
- Geständnisse - Rapid Eye Movies
Mit dem Psycho-Drama „Geständnisse“ bringt Regisseur Tetsuya Nakashima, der sonst für seine farbenfrohen und visuell-verspielten Filme bekannt ist, desillusionierende Bilder einer unmoralischen und ziellosen japanischen Jugend auf die Leinwand. Der Film läuft ab dem 28.07.2011 in den deutschen Kinos.
Die Geschichte von „Geständnisse“
Yuko Moriguchi ist Klassenlehrerin der 7. Klasse einer Tokioter Mittelschule, die nervtötend laut ist. Mit einer Engelsgeduld und distanzierter Höflichkeit schaut Yuko über die Machenschaften ihrer Schüler hinweg, da sowieso niemand auf ihre Worte hört und einige Schüler während des Unterrichts sogar den Raum verlassen. Doch eines Tages berichtet Yuko mit ruhiger und gelassener Stimme, dass zwei Schüler der Klasse ihre kleine Tochter Manami ermordet haben. Vor der gesamten Klasse erzählte sie über die Gräueltaten von Shuya Watanabe und Naoki Shimomura, die sie aber nur als Schüler A und B bezeichnet. Was die Schüler nicht wissen ist: Yuko hat Rache geschworen.
Große Dramatik und düstere Stimmung bei „Geständnisse“
Auch bei dem Film „Geständnisse“ bleibt Regisseur Tetsuya Nakashima seinem Prinzip treu. Er inszeniert größte Dramatik in hochauflösenden Bildern. Obwohl Nakashima mit verschiedenen visuellen Formen spielt und sogar eine Musicalszene vorkommt, ist „Geständnisse“ düsterer geraten, als die vorherigen Werke des Regisseurs. Dem halbstündigen Eröffnungsmonolog der Lehrerin Yuko folgen weitere Geständnisse und Betrachtungen, die die Hintergründe der Gewalt beschreiben. So ergibt sich ein Storygeflecht, das aus unterschiedlichen Perspektiven zusammengesetzt ist. In „Geständnisse“ sind Schwarz-Weiß-Töne vorherrschend, die dem Film eine gewisse Tiefe verleihen.
Ein rasanter Stil- und Stimmungswechsel bei „Geständnisse“
Die Geständnisse der Figuren im Film sind visuell und inhaltlich hochgradig stilisiert. Zeitlupensequenzen werden immer wieder durch schnell geschnittene Szenen oder Handydisplayanzeigen unterbrochen. Trotzdem bleibt der Stil- und Stimmungswechsel äußerst rasant und bietet eine breite Palette an visueller Extravaganz und kommt dem japanischen Horrorgenre sehr nahe. Auch der starke Soundtrack ist äußerst beeindruckend. Mit den Bildkompositionen bei „Geständnisse“ zeigt Tetsuya Nakashima eine Welt voller Widersprüche und eine Jugend, die an diesen Widersprüchen scheitert.
Hervorragende Schauspieler bei „Geständnisse“
Die japanischen Schauspieler hauchen dem überdreht inszenierten Film erst Leben ein. Vor allem Takako Matsu, die die Lehrerin Yuko Moriguchi verkörpert. Hinter ihrer höflichen Fassade schmiedet sie düstere Rachephantasien. Mit ihrem unbändigen Vergeltungswillen erinnert die Lehrerin Yuko an die Figur der „Lady Vengeance“. Auch die Jungdarsteller Yukito Nishii und Kaoru Fujiwara verleihen den Schülern A und B eine beeindruckende Tiefe. Yoshino Kimura, die als Mutter von Schüler B auftritt, offenbart gleichzeitig zu ihrem Streben nach Perfektion eine ebenso beängstigende Seite. Der Film „Geständnisse“ läuft am 28.07.2011 in den deutschen Kinos an.
Quellen:
"Geständnisse" bei filmstarts.de
