
- Lerose mit Helferin vom Jugendrat - Kadereit
Sie hat in Remscheid-Lüttringhausen ihren Sitz, weil dort der Initiator wohnt, doch ihre Aktivitäten beziehen sich auf die ganze Stadt - die Rede ist von der Lerose-Stiftung. Salvatore Lerose, Vater zweier Söhne, kennt die Probleme vieler Familien. Sie leben zumeist an der Armutsgrenze, befinden sich in familiär schwierigen Situationen oder haben mit langwierigen Krankheiten zu kämpfen. Kurz gesagt befinden sie sich eher im Schattenbereich des Lebens. Hier setzt Lerose, der Inhaber der „Café Espresso-Bar Lavazza“ im Remscheider Allee-Center an.
Unbürokratisch helfen
Vor vier Jahren kam der rührige Italiener auf die Idee, „ohne lange Umwege und ganz ohne Bürokratie“ Jungen und Mädchen in der Stadt zu helfen, die es - wie er es ausdrückt - „wirklich nötig haben“. Die Gründung der Stiftung ging dank einer Reihe von entschlossenen Helfern rasch über die Bühne. So hat diese Organisation bereits sowohl die Lüttringhauser „Schlawiner“ als auch die Lenneper „Welle“, die Remscheider „Kraftstation“ und viele andere unterstützt.
Vielerlei Aktionen unterstützt
Wichtig ist es Lerose jedoch, etwas gegen das Mobbing unter den Kids zu tun. So half er mit bei der Umsetzung der Aktion „Schau nicht weg“, die sich in Form von Aufklebern an Geschäften, Büros und Kanzleien gegen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen richtet. Auch an den vier Eingängen des Rathauses in Remscheid findet man sie. Darüber hinaus gab es eine aufklärende Plakataktion, die durch Unterstützung der Remscheider Verkehrsbetriebe auch in die Busse getragen wurde. Ferner sorgten ein spezieller und von Jugendlichen unter professioneller Regie erstellter Film für Aufsehen. Besonderes Highlight der Aufklärungskampagne war dann ein Comic-Heft, das per „Kopfkino“ den Heranwachsenden das Thema vor Augen führen soll.
Sammeln für die Stiftung
Lerose und seine Mitarbeiter in seiner Bar tragen auffallende T-Shirts, die das Ziel signalisieren. Das spezielle Thema „Stop Mobbing - Aufklärung an Schulen“ hat bei ihm jedoch derzeit einen besonderen Stellenwert bekommen. Deshalb initiierte er kürzlich mitten im Remscheider Allee-Center eine Aktion, die ganz einfach Passanten für seine Idee mobilisieren sollte. Neben Aufklärungsplakaten und Tischen mit Flyern fiel in der Mitte der Aktionsfläche eine mannshohe Figur in Form einer riesigen ausgestreckten Hand auf, die sich als überdimensionale Sammeldose entpuppte. Im transparenten Unterteil sah man jede Menge „Klimpergeld“ vom 10-Cent- bis zum 2-Euro-Stück, aber auch „Knisterndes“, also Scheine aller Farben von fünf bis sogar 50 Euro, die im Laufe des Jahres ungezählte Passanten dort hinein gesteckt hatten. Bei der besagten Samstagsaktion jedoch ging es darum, die Besucher des Einkaufszentrums aufzuklären und den einen oder anderen zu einer kleinen Spende zu animieren.
Hilfe von befreundeten Organisationen
Die maßgebliche Arbeit wurde dabei vom Remscheider Jugendrat geleistet. Eine Gruppe von gewählten Jugendlichen, die hier in ihrer Freizeit zusammen mit dem Geschäftsführer Gerd Dietrich-Wingender in ratseigenen rosa T-Shirts agierten, sprachen Leute an und informierten. Sören Klasunger, Hasan Yalci und Hani Seydo gehörten zur ersten „Schicht“, ehe am Mittag die Ablösung kam. Sie sind von der Wichtigkeit dieses Themas überzeugt und vermittelten es ihren Gesprächspartnern sehr überzeugend. Ebenfalls engagiert waren Vertreter von Marketingrat Lüttringhausen und Jugendhilfe „Die Schlawiner“, welche sich mit Salvatore Lerose zusammen dieser Problematik annehmen. Aus dem Ergebnis der Spendensammelaktion möchte die Lüttringhauser Stiftung dazu Aufklärungsaktionen an den Schulen in der Stadt finanzieren.
Die „Nummer gegen Kummer“ 0800/1110333 kann von betroffenen Kindern und deren Eltern jederzeit in Anspruch genommen werden.
