Kinostart "The Bang Bang Club" am 23. Juni 2011 in Deutschland

Kinoplakat THE BANG BANG CLUB - Senator Entertainment AG
Kinoplakat THE BANG BANG CLUB - Senator Entertainment AG
Ein Action-Film, der auf wahren Begebenheiten basiert: Vier Kriegsfotografen auf der Suche nach dem besten Schuss im Südafrika gegen Ende der Apartheid.

Sie prägen die Sichtweise auf Kriege, sie holen mit ihren Fotos Elend vom anderen Ende der Welt in die Wohnzimmer: Kriegsfotografen. Doch zu welchem persönlichen Preis?

Wie weit darf ein Fotograf gehen auf der Jagd nach dem besten Schuss?

„The Bang Bang Club“ – so nannte man die vier Fotografen Greg Marinovich, Kevin Carter, Ken Oosterbroek und João Silva, die den Horror der Apartheid in Südafrika mit ihren Kameras einfingen und deren Fotos um die Welt gingen. Doch Ruhm und Pulitzer-Preise änderten nichts an der einen Frage, die sich wohl jeder Berufskollege von ihnen stellt: Wie weit darf man für das eine, das besondere Foto gehen?

Der mit vielen internationalen Auszeichnungen dotierte Drehbuchautor und Regisseur Steven Silver war wegen seines eigenen Engagements gegen die Apartheid bereits sensibilisiert und so entstand dieser von Effekthaschrei weit entfernte Action-Film, der auf wahren Ereignissen beruht. So das gegenseitige Kennenlernen der Fotografen, die sich nach getaner Arbeit über Verletzte und Leichen hinweg einander vorstellen.

Meisterleistung der hochkarätigen Besetzung um Ryan Philippe

Mit einem brillanten Ryan Philippe als Greg Marinovich und nicht minder beeindruckenden Schauspielern wie Taylor Kitsch (Kevin Carter), Frank Rautenbach (Ken Oosterbroek ), Neels van Jaarsveld (João Silva) und natürlich vielen anderen mehr gelang eine Art Kriegsberichterstattung über die Kriegsberichterstattung. Neben der Authentizität des Geschehens beeindruckt zudem der Realitätssinn: Die Zuschauer erleben neben Gewissenskonflikten auch den puren Adrenalinschub und reine Abenteuerlust mit, den die jungen Männer bei ihrem Job empfinden.

Dokumentarischer Charakter resultiert aus persönlichen Erfahrungen des Regisseurs

Silver selbst war Teil des Befreiungskampfes gegen die Apartheid – so sensibilisiert erfuhr er durch einen Zeitungsartikel über das Leben und den Tod von Kevin Carter und nach einem Gespräch mit Greg Marinovich und João Silva entschloss er sich zu der Realisierung des Films The Bang Bang Club.

„Sie erzählten mir, dass es nicht nur eine Story über Kevin war, sondern über vier junge Männer, die sich anfangs nur aus Sicherheitsgründen zusammen getan hatten und nach einer gewissen Zeit, als diese außergewöhnlichen Fotografen zu Ansehen gekommen waren, den Spitznamen ‚The Bang Bang Club‘ verpasst bekamen. Es hörte sich nach einem großartigen Film an und der Umstand, dass die Geschichte absolut authentisch war, machte das Projekt nur noch spannender“, so Silver

Action und Spannung basieren auf dem Buch von Greg Marinovich und João Silva

Der Film basiert auf dem Buch von „The Bang Bang Club: Snapshots from a Hidden War“ von Pulitzer-Preisträger Greg Marinovich und João Silva und macht den psychischen Kraftakt, die emotional widersprüchlichen Empfindungen deutlich und zeigt Extremsituationen der Entscheidung zwischen reinem Dokumentieren contra mitmenschliche Hilfe.

Neben Action und Spannung bringen zudem vermeintliche Banalitäten die Zuschauer zum Grübeln: Nachdem ein anderer Kollege im Auto von Marinovich erschossen wurde, reinigt dieser den Wagen und gerät dabei vom Grübeln in einen tiefen Gewissenskonflikt – diese Übersprungshandlung, dargestellt von Ryan Philippe, berührt zutiefst.

Ein sehr empfehlenswertes Kino-Erlebnis für alle, die keine seichte Berieselung wünschen!

Katrin Asmuss, Foto: Brian Snead

Katrin Asmuss - Ich arbeite als Journalistin, Autorin und PR-Beraterin. Wie man auf dem Profilfoto erkennt, liegt einer meiner Schwerpunkte beim Kabarett. ...

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