Kiefer Sutherland, Jack Bauer und "24"

Hintergründe und Besonderheiten der erfolgreichen Actionserie

Kiefer Sutherland - Imagine Entertainment
Kiefer Sutherland - Imagine Entertainment
Jack Bauer und Kiefer Sutherland: Die in Echtzeit erzählte Fernsehserie "24" und ihr Hauptdarsteller sind nach sieben Jahren zu einer weltweit erfolgreichen Marke gereift

Als die aufwändige Actionproduktion "24" aus den Drehbüchern von Robert Cochran und Joel Surnow im Jahr 2001 Premiere feierte, konnte niemand ahnen, welchen Siegeszug die Abenteuer des Agenten Jack Bauer weltweit antreten würden. Am 25. November 2008 gab es mit "24: Redemption" erstmals einen Spielfilm zu sehen, der das Echtzeitformat verlässt und das Bindeglied zwischen der sechsten und siebten Staffel des Fernsehhits bildete.

Die Serie "24" wird im Echtzeitformat erzählt

Zu der von 20th Century Fox Television, Imagine Entertainment und Real Time Productions produzierten Serie "24" gibt es kein vergleichbares Format, das seine Handlung pro Staffel auf nur einen einzigen Tag begrenzt. Ganz gleich, welchen Fall Jack Bauer und seine Kollegen lösen: Die Handlung beginnt zu einem bestimmten Zeitpunkt und endet exakt 24 Stunden später. In dieser Zeit werden Atombomben in Los Angeles gezündet, Anschläge auf US-Präsidenten verübt, Hochhäuser mit Viren verseucht, das Familienleben von Jack Bauer zerstört oder Angriffe auf die Antiterroreinheit CTU gestartet – von außen oder auch von innen. Die handlungsbestimmenden Charaktere agieren nebeneinander. Der Zuschauer kann zeitgleich über Splitscreen verfolgen, was an den unterschiedlichen Handlungsorten geschieht.

Der Zuschauer erlebt bei "24" mehr überraschende Wendungen als in anderen Formaten

Mal wird einer der Sympathieträger des Teams um Jack Bauer erschossen (Eric Balfour als Milo Pressman), mal muss Jack Bauer einen Kollegen – der eigene Rachemotive dem großen Ganzen überordnet – erschießen (Roger R. Cross als Curtis Manning). Selbst wenn ein Erpresser das Leben des Chefs der CTU (Counter Terrorist Unit) fordert, wird dem stattgegeben und Jack Bauer hat die Aufgabe, seinen Boss zu liquidieren (Paul Schulze als Ryan Chapelle). Eine der bemerkenswertesten Überraschungen jedoch war, als sich in der fünften Staffel der Präsident der USA (Gregory Itzin als President Charles Logan) selbst als Drahtzieher hinter einer Verschwörung entpuppte und sich gegen Ende durch Freitod seiner öffentlichen Demaskierung entziehen wollte.

Die Serie "24" hat von Beginn an die Figur des amerikanischen Präsidenten zu einem der handlungsbestimmenden Bestandteile gemacht

Um die Präsidenten David Palmer (gespielt von Dennis Haysbert), John Keeler (Geoffrey Piersson), Charles Logan (Gregory Itzin), Wayne Palmer (D.B. Woodside) und Powers Boothe als Vice President Noah Daniels sowie ab 2009 und Staffel sieben um President Allison Taylor (Cherry Jones) dreht sich vieles in der Handlung. David Palmer wird vom Kandidaten zum geschaßten Staatsoberhaupt, steht aber dem erst unsicheren und ängstlichen Charles Logan bei, der nach dem Absturz von Airforce One die Präsidentschaft von John Keeler übernehmen muß.

Logan entwickelte sich von Staffel vier zu Staffel fünf selbst zum Verschwörer und stand in Zusammenhang zum Tod des Ex-Präsidenten David Palmer. Nicht wenige Fans der Serie sahen in der Rolle des David Palmer eine ideologische Parallele zu Barack Obama. Logan wanderte nach seiner Enttarnung ins Exil des Hausarrests, zeigte jedoch Reue und half seinem Nachfolger Wayne Palmer – dem jüngeren Bruder von David Palmer – bei der Lösung eines Konflikts mit Rußland, bevor es auch ihn erwischte. Der Hardliner Noah Daniels erbte das Amt des mächtigsten Mannes der Welt von Wayne Palmer in dem Moment, in dem Wayne wegen der Folgen eines Sprengstoffanschlages sein Amt abgeben mußte. Noah Daniels bleibt Präsident, muß aber in Staffel sieben sein Amt an die erste Frau in dieser Rolle, Allison Taylor, abgeben.

Eine vergleichbare Integration der Rolle eines Staatsoberhauptes in eine Krimiserie hat es in der Fernsehgeschichte bisher nicht gegeben. Auch dies also ein spezifisches Merkmal von "24".

Staffel sieben verlegt die Handlung von Los Angeles nach Washington und wirft ihre Schatten voraus: "24 – Redemption"

"24 - Redemption", so der Titel eines Spielfilmspecials zur Serie, dessen Handlung vier Jahre nach Staffel sechs angelegt ist: Jack Bauer hat sich nach Südafrika zurückgezogen. Nach den zahlreichen Verlusten in seinem Privatleben und den zwei Jahren Folter in chinesischer Gefangenschaft sucht der ehemalige CTU-Agent Seelenheil durch missionarische Arbeit in Afrika. Doch auch das schützt Bauer nicht davor, in eine internationale Krise zu geraten. Es beginnt damit, dass ein rücksichtsloser Diktator Kinder für seine Armee rekrutiert. Jack Bauer und dessen Mentor Carl Benton (Robert Carlyle) wehren sich dagegen.

Zur gleichen Zeit bereitet sich Washington auf die Einführung von Präsidentin Allison Taylor vor. Gil Bellows aus "Ally McBeal" spielt den US State Department Officer Frank Tramell und Jon Voight in seiner ersten Serienrolle den mächtigen Jonas Hodges. Sie beide sind die Drahtzieher hinter einer der größten politischen Veränderungen in der Geschichte der USA und schaffen damit die Grundlage für die Handlung von Staffel sieben.

Beliebte Charaktere bleiben bei "24" vorerst im Team

Wird der Schauspieler Kiefer Sutherland jemals wieder in einer anderen Rolle erfolgreich sein? Letztlich ist gerade sein Wirken vor und hinter der Kamera dafür verantwortlich, dass "24" sich zu einem Welterfolg entwickelt hat. Auch die Publikumslieblinge Mary Lynn Rajskub als Chloe O’Brian, Carlos Bernard als Tony Almeida und James Morrison als Bill Buchanan sind 2009 wieder dabei. Die aktuelle DVD-Sammelbox bietet demjenigen, der all dies verpaßt hat, die Staffeln eins bis sechs werbepausenfrei zum Kauf an.

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