
- Priest - Sony
Vampirfilme sind momentan sehr beliebt in den Kinos. Da ist der Science-Fiction-Horror-Film „Priest“ keine Ausnahme. Obwohl sich Scott Charles Stewart hauptsächlich auf die Fabelwesen konzentriert, kommt bei „Priest“ der Horroraspekt nicht so richtig zur Geltung. „Priest“ läuft am 12.05.2011 in den deutschen Kinos an.
Die Geschichte von „Priest“
Nach einem endlosen Krieg haben es Menschen und Vampire geschafft, endlich miteinander in zwei voneinander getrennten Welten zu existieren. Die Menschen haben einen hochmodernen diktatorischen Kirchenstaat erschaffen, der von dem herrischen Geistlichen Orelas geführt wird. Die Vampire hingegen müssen ihr Dasein in einem heruntergekommenen Reservat mitten in einer Wüste fristen. Verantwortlich dafür, dass die Vampire in dieser Ödnis dahinvegetieren, ist eine speziell ausgebildete Priesterkaste. Nachdem der Krieg entschieden wurde, hat sich diese Priesterkaste in den Untergrund zurück gezogen. Als einer der Gotteskrieger von einem Sheriff einer Kleinstadt darüber informiert wird, dass seine Nichte Lucy von aggressiven Vampiren verschleppt wurde, will er gegen den Willen von Orelas die Kirchengemeinde verlassen. Kurze Zeit nachdem der Priester aus der Gemeinde geflohen ist, wird er von seinen einstigen Mitstreitern verfolgt. Angeführt wird die Gruppe von einer befreundeten Kriegerin, die den Auftrag erhalten hat, den Abtrünnigen lebendig oder tot zurückzubringen.
Trotz mehrfacher Verschiebung ist „Priest“ gut gelungen
In der Vergangenheit wurde der Kinostart von „Priest“ schon öfters verschoben, was auch an der 3D-Nachkonvertierung gelegen hat. In der Filmbranche bedeutet dies oft, dass der Film deutliche Qualitätsmängel aufweist. Doch diese Befürchtungen sind bei „Priest“ unbegründet. Die Bildsprache und das Produktionsdesign sind Scott Charles Stewart sehr gut gelungen. Mit dem stilisierten Zeichentrickstil, der im Prolog zu sehen ist, bleibt Stewart nah an der Manhwa-Vorlage des Südkoreaners Min-Woo Hyung. Anstatt etwas zu erfinden, greift Stewart auf etwas zurück, das schon existiert. In „Priest“ möchte Scott Charles Stewart den Vampiren ihre Gefährlichkeit zurückgeben. Dies gelingt ihm nur mit sogenannten CGI-Vampiren. Die Vampire sind vollkommen computeranimiert. Dadurch sind sie schleimiger und augenlos, wirken unheimlicher. Durch ihre Brutalität und das heimtückische Verhalten erinnern sie stark an die Kreaturen aus dem Höhlenschocker „The Descent“.
Scott Charles Stewart hat sich auch etwas Besonderes für die Übertragung des Vampirvirus einfallen lassen. Wird ein Mensch gebissen, verwandelt er sich nicht in einen blutsaugenden Vampir. Er wird zu einem kahlköpfigen und schwächlichen Wesen, das einem Menschen noch sehr ähnlich ist. Diese Wesen müssen für die Vampire niedere Sklavendienste verrichten.
Überzeugende Schauspieler in „Priest“
Bis in die Nebenrollen ist „Priest“ solide besetzt, wobei die Figuren oft etwas eindimensional erscheinen. Paul Bettany („Legion“) wirkt als wortkarger Kriegspriester etwas stoisch und gefühlskalt. Auch Cam Gigandet („Twilight“) verleiht seiner Figur des Sheriffs nicht viel Leben. Ebenfalls wenig Eindruck hinterlässt der Auftritt von Karl Urban („Der Herr der Ringe“), der den Bösewicht Black Hat spielt. Nur Christopher Plummer („Das Kabinett des Dr. Parnassus“) und Brad Dourif („Einer flog über´s Kuckucksnest“) spielen ihre Rollen mehr als überzeugend. Die Schauspieler zeigen ihr Können, wenn „Priest“ am 12. Mai 2011 in die deutschen Kinos kommt.
