
- Filmplakat - Polyband
Brian Steidle, ein ehemaliger US-Marinehauptmann, ist von 2004 bis 2005 unbewaffneter militärischer Zeitzeuge und fotografiert das unmenschliche Geschehen im sudanesischen Darfur.
Videoaufzeichnungen und über Tausend exklusive Fotos der beginnenden Krise in Darfur dokumentieren schonungslos die Reise in den Abgrund der menschenverachtenden Hölle Afrikas.
Der 27jährige Amerikaner, der nach seinem Lebensplan bereits mit 30 Jahren in Rente gehen und ein abbezahltes Haus besitzen wollte, wurde durch geheimdienstliche Zu-Arbeit seitens der Afrikanischen Union mit einem Passierschein ausgestattet, um in jene Regionen des Landes zu gelangen, die bisher kein Journalist betreten durfte. Auf das, was er dort erleben musste, war Steidle keineswegs vorbereitet: untätig mit ansehen, wie Frauen, Kinder und Männer auf grausamste Weise abgeschlachtet und ganze Dörfer niedergebrannt wurden.
New York Times veröffentlicht die Fotos
Steidle konnte mehr als Tausend seiner Fotos in die Vereinigten Staaten schmuggeln.
Im März 2005 veröffentlichte die New York Times erstmals Steidles Arbeit mit längeren Textpassagen, was enormes Interesse in der Öffentlichkeit auslöste.
US-Außenministerium bittet Steidle, seine Bilder nicht weiter in der Öffentlichkeit zu zeigen
Auch die Afrikanische Union warnt Steidle, dass er sich einem Lebensrisiko aussetze. Man beschuldigt ihn sogar, dass er sich nur bereichern wolle und setzte ihn auf die schwarze Liste der sudanesischen Regierung. Das wiederum bewog ihn, seine Dokumente noch intensiver unter Politiker und interessierte Menschen zu bringen, um über den Völkermord im Sudan zu informieren.
Traumatisiert reiste Steidle nun in die Flüchtlingslager im Tschad, um herauszufinden, welche Kraftanstrengungen notwendig sind, um ein ganzes Land nach einem Genozid wieder aufzubauen. Er wollte Neuigkeiten von Menschen vor Ort hören und interviewte Überlebende mit der Kamera, um auch seine Erlebnisse besser verarbeiten zu können.
Politiker ignorieren Völkermord in Afrika und geben sich als machtlos
Nach seinem Aufenthalt in Afrika wandte er sich wieder seiner Vortragstätigkeit in den USA und auf der ganzen Welt zu. Begleitet wurde diese Tätigkeit im April 2006 von einer großen Demonstration in Washington, DC. Politiker sollten dazu gedrängt werden, Maßnahmen für Darfur zu ergreifen, worauf wenige Tage darauf ein Friedensvertrag zwischen der sudanesischen Regierung und der größten Rebellenmiliz in Darfur unterzeichnet wird.
Die wachsende Aggression vor Ort konnte auch diese Vereinbarung nicht lange halten.
Die Krise weitete sich sogar bis in den Tschad aus.
Das Jahr 2007 ist laut politischer Experten das mörderischste Jahr in Darfur. Sogar Hilfsorganisationen beginnen, sich aus der Region zurückzuziehen.
Ziel der Reportage
Ziel der aufwühlenden Reportage „Die Todesreiter von Darfur“ ist es, die internationale Politik dazu zu drängen, adäquat auf die sudanesische Krise zu antworten.
Bundesweiter Filmstart: 28.08.2008
Regie: Annie Sundberg & Ricky Stern
Darsteller: Brian Steidle
