
- Die Schlümpfe - Sony
1958 verfasste der Belgier Peyo das erste Comic-Abenteuer der kleinen blauen Wichte mit den weißen Mützen. Nach den Heften folgten Spielzeugfiguren, bis 1976 der erste Kinozeichentrickfilm „Die Schlümpfe und die Zauberflöte“ erschien. Zwei Jahre später erlangte Vader Abraham mit dem „Lied der Schlümpfe“ besonders in Deutschland Berühmtheit. In den 80ern wurden „Die Schlümpfe“ dann von der amerikanischen Cartoon-Produktions-Firma Hanna-Barbara, von der schon „Familie Feuerstein“ und „Tom und Jerry“ stammte, verfilmt. Diese Fernsehvariante diente als Vorlage für Raja Gosnells „Die Schlümpfe“. Die Besonderheit bei diesem Film ist die Mischung aus Realfilm und 3D-Animation. Die witzigen blauen Wichte stürmen am 04.08.2011 die deutschen Kinos.
Die Geschichte von „Die Schlümpfe“
Im Schlumpfendorf herrscht große Aufregung und Betriebsamkeit. Fast alle Einwohner proben den Chor für das anstehende Fest des Blauen Mondes. Nur der Tollpatsch Clumsy wird von den Proben ausgeschlossen. Da der arme kleine Kerl aber das Unglück magisch anzuziehen scheint, führt er unfreiwillig den Erzfeind der Schlümpfe, Zauberer Gargamel, auf die Spur der Schlümpfe. Durch ein Wurmloch landen plötzlich sechs der blauen Wichte mitten im Central Park in New York. Doch auch dort werden sie von Gargamel verfolgt. Unterschlupf finden Papa Schlumpf, Schlumpfine, Schlaubi, Muffi, Clumsy und McTapfer bei Patrick Winshow und seiner Frau Grace. Ihnen bleibt nur wenig Zeit, um den richtigen Zauberspruch für ihre Rückkehr zu finden.
„Die Schlümpfe“ in 3D
Die Stärke des Films liegt in der technischen Aufmachung. Das 3D-Verfahren wirkt unaufdringlich und wird wirkungsvoll eingesetzt. Die Interaktion der realen Schauspieler und der animierten Schlümpfe hat eine bemerkenswerte Perfektion erreicht. Für Fans der Schlümpfe ist es gewöhnungsbedürftig, ihre kleinen Helden mit einer individuellen Mimik zu erleben. Der Einzige, der annähernd an das bekannte Zeichentrickdesign herankommt, ist Gargamel. Diese Figur wurde nicht animiert. Schauspieler Hank Azaria (Stimme bei „Die Simpsons“) musste dafür für mehrere Stunden in die Maske, um dann zu einem uncharismatischen, unangenehmen und unverständlichen Bösewicht zu werden.
Die zauberhafte Welt der Schlümpfe
Der eigentliche Höhepunkt des Films findet schon zu Beginn statt. Das liebevoll animierte Schlumpfhausen mitten im Zauberwald mit seinen pilzförmigen Häusern, den kleinen Wegen und Brücken ist zwar ein richtiger Hingucker, leider aber nur sehr kurz zu sehen. Viele der blauen Figuren bekommen hier ihren eigenen kleinen Auftritt. So wird der Zuschauer Zeuge, wie der Pizza-Schlumpf die erste Tiefkühlpizza erfindet. „Die Schlümpfe“ enthält unzählige Gags wie diesen.
Sobald der Wechsel nach New York stattfindet, geht dieser Charme der Schlümpfe verloren. Der Kontrast zwischen der märchenhaften Welt der Schlümpfe und der Megacity des Jahres 2011 wirkt viel zu aufgesetzt. Die Bezüge auf alles was gerade „in“ ist, wirken ebenfalls gezwungen. Dazu gehört die „Avatar“-Anspielung und auch das voller Inbrunst vorgetragene „Google“ der blauen Wichte, die von Patrick in die wunderbare Welt des Internets eingeführt werden. „Die Schlümpfe“ machen das Kino ab dem 04. August 2011 unsicher.
Quellen:
"Die Schlümpfe" bei filmstarts.de
