Klassiker: Rezept für cremige Kartoffelsuppe

Ganz einfach eine raffinierte Kartoffelcremesuppe zaubern

Teller mit Kartoffecremesuppe - S. Arif
Teller mit Kartoffecremesuppe - S. Arif
Ob nun für Kochprofis, totale Anfänger, als leckeres Familienessen oder als Suppe für eine große Party: dieses geniale Kartoffelrezept gelingt eigentlich immer.

Oft ist Omas oder Mamas Klassiker ja verkannt. Bei manchen aber ruft allein das Wort „Kartoffelsuppe“ lebhafte Kindheitserinnerungen und wohlige Küchengeborgenheit hervor, bei anderen wiederbelebt sie das Gefühl an Kartoffelbrocken, die lustlos in fader Gemüsebrühe herumschwammen. Doch der Klassiker kann auch anders sein: absolut lecker.

Kartoffelsuppe wie bei Mutter - nur vieeel besser!

Das Rezept ist preiswert, aber dennoch raffiniert im Geschmack. Perfekt für den Familienkreis, größere Feiern, zum Aufwärmen an Herbst- und Winterabenden, aber auch ein kühler und arbeitsreicher Sommertag lässt sich mit diesem kräftigen Gericht beschließen. Selbst Kinder kann man mit diesem cremigen Leckerbissen so mal zum Essen einer Suppe locken.

Kleine Kartoffelgeschichte

Eigentlich wurde die Kartoffelpflanze, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört, in der frühen Neuzeit wegen ihrer schmückenden, hübschen (und wie sich herausstellte giftigen) Blüten nach Europa importiert. Für uns heute undenkbar, aber die Leibspeise vieler Deutscher, die wir nur aus dem Supermarkt und höchstens mal vom vorbeifahren am abgeernteten Acker kennen, wuchs zunächst nur als Zierpflanzen in den Gärten der damaligen Reichen und Schönen, wirklich essen wollte sie aber zunächst niemand. Als Kartoffelpionier ist hier Friedrich der Große bekannt, der extra Felder um Berlin anlegen und von seinen Soldaten bewachen ließ, damit die Bauern neugierig auf diese kostbare Frucht und so selbst vom Anbau überzeugt wurden.

Doch ob nun Potato, Erdapfel, Erdbirnen, Töftel oder Kartoffel genannt, die nahrhafte Knolle – die eigentlich eine Amerikanerin ist – gehört heute zu unseren Grundnahrungsmitteln.

Zutaten für einen großen Topf Kartoffelcremesuppe

ca. 2,5 Kg Kartoffeln

250 g kleine Salami, Kabanossi, Mettwürstchen oder andere Wurst

4-5 mittelgroße Zwiebeln

1 Liter Milch

ca. 1 ½ Liter Wasser

Instant Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe

Salz, edelsüßer Paprika, Pfeffer, evtl. frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung der Kartoffelcremesuppe

  • Den großen Berg Kartoffeln schälen und abspülen. Die Kartoffeln nun in kleine Stückchen schneiden, und in einen großen Topf geben. Sie sollten gerade eben vom Wasser bedeckt sein.

  • Gekörnte Brühe und genügend Salz dazugeben und gar kochen.

  • Während die Kartoffelstückchen im Topf vor sich hin brodeln, die kleinen Salamis in Scheibchen schneiden und ohne in Öl in einer großen Pfanne auslassen. Die Zwiebeln schälen, in grobe Scheiben schneiden und zusammen mit den Würstchen anschmoren.

  • Wenn die Kartoffeln gar sind und das Kochwasser etwas einreduziert ist, den Pürierstab zücken, einen Liter Milch dazu geben (kann ruhig fettarme Milch sein) und das Ganze schön cremig pürieren. Wer mag, kann an dieser Stelle noch ein Stückchen Butter unterrühren, die Suppe wird aber auch so sehr schön gebunden, cremig und hat eine fast seidige Konsistenz.

  • Dann nur noch die gebratenen Zwiebeln und Würstchen untermischen, kurz ziehen lassen und erst jetzt (die Würstchen bringen ja schon viel an Salz und Gewürzen mit) mit Salz, Pfeffer, Paprika und – wer Geschmack daran findet – mit etwas frisch geriebener Muskatnuss (letztere sollte das Gericht bitte geschmacklich nicht erschlagen) abschmecken.

Tipp: In der vegetarischen Variante werden die Zwiebeln einfach nur in etwas Öl oder Butter gedünstet und die Kartoffelstückchen in der Gemüsebrühe gekocht. Anders, aber genauso lecker.

Shermin Arif, Fotografin: T. Seifert

Shermin Arif - Shermin: eine deutsch-kurdische Mischung, in Leipzig geboren, aufgewachsen im tiefsten Ruhrgebiet und nach abgeschlossenem Studium ...

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