Am Karfreitag kommt bei vielen Christen in Gedenken an das Leiden und Sterben Jesus kein Fleisch auf den Tisch. Traditionell wird Fisch gegessen, denn Fisch gehört zum einen zu den ältesten Symbolen der Christen und zum anderen war es früher ein günstiges Lebensmittel und somit genau richtig für ein Fastenessen. Doch was tun, wenn man keinen Fisch mag? Für diesen Fall gibt es Struwen.
Die Herkunft von Struwen
Struwen sind kleine Küchlein aus Hefeteig, die ursprünglich aus dem Münsterland stammen. Sie werden in dieser Region traditionell am Karfreitag gegessen, denn die Zutaten: Mehl, Hefe, Milch und ein wenig Zucker sowie Rosinen, entsprechen ganz dem Fastengedanken, der ein günstiges, einfaches Essen für diesen Tag vorsieht. Da Struwen vom Geschmack her nicht so süß sind, werden sie ganz nach persönlichen Vorlieben vor dem Essen mit ein wenig Zucker und Zimt bestreut oder mit Apfelmus bestrichen.
Die Zubereitung von Struwen
Struwen lassen sich leicht zubereiten. Sie sollten für die Herstellung des Hefeteigs ein wenig Zeit einplanen, da er ca. 1 Stunde gehen muss, damit die Struwen schön locker werden. Wenn einmal keine Zeit da ist, können Sie sie auch im Voraus zubereiten, einfrieren und am Karfreitag wieder auftauen.
Für vier Personen benötigen Sie:
500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe (42 g)
60 g Zucker
400 ml lauwarme Milch
150 g Rosinen
2 Eier
½ TL Salz
Öl zum Ausbacken
Sieben Sie für den Teig das Mehl in eine große Rührschüssel. Drücken Sie eine Mulde in die Mitte des Mehls und bröckeln Sie in diese die Hefe. Fügen Sie nun den Zucker hinzu sowie 100 ml lauwarme Milch und verrühren Sie Hefe, Milch und Zucker mit ein wenig Mehl. Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lassen Sie den Teig ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. In dieser Zeit beginnt die Hefe zu arbeiten. Nach den 30 Minuten fügen Sie die restlichen Zutaten hinzu und verkneten alles zu einem glatten Teig. Der Hefeteig muss noch einmal ca. 30-60 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen, bis er sein Volumen sichtbar vergrößert hat.
Kneten Sie den fertigen Teig noch einmal gut durch und geben Sie dann mit einem Esslöffel portionsweise kleine Küchlein in eine Pfanne mit heißem Öl. Von beiden Seiten backen, bis die Struwen goldgelb sind. Dann aus der Pfanne nehmen, warm halten und mit Zucker und Zimt oder mit Apfelmus servieren.
Tipp: Da nicht jeder Rosinen mag, können Sie die Rosinen auch erst später unterkneten und die erste Hälfte des Struwenteigs ohne ausbacken.
