Bei seinem 120. Turnier auf der European Tour hat der 26-Jährige mit seinem Sieg seine Stellung als Ausnahmespieler bestätigt. Er ist nicht nur der erste Deutsche, der ein WGC-Turnier gewinnt, sondern auch der dritte Kontinentaleuropäer nach dem Schweden Henrik Stenson und Francesco Molinari aus Italien, dem dies gelingt. Er zählt nun zu dem erlesenen Kreis von zehn Profigolfern, die neben einem Majorsieg auch auf einen WGC-Sieg zurückblicken können.
Ein Turniersieg zu Begin des Jahres und einige verpasste Cuts
2011 zeigte die Performance von Martin Kaymer starke Schwankungen. Nach einem starkem Vorjahr mit einem Majorsieg und drei weiteren Turniersiegen ( Abu Dhabi Championship, KLM Open, Alfred Dunhill Links Championship) übernahm er im November 2010 die Führung in der europäischen Geldrangliste und wurde die Nummer Eins in Europa. Bei der diesjährigen Abu Dhabi Championship (20.-24.01.2011) löste er Tiger Woods als Nummer Zwei der Weltrangliste ab und wird im Februar 2011 die neue Nummer Eins der Welt. Doch nach dem Erreichen dieses Höhepunktes im Leben einens Profigolfers ging es für den 26-Jährigen golferisch mehr als turbulent zu. Nach seinem Sieg im Januar erreichte er bei weiteren sechs Turnieren nur Top-Ten-Platzierungen. Enttäuschend für ihn und seine Fans waren die verpassten Cuts bei der KLM Open, beim US-Masters und bei der PGA-Championship, die er als Titelverteidiger antrat.
Martin Kaymer spielte vom ersten Tag an solide und lief am Finaltag zur Hochform auf
Schon am ersten Tag lag Martin Kaymer mit einer 69er-Runde unter den ersten Zehn. Am zweiten Tag fand der Rheinländer wieder seine Stärke wieder, geduldig und ohne Druck seine Chancen zu nutzen. Eine bogeyfreie Runde mit 68 Schlägen war der Lohn und der geteilte siebte Platz. Doch am Finaltag überzeugt der Rheinländer mit einer 63er-Traumrunde und zeigte Golf vom Feinsten. Er spielte insgesamt neun Birdies, davon alleine sieben auf den zweiten neun Löchern. Mit insgesamt 268 Schlägen (69, 68, 68, 63) nahm er dem bis dahin Führenden Fredrik Jacobson drei Schläge ab und gewinnt überlegen die WGC-HSBC Champions 2011 auf dem Sheshan International Golf Course in China.
Neue Platzierung in der Weltrangliste und beim Race to Dubai
Der Sieg in Shanghai bringt dem Mettmanner eine Siegprämie von über 842.218 Euro ein und somit den zweiten Platz in der Geldrangliste der European Tour. Beim Race to Dubai führt der Engländer Luke Donald mit 3.856.394 Euro. Martin Kaymer mit 2.830.264 Euro wird dicht verfolgt von dem Nord-Iren Rory McIlroy mit 2.724.882 Euro und dem Südafrikaner Charl Schwartzel mit 2.265.525 Euro. In der Weltrangliste nimmt Martin Kaymer nun wieder den vierten Platz nach Luke Donald, Rory McIlroy und Lee Westwood ein.
Rechnerisch wäre für Martin Kaymer ein Sieg beim Race to Dubai noch möglich
Obwohl rechnerisch noch eine Chance auf den Sieg beim Race to Dubai für Martin Kaymer möglich wäre, schließt Martin Kaymer eine Änderung seines Turnierplans aus. Für das Turnier in Singapur sei die Meldefrist bereits verstrichen und vom 1. bis 4. Dezember 2011 trete er beim Nedbank Golf Challenge, dem Einladungsturnier von Gary Player an, so Martin Kaymer. Seine nächste Turnierteilnahme wird beim Omega Mission Hills World Cup vom 24.-27.11.2011 sein und er wird das Golfjahr 2011 mit der Dubai World Championship vom 8.-11.Dezember 2011 beenden.
