Kerstin Gier - Smaragdgrün (Rezension)

Kerstin Gier - Smaragdgrün - Arena Verlag
Kerstin Gier - Smaragdgrün - Arena Verlag
Das fulminante Ende der Edelstein-Trilogie um Gwendolyn, Gideon und den Chronografen ist endlich da. Fans von Hardcore-Romantik dürfen sich freuen.

Gwendolyn Shepherd ist am Boden zerstört. Die Liebe ihres Mit-Zeitreisenden Gideon hat sich als Lüge entpuppt. Sie weiß nach wie vor kaum etwas über den wahren Zweck des Chronografen und die Beweggründe des geheimnisvollen Grafen von St. Germain und dass ihre beste Freundin sich Gideons kleinem Bruder annähert, macht die Sache auch nicht besser.

Die Geheimnisse werden gelüftet

Doch Gwen gibt nicht auf. Verbissen kämpft sie weiter um geheime Treffen mit ihrem Großvater in der Vergangenheit und versucht herauszufinden, was passieren wird, wenn alle Mitglieder des Kreises der Zwölf ihr Blut in den Chronografen einlesen lassen. Schon relativ bald stellt sich heraus, dass das Ergebnis nicht allzu wünschenswert ist. Es gilt also nun, genau das zu verhindern, was alle zu erreichen versuchen - den Kreis zu schließen.

Nach einigen Missverständnissen, die geklärt werden mussten, vielen Tränen und weiteren Zeitreisen entwickelt sich eine Art roter Faden. Unsere Helden haben ein Ziel und einen klar definierten Feind. Xemerius ist weiterhin als kleiner, flinker Helfer zur Seite und sorgt nach wie vor für Komik und Freude bei der Leserschaft. Wer diesen kleinen Wasserspeierdämon nicht ins Herz schließt, der hat keines.

Überraschungen und die ewige Liebe

Während der dritte und letzte Teil der Edelstein-Trilogie leider nicht mit seinen Vorgängern mithalten kann was Spannungsbogen und Charaktere betrifft, so besticht er doch durch altgewohnte Dinge wie Nebencharaktere, die einem noch jedes Mal ein Schmunzeln entlocken - sei es Xemerius oder der schweigsame Mr. Bernard - und die Gefühlsduselei von Gwendolyn und Gideon, die selbst hartgesottenen Romantik-Gegnern doch zumindest heimlich gefallen wird.

Die Lösung des großen Geheimnisses (sie sei hier nicht verraten!) ist schlüssig und fügt sich wunderbar in das von Kerstin Gier erschaffene Konstrukt. Es ist schön, dass sich keiner der drei Bände widerspricht oder Dinge unklar bleiben. Alles löst sich am Ende auf.

Die große Überraschung zum Ende jedoch war etwas gar dick aufgelegt. Je nach Geschmack wird man dieses entweder lieben oder sich entschließen es weitgehend zu ignorieren. Der Epilog bietet noch ein besonderes Schmakerl für alle, die brav aufgepasst haben, und macht ein Wiederlesen der Bücher nicht nur wünschenswert, sondern extra spannend.

Gutes Altbekanntes und Vorfreude auf Neues

In gewohnt spritzigem Stil, wie schon aus Rubinrot und Saphirblau bekannt, wo sich spannende Momente mit nachdenklichen abwechseln und stets eine Prise Humor mitspielt, darf man also Gwendolyns Abenteuer verfolgen und sich schlussendlich - wie erwartet - mit ihr freuen. Auch Freunde schöner Büchern können endlich erleichtert aufatmen und glücklin in ihr Buchregal schielen, wo sich die drei Bände der Trilogie ganz wunderbar machen und rein optisch wirklich schön zusammen aussehen. Eine Bereicherung für das Regal eines jeden Mädchens und jeder Leserin, die im (Marzipan-)Herzen eines geblieben ist.

Kerstin Gier: Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten. Arena, 2010. Gebundene Ausgabe, 496 Seiten. Euro 18,95

Nadine Gemeinböck, Nadine Gemeinböck

Nadine Gemeinböck - Nadine Gemeinböck begann ihre Karriere im zarten Alter von 3 Jahren, mit dem sie das Lesen und Schreiben erlernte. Von dahin war es ...

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