
- Konzertkarte - Angela Schulz
Mit einem lauten Knall begann die Show um 21 Uhr 5 in der König-Pilsener Arena. Der Vorhang fiel und Paul Stanley, Gene Simmons sowie Tommy Thayer schwebten stilecht auf die Bühne. Der Schlagzeuger Eric Singer wartete bereits mit seinen Drums auf einem Podest. Es ging los mit „Modern Day Delilah“ von dem aktuellen Album „Sonic Boom“.
Feuerwerk auf Kiss – Konzert
Die Show war im wahrsten Sinne explosiv. In regelmäßigen Abständen gab es lautstarke und teilweise sehr bunte Explosionen. Selbst aus den Gitarren wurden Knallkörper abgeschossen. Eric Singer schoss über dies noch eine Halterung für die Beleuchtung ab. Ingesamt war eine sehr aufwendige und interessante Pyrotechnik installiert. Es wurde viel mit Feuer gearbeitet und so wurde es in der Halle auch schnell überdurchschnittlich heiß – wesentlich heißer als für ein Rockkonzert üblich. Aber alles in allem war die Feuershow alleine schon einen Besuch wert.
Die Lieder bei der „Sonic Boom Over Europe“ Tour
Musikalisch war das Konzert eine Mischung aus sehr alten Lieder, sowie Stücken vom aktuellen Album. Meist wurde im Hintergrund das Albumcover vom Album kurz eingeblendet, vom welchem der aktuelle Song stammte. Das Publikum rockte jedoch leider erst zu Ende des Konzertes wirklich ab, als die Klassiker wie „Shout it Out Loud“, „I Was Made For Lovin’ You“, „God Gave Rock And Roll To You“ und „Rock And Roll All Nite“ gespielt wurden.
Kiss vor 37 Jahren und heute
Gegründet wurde die Band 1973 in New York, Paul Stanley und Gene Simmons sind allerdings die einzigen, die von der Gründungsbesetzung übrig geblieben sind. Gründsmitglied Ace Frehley verließ die Band 1982 und sein Platz als Leadgitarrist wurde im Laufe der Zeit durch diverse Nachfolger besetzt. Gründungsschlagzeuger Peter Criss verließ die Band 1980. Offiziell begründete er dies mit musikalischen Differenzen. Paul Stanley war bei seinem Auftritt in Oberhausen bereits stolze 58 Jahre alt und trat mit künstliche Hüftgelenken auf. Bei der Show merkte man von diesen Umständen aber absolut nichts. Und auch Gene Simmons überzeugte noch mit 61 Jahren mit einem atemberaubendem Soloauftritt. Von „Rock- Opas“ keine Spur. Nur stimmlich waren im späteren Verlauf des Konzertes zeitweise Aussetzer zu vernehmen. Jedoch rocken die Jungs noch am Abend zuvor Hamburg und die Fans nahmen kurzzeitige Aussetzer nicht übel. Wie man es auch aus früheren Zeiten kannte, wurde die Show durch Einlagen wie Blutspucken oder einen Flug durch die Halle abgerundet. Ein Kiss Konzert ist auf jeden Fall heute noch immer sehenswert und die Fans kommen sicher nicht zu kurz.
Quelle über Band und Bandgeschichte:
Offizielle Homepage der Band Kiss.
