Skilegenden wie Tony Sailer, Anderl Molterer und Ernst Hinterseer haben den Ruf der Kitzbüheler Alpen als bekanntestem Wintersportgebiet geprägt. Vor allem beim berühmten Hahnenkamm-Rennen ist hier die Snow-Society anzutreffen. Kitzbühel hat die höchsten Immobilienpreise und die höchste Nobelboutique-Dichte Österreichs. Deshalb musste sich die Skiregion lange Zeit keine Gedanken um ihre Attraktivität machen. Das Image vom teuren Wintersportort wurde gerne und so lange gepflegt, bis andere Skiregionen der Alpenrepublik mit ihren speziell auf Familien- und Sporturlauber zugeschnittenen Angeboten Kitzbühel und seinen Umlandgemeinden den Rang abliefen.
Unterkünfte für jeden Geldbeutel
Jetzt scheint die Aufholjagd von Erfolg gekrönt zu sein. Denn es gibt sie: 1.500 Ferienwohnungen, 350 Ein- bis Dreisterne-Hotels sowie 750 Privatzimmer- und Bauernhofvermieter sind eine gemütliche und preisgünstige Alternative zu den neun Fünfsterne- und Viersterne-Superiorhotels in der Region. Zu Weihnachten öffnen im Skigebiet Kitzbühel fünf nagelneue Bergchalets auf 1.225 Metern, direkt an der Hauptskiabfahrt nach Kirchberg in Tirol. Jedes dieser „Maierl Chalets“ im elegant-rustikalen Stil verfügt über eine private Wellness-Oase mit Sauna, Regendusche und Relaxzone. Vom Outdoor-Whirlpool haben Genießer einen wunderschönen Panoramablick über die Kitzbüheler Alpen, danach ziehen sie sich an den offenen Kamin zurück. Die Gäste aller fünf „Maierl Chalets“ können zusätzlich eine unterirdisch zugängliche Schwimmhalle, einen großen Wellnessbereich sowie das Restaurant nutzen.
Aber was nutzen die attraktivsten Unterkünfte, wenn es nicht schneit? Zwar zählen die Kitzbüheler Alpen zu den schneesichersten Regionen in Tirol. Aber gerade an Sonnenhängen war in der Vergangenheit die Saison für Talabfahrten in schneearmen Wintern kurz. Jetzt sind 76 Prozent aller Pisten zusätzlich beschneibar. Damit sind Skifahrer und Snowboarder in den Kitzbüheler Alpen unabhängig von saisonal unterschiedlichen Niederschlagsmengen. Für ausreichend Nachschub sorgen 44 Speicherseen mit mehr als 2,9 Millionen Kubikmetern Wasser. Um Energie zu sparen, werden besonders effiziente Schneekanonen eingesetzt, und das Wasser wird mithilfe der eisigen Nachtluft vorgekühlt. In Kitzbühel, Waidring, auf dem Schatzberg und in Zell am See entstehen für diesen Winter neue Speicherteiche, um noch schneller beschneien zu können.
Schneehöhenmessung via Satellit
Darüber hinaus wird seit dem vergangenen Winter in Fieberbrunn und Kitzbühel die Schneehöhenmessung per GPS in den Pistenraupen getestet. Das System zeigt die Schneehöhe jedes Pistenmeters auf fünf Zentimeter genau an. So können die Fahrer den Schnee gleichmäßiger verteilen und verhindern, dass Geländekuppen abgefahren werden. Die Pisten lassen sich so breiter präparieren und bleiben bis zum Schluss gut in Schuss.
Längste Pistentour der Welt
À propos Schuss: Quer durch die Kitzbüheler Alpen führt die längste Pistentour Österreichs. Die TransKITZalp ist eine ein- oder zweitägige Individualskiroute durch die beiden Skigebiete Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental und Kitzbühel. Das Skiabenteuer zwischen Itter im Tiroler Unterland und Mittersill im Salzburger Pinzgau bringt zwei Bundesländer und sieben Gemeinden unter die Ski. Ohne auch nur einen einzigen Schneehang mehrfach gefahren zu sein, stehen Aktive den ganzen Tag auf den Brettern, überwinden 12.000 Höhenmeter und machen 50 Pistenkilometer. Lukas Krösslhuber, Geschäftsführer der Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH preist dieses Erlebnis als längste Skipistentour der Welt. Dabei macht sie nur einen Bruchteil dessen aus, was man mit dem Skipass namens Kitzbüheler Alpen AllStarCard „erfahren“ kann. Sie gilt im Skimekka Kitzbühel, in der Ski-Welt Wilder Kaiser-Brixental, im Skizirkus Saalbach Hinterglemm Leogang, in Zell am See, im Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn, in St. Johann in Tirol, in Waidring, in Fieberbrunn, in der Wildschönau und im Alpbachtal für insgesamt 350 Seilbahnen und Lifte.
Wie andere Skigebiete bietet auch die Kitzbüheler Alpenregion für Fluggäste, die in Salzburg ankommen einen Shuttleservice für 30 Euro an, vom Flughafen Innsbruck aus bezahlt man für den Transfer zur Urlaubsunterkunft 42 Euro. Eine bequeme Alternative zur Anreise mit dem Pkw, denn dank der guten Infrastruktur wird das Auto vor Ort sowieso nicht gebraucht.
