
- Nächtlicher Kleiner Kiel - pixelio /Timo Frenzel
Das Kieler Theater ist mit vier Sparten und noch mehr Spielstätten das größte in Schleswig-Holstein. Der jetzt vorgestellte Spielplan für 2009/10 ist reizvoll und bietet in allen Gattungen neben Bewährtem viel Neues.
Die Oper eröffnet am 26. September mit Verdis „Aida“. Die Barockoper ist in einer Inszenierung der Choreografin – und Schwester des hiesigen Ballettdirektors Mario Schröder – Silvana Schröder mit Händels „Julius Cäsar“ aus dem Jahre 1723 vertreten, die Operette mit Lehárs „Lustiger Witwe“. Das neue Jahr sieht Wagners „Meistersinger von Nürnberg“, Wittenbrinks Liederabend „Sekretärinnen“ und Alban Bergs „Wozzek“.
Gemeinschaftsproduktion mit der Münchener Bienale
Zusammen mit der Münchener Biennale kommt zehn Tage nach der Uraufführung in München-Gasteig Marton Illès (34) „Die weiße Fürstin" nach Kiel. Der gebürtige Ungar vertont Rilkes Dramatisches Gedicht aus dem Jahre 1898. Als weitere Neuinszenierungen stehen Mozarts „Cosi fan tute“ und Gounods „Faust“ auf dem Spielplan. Wieder aufgenommen werden „Hänsel und Gretel“ und „Pique Dame“ von Tschaikowski.
Isarelischer Choreograf gastiert in Kiel
Die Ballettsparte gibt dem israelischen Choreografen Itzik Galili Gelegenheit, ein neu kreiertes Orchesterballett am Kleinen Kiel vorzustellen. Mario Schröder wird „Das Nibelungenlied“ gemeinsam mit der Autorin Beate Andres vertanzen lassen. Im Theater im Werftpark soll zusammen mit dem dortigen Ensemble „A Clockwork Orange“ umgesetzt wurden. Die viel beachtete tänzerische Umsetzung der „West Side Story“ wird wieder aufgenommen. Als Gast wird das Queensland Ballet mit Choreografien von Francois Klaus und Natalie Wir „Timeless Dances“ erwartet.
Aufregendes an der Holtenauer Straße
Das Schauspiel in der Holtenauer Straße brilliert mit der Uraufführung eines „Neuen Stückes“ der Erfolgsautorin Sabine Harbeke, die auch Regie führen wird. Viel Beachtung wird auch die Theateradaption des Filmes „Brassed off- Mit Pauken und Trompeten“ finden. Klassiker sind „ „Der Kirschgarten" von Tschechow, Schillers „Kabale und Liebe“, Shakespeares „Viel Lärm um nichts“, Arthur Millers „Ein Blick von der Brücke“ Ibsens „Die Frau vom Meer“.
Als Weihnachtsmärchen wird im Opernhaus eine Dramatisierung von Dickens’ Weihnachtsgeschichte“ gegeben. Schließlich soll im Mai 2010 an einem Außenspielort eine Bühnenfassung von Franziska Steiof „Moby Dick" nach Hermann Melville uraufgeführt wurden. Für das „Studio“ sind drei Stücke – darunter eine deutschsprachige Erstaufführung – vorgesehen. Unter den Wiederaufnahmen ist das Musical „Linie 1“.
20 Jahre Theater im Werftpark
Unter den Produktionen des Theater im Werftpark ragt die Uraufführung der tragikomischen historischen Fantasie von Jens Rasche „Einstein setzt Segel“ in einem Gebäude des Seefischmarktes ab 18. Juli 2009 heraus. Im April 2010 soll zum 20. Geburtstag des Hauses eine Reise „Heimat – Eine Odyssee“ von und mit Carola Bar1bar Unser uraufgeführt werden.
Der GMD wagt Neues
Zu den neun Philharmonischen Konzerten werden wieder herausragende Gäste und Gastdirigenten gebeten. Schon zum Auftakt gibt es die Uraufführung eines Klavierkonzertes des Inders Shih (59). Auch sonst hat Generalmusikdirektor Georg Fritzsch bei der Programmauswahl erstaunlich viel Mut gezeigt .Die Crossover-Reihe „Con Spirito“ wird im dritten Jahr fortgesetzt Auch bei den vier Kinderkonzerten wird Neues gewagt. Gemeinsam mit dem Jugendchor wird im März 2010 das Musical „König Keks von Peter Schindler erarbeitet werden.
