
- Kitesurfen - Markus Hein - pixelio.de
Die Geschichte des Kitesurfens beginnt in den 1980er Jahren in Amerika. Bis der neue Trendsport - nach zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen - an Popularität gewinnen konnte, vergingen jedoch noch einige Jahre. Der Durchbruch gelang der jungen Boardsportart im Jahre 1996 auf Hawaii.
Beliebter Boardsport
Inzwischen ist Kitesurfing zu einer beliebten Wassersportart geworden, die weltweit von geschätzten 500.000 Kitern betrieben wird. Die Mischung aus Windsurfen und Drachenfliegen vermittelt ein unbeschreibliches Gefühl. Der Auftrieb des Drachen ermöglicht extreme Sprünge und verspricht - auch bei wenig Wind - maximalen Spaß.
Ausrüstung
Die Ausrüstung besteht aus verschiedenen Teilen - vereinfacht heißt das: Man benötigt Kite und Kiteboard, das Trapez (Hüft- oder Sitzgurt), die Lenkstange mit Steuerungs- und Sicherheitsleinen (Bar). Einsteiger können diese Ausrüstung als komplettes Set erhalten. Die Ausrüstung sollte unbedingt immer an das Körpergewicht und an das Können des jeweiligen Kitesurfers angepasst werden. Wichtig: Immer auf das Safety-System achten.
Kites und Boards
Die Auswahl ist groß - Kites gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Größen: Softkites, Tubekites, C-Kites, Bow-, Hybrid- und Delta-Kites, die aufgrund ihrer Bauweise die besten Eigenschaften für Anfänger - und für den Start aus dem Wasser heraus - mit sich bringen. Die meistgefahrene Größe der Kites variiert zwischen neun und zwölf Quadratmetern - bei Hochleistungskites kann die Größe bei zwanzig Quadratmetern liegen. Grundsätzlich gilt: je stärker der Wind, je kleiner der Drachen - Anfänger sollten immer einen kleinen Kite benutzen. Was das Board betrifft, verhält sich das genau anders herum: Hier sollten Anfänger immer ein großes Board wählen. Die Länge der Kiteboards liegt in etwa zwischen 120 und 180 Zentimetern, wobei sich die kürzeren - für Fortgeschrittene geeigneten Boards - auch mit fester Bindung fahren lassen.
Sicherheit
Safety-Systems mit Sicherheitsleinen und einer Nottrennung - die seit 2006 ständig verbessert werden - reduzieren die Gefahren des Kitesurfens. So gibt es eine Schnelltrennmöglichkeit an der Safetyleash, mit der man sich im Notfall komplett vom Kite trennen kann. Eine sehr sichere Variate ist das Safetyline-Sliding-System, bei dem durch das Quickrelease der Hauptzug auf ein Minimum herab gesetzt wird und der Kite nur noch an einer der Leinen hängt, während die anderen entlastet werden. Was die Kleidung betrifft, so sollten ein Neoprenanzug, möglicht eine Prallschutzweste und ein Helm getragen werden.
Lernen
Um Anfängerfehler zu vermeiden (und Gefährdungen für sich und andere auszuschließen), sollte man das Kitesurfen in ein einer der vielen Kitesurf-Schulen erlernen. Anfängerkurse - mit einer Lehrgangsdauer von acht bis zwölf Stunden - helfen dabei, diesen Sport schnell und sicher zu erlernen. Etwas umfangreicher aber sinnvoll: Ein Nachweis über eine professionelle Kitesurf-Ausbildung - Kitesurfing-Pass oder Lizenz -, die ist oft erforderlich, um eine Ausrüstung auszuleihen.
Was ist das?
Alle Infos rund um's Kitesurfen - und die Erklärung der Begriffe - findet man im Kitesurflexikon.
