
- a glass of port - Jon Sullivan
Welche Sorten gibt es? Die zahlreichen Portweinsorten sind das Ergebnis von unterschiedlichen Misch- und Reifungsprozessen. Grundsätzlich werden zwei Hauptkategorien unterschieden: Ruby Ports und Tawny Ports.
Ruby Ports sind Weine mit rubinroter Farbe und einem kräftigen, blumigen Bukett. Ruby Ports werden in die qualitativ aufsteigende Folge Ruby, Reserva, Late Bottled Vintage (LBV) und Vintage untergliedert.
LBV und Vintage gelten als die besten Portweine. Sie können nach dem Kauf noch lange gelagert werden, da sie in der Flasche weiter reifen.
Tawny Ports
Tawny Ports mit Ausnahme der „Colheita" sind Verschnitte aus mehreren Ernten. Einige Tawnies von hoher Qualität reifen etliche Jahre in Holzfässern. Sie sind auf dem Etikett mit der (durchschnittlichen) Altersangabe versehen (10, 20, 30 oder mehr als 40 Jahre).
Die Aromen der Tawnies erinnern an Trockenfrüchte, Nüsse, Mandeln und Holz. Während des Reifeprozesses verlieren sie ihren ursprünglich kräftigen, jugendlich würzigen Geschmack und gewinnen an Geschmeidigkeit. Die zunächst dunkle Farbe der Weine wandelt sich zu goldbraun (tawny).
Tawny Ports werden untergliedert in die Kategorien Tawny,Tawny Reserva,Tawny mit Altersangabe und Colheita. Nach dem Abfüllen in Flaschen sind Tawnies trinkfertig.
Weiße Portweine werden aus weißen Rebsorten hergestellt. Neben die traditionell süßen und kräftigen weißen Ports gesellen sich heute trockene Weine mit einem komplexen blumigen Aroma und einem minimalen Alkoholgehalt von 16,5 Prozent. Die trockenen Varianten sind in der Regel auf dem Etikett als solche gekennzeichnet
Vintage Ports
Vintage-Weine sind zweifellos die Könige der Portweine. Vintage-Wein entstammt einer einzigen hervorragenden Ernte und muss nach der strengen Regelung des Portweininstituts zwischen dem zweiten und dritten Jahr nach der Ernte abgefüllt werden. Bei der Probe im zweiten Jahr muss er ein besonders körperreiches und gut strukturiertes Aroma vorweisen können, um als Vintage ausgezeichnet zu werden. Mit der Reife wird er weich und elegant und verliert seine ursprüngliche Strenge. Die Aromen des Vintage werden oft mit Kaffee, Schokolade, Kakao, Zigarren und Gewürzen wie Zimt und Pfeffer assoziiert. Seine Vollendung erreicht der Vintage-Wein meist nach 15 bis 20 Jahren in der Flasche.
Late Bottled Vintage
Der Late Bottled Vintage (LBV) ist ein Wein aus einer einzigen guten Ernte und muss nicht unbedingt als „Vintage“ klassifiziert sein. Er wird nach vier bis sechs Jahren Fasslagerung in Flaschen abgefüllt. LBV-Ports sind körperreich und weich mit zum Teil fruchtigen Aromen.
Colheita-Ports (auch Data de Colheita) sind Tawnies von gehobener Qualität aus einer einzigen Ernte. Diese Jahrgangsports lagern vor der Abfüllung mindestens sieben Jahre in Holzfässern. Während des Reifeprozesses gewinnen sie an Komplexität, Weichheit und Harmonie. Ihre Aromen erinnern an Trockenfrüchte, Hölzer und Gewürze. Auf dem Rückenetikett ist das Abfülldatum ausgewiesen, aus dem sich ableiten lässt, wie lange der Wein im Fass gelagert hat.
Lagerung
Vintage- und LBV-Weine entwickeln sich in der Flasche weiter. Sie sollten im Liegen gelagert werden. Aufgrund ihres Depots werden sie vor dem Genuss vorsichtig dekantiert.
Alle anderen Portweine sind mit einem Drehkorken versehen und können stehend gelagert werden.
Portweine sollten von Lichteinflüssen, schwankenden Temperaturen und Vibrationen verschont werden. Konstante Temperaturen bis 20 Grad bereiten ihnen keine Probleme.
