Kim Wilde "Snapshots" - Album voller Popsong-Cover-Versionen

Kim Wilde. Snapshots, CD-Cover - Sony Music
Kim Wilde. Snapshots, CD-Cover - Sony Music
Die Britin covert ihre Lieblings-Hits aus dreißig Jahren Popmusik, nachdem diese live bereits auf ihren Konzerten gut ankamen.

Seit ihrem Comeback mit Nena („Anyplace, Anywhere, Anytime“) konzentriert sich Kim Wilde mehr denn je auf die Live-Auftritte mit ihrer Band und integriert oft Cover-Versionen in ihr Live-Programm. Nachdem diese immer sehr gut ankamen, entschloss sie sich, ein ganzes Album mit Cover-Versionen aufzunehmen. Mit „Snapshots“ feiert Kim Wilde die Popmusik und ihr 30jähriges Bühnenjubiläum.

„Wonderful life“ - Schönste Momente ihres Lebens

Kim Wilde wuchs in einem Elternhaus voller Motown-Vinyl auf. 1970, als sie zehn Jahre alt war, veröffentlichte Diana Ross ihren Song „Remember me“, den Kim nun auf „Snapshots“ covert. Mit Diana Ross' erster Band Surpremes und ihrer Cover-Version von „You keep me hanging on“ erreichte Kim Wilde 1987 Platz # 1 der US-Charts. Als sie diese erfreuliche Nachricht zu verarbeiten versuchte, tauchte Blacks „Wonderful Life“ in den weltweiten Charts auf und Kim dachte „Ja, Kim, in diesem Moment ist dein Leben ein wundervolles, ein wundervolles Leben.“ Kirsty MacColl veröffentlichte 1979, zwei Jahre, bevor Kim Wildes eigene Karriere begann, „They don't know“. Kirsty war für Kim immer ein Vorbild gewesen – als Songwriterin, in der leidenschaftlichen Verfolgung ihres Traums als Musikerin, inspirierend zum Aufbau eines Home-Tonstudios.

Lieblings-Boy-Band von Kim Wilde waren East17

Kim Wilde liebste Boyband während der 90er waren East 17. Ihre Cover-Version deren Hits „It's alright“ koppelte sie als erste Single aus. Doch auch von Britpop war Kim schwer angetan, so covert sie Suede mit „Beautiful ones“. Als sich die Punkszene in New Wave verwandelte, kamen daraus The Cure hervor und verzauberten auch Kim Wilde; Grund genug „In between days“ zu covern. Ähnlich Synth-aufgebaut wie ihr eigener Hit „Cambodia“ ist ihr Cover des Mike-Oldfield-Klassikers „To France“. Gesanglich steht sie damit Maggie Reilly mit nichts im Wege. Bereits als vierjährige hörte Kim Wilde ständig Musik: Radio, Plattenspieler oder das Gezupfe ihres Vaters auf der Gitarre. Im Jahre 1964 lernte sie den Piratensender „Pirate Radio“ von Radio Luxemburg kennen und entdeckte dort den Song „Anyone who had a heart“ von Cilla Black und sie erinnert sich an das pure Gefühl, das diese Interpretation ganz direkt in ihr vierjähriges Herz sprach. Zu ihrem 50jährigen Geburtstag machte Kim Wilde sich selbst ein Geschenk und nahm diesen Song selbst auf.

Alphavilles „Forever young“ bisher nur auf Live-Konzerten als Cover

Nur beim Anblick von The-Cars-Sänger Ben Orrs süßem Gesicht wurde Kim Wilde 1978 beinahe ohnmächtig. „Just what I needed“ ist eine Hommage an ihre Lieblingsband aus Zeiten, wo sie sich bereits selbst auf Popmusik konzentrierte. Im selben Jahr hatten Buzzcocks mit „Ever fallen in love“ einen großen Hit – unüberhörbar eine Inspiration für Kim Wildes Debüt-Single „Kids in America“. Insgesamt ist „Snapshots“, das viele Schnappschüsse aus Kim Wildes buntem Leben enthält, ein abwechslungsreiches Cover-Album aus dreißig Jahren Popmusik-Geschichte. Desweiteren befinden sich darauf Kim-Wilde-Coverversionen David Bowies, von den Sugababes und Tasmin Archer. Auf Kims Konzerten kam die Erasure-Coverversion „A little Respect“ immer enorm gut an, ebenso wie ihr gefühlvolles Cover von Alphavilles „Forever young“ das auf diesem Album nicht enthalten ist – deshalb würde es nicht verwundern, wenn sie noch ein weiteres Cover-Album nachschmeißt.

Kim Wilde live, Tournee 2012

  • 06. März, Zürich, Volkshaus
  • 07. März, Mainz, Phönixhalle
  • 08. März, Trier, Europahalle
  • 09. März, Köln, E-Werk
  • 10. März, Bremerhaven, Stadthalle
  • 12. März, Nürnberg, Löwensaal
  • 13. März, Stuttgart, Theaterhaus
  • 14. März, Hannover, Capitol
  • 15. März, Berlin, Columbiahalle
  • 05. Juli, München, Tollwood Festival

Weitere Termine folgen.

„Snapshots“ von Kim Wilde erscheint am 26. August 2011 bei Sony Music

Döringer, Martin, (c) Marlonski

Martin Döringer - Martin schreibt nicht nur Online-Reviews, sondern moderierte/interviewte live bei Radio-ALEX und stellte TV-Clips her, diente dabei ...

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