Kerstin Gier - Saphirblau (Rezension)

Kerstin Gier - Saphirblau - Arena
Kerstin Gier - Saphirblau - Arena
Die Fortsetzung von Rubinrot: brisanter, spannender, romantischer. Gweondolyn und Gideon kommen den Geheimnissen des Grafen langsam auf die Schliche.

Der Knaller, mit dem Rubinrot geendet hat, findet in Saphirblau seine Fortsetzung. Schlaue Leser und Leserinnen halten dieses Buch schon beim Lesen des ersten Teiles bereit, um sofort zu erfahren, was nach dem brisanten Ende von Band 1 passiert.

Ohne zu viel zu verraten: Es wird noch brisanter, noch aufregender, noch weit romantischer, aber auch schockierend, überraschend und ein bisschen traurig. Was wären schließlich Romanhelden, wenn sie nicht ein bisschen Schlimmes erleben müssten?

Gwendolyn lernt knicksen

Da Gwendolyn nicht, wie ihre Cousine, jahrelanges Training in Knicksen, Manieren, Tanz und Fechten hatte, muss sie wohl oder übel nachholen, was nachzuholen ist. Und zwar rechtzeitig zu einer Soirée im 18. Jahrhundert, auf der sie den Grafen von Saint Germain wiedersehen und nach Möglichkeit den besten Eindruck hinterlassen soll.

Ihre Übungsstunden sorgen beim Leser zwar für ständiges Schmunzeln, bei Gwendolyn nur für genervtes Stöhnen. Giordano, ihr Lehrer für alles, ist aber eine so köstlich amüsante Kreatur, dass - trotz seiner Unart - jeder Leserin das Herz aufgehen wird, wenn er in einer Szene vorkommt. Wie sehr wünscht man sich, man könnte dieser Art von Person hin und wieder einfach eine auf die Nase geben...

Xemerius - Der süße Wasserspeierdämon

Noch beliebter aber als Giordano ist Xemerius, der kleine Wasserspeierdämon, der am Ende von Band 1 seinen ersten Auftritt hatte und der einem innerhalb weniger Seiten so sehr ans Herz wächst, dass man ihn nicht mehr missen möchte. Mit seiner frechen, unverblümten Art und seiner Fähigkeit, durch Wände zu gehen und Leute zu belauschen, ist er nicht nur für Gwendolyn, sondern auch für die Leser eine große Bereicherung.

Auch Leslie, Gwens beste Freundin, gewinnt in diesem Buch etwas mehr an Bedeutung. Schließlich hilft sie mit, das Geheimnis um den Grafen von Saint Germain und den Chronographen zu lösen. Ein bisschen näher kommen unsere Heldinnen der Wahrheit ja, aber wirklich gelöst ist das Problem nicht.

Da Band 2 fast genauso abrupt endet wie der erste Teil, müssen viele Leser nun warten und hoffen, dass der letzte Band der Trilogie bald erscheint (laut offizieller Homepage ist der Erscheinungstermin im Dezember). Nicht nur möchte man endlich wissen, was es wirklich mit dem Zeitreisegen, dem Chronographen und der Geschichte von Lucy und Paul auf sich hat, sondern auch die Romanze zwischen Gideon und Gwendolyn - die so manchen Stolperstein überwinden muss - lässt Leserherzen bangen.

Bis zum endgültigen Erscheinungstermin des dritten Bandes Smaragdgrün bleibt einem nur, sich die ausgezeichnet gelesenen Hörbücher aus dem Arena-Verlag anzuhören oder Rubinrot und Saphirblau einfach wieder zu lesen. Ein Tipp für alle, die etwas ähnlich Aufregendem und Romantischem, wenn auch viel Düstererem suchen: Bettina Belitz - Splitterherz.

Kerstin Gier: Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten. Arena 2010. Gebundene Ausgabe, 400 Seiten. 16,95 Euro.

Nadine Gemeinböck, Nadine Gemeinböck

Nadine Gemeinböck - Nadine Gemeinböck begann ihre Karriere im zarten Alter von 3 Jahren, mit dem sie das Lesen und Schreiben erlernte. Von dahin war es ...

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