
  • Nicht alle alten Menschen sind zwangsläufig auch weise.
Bleibt zu hoffen, dass sich das angriffslustige Rentnerpaar besinnt. Angesichts der Tatsache, dass es sich das streitsüchtige Paar jedoch bereits mit verschiedenen Nachbarn - aus verschiedenen Gründen - verscherzte, erscheinen die Chancen auf einen Sinneswandel hier leider ebenso begrenzt, wie das Denken der herzlosen Tierhasser.

Kleine "Katzenkunde" - schon einfache Hausmittel halten Katzen fern

Fast alle Kater und Kätzchen amüsieren sich gerne einmal in fremden Gärten. Sollten sich die flauschigen Vierbeiner auch (unaufgefordert) in Ihrem Garten tummeln und Sie damit verärgern, dann greifen Sie bitte nicht zu dummen und drastischen Mitteln. Tun Sie sich, Ihrer Nachbarschaft und den Tieren einen Gefallen: Lösen Sie das Problem auf eine intelligente, menschliche und tierfreundliche Art. Schon mit einfachen und unschädlichen Mitteln lassen sich die Miezen aus Ihren Beeten fernhalten. Versuchen Sie es mit Mitteln wie dem "Katzen-Schreck" oder mulchen Sie Ihre Beete. Bitten Sie die Katzenhalter um ihre Mithilfe und (oder) darum, sich an den Kosten für angeschafte Mittel zu beteiligen oder diese zu übernehmen. Denken Sie daran: Wer freundlich um etwas bittet, dem wird man gerne entgegen kommen. Intelligente und verantwortungsvolle Menschen konnten bisher noch jedes Problem lösen! Vergessen Sie nicht: Die Katze im Garten hält Mäuse und Ratten fern.