Kleines Lexikon der Jugendsprache

Teenager haben ihre eigene Sprache - Presse-Service Karin Sebelin
Teenager haben ihre eigene Sprache - Presse-Service Karin Sebelin
Teenager haben ihre eigene Sprache. Da verstehen dann die Erwachsenen oft überhaupt nichts mehr. Was die wichtigsten Begriffe bedeuten, sei hier erklärt.

Manchmal sprechen Teenager in einem besonderen Slang. Wenn Jugendliche in ihrer besonderen Sprache loslegen, verstehen die Erwachsenen in aller Regel oft nur "Bahnhof". Jedes Zeitalter prägt ihre Teenager - dadurch kommen immer wieder neue Begriffe und Ausdrucksweisen auf. Hier einige Beispiele der Jugendsprache:

Freizeitgestaltung im Jugendslang

  • Sich aufbrezeln: Wenn sich ein Mädchen "aufbrezelt", dann macht es sich schick und wirft sich in Schale. Es macht sich "stylish".
  • Einfach mal chillen: Für Jugendliche bedeutet "chillen" , einfach mal "fünf gerade sein lassen", sich auszuruhen, mal gar nichts zu tun, zu relaxen und sich zu unterhalten.
  • Kurz mal cruisen: Wenn ein Jugendlicher "cruisen" will, dann will er ziellos mit seinem Auto herumfahren oder wahllos durch Clubs ziehen.
  • Essen gehen zum Magges: "Ich gehe essen zum Magges", bedeutet soviel wie: "Ich gehe zu McDonald's essen".
  • Die Muckibude ist ein Fitnessstudio, in das man zum Training geht, um seine Muskeln zu stählen.
  • Mucke ist der Ausdruck für Musik in der Jugendsprache. Die läuft in der Zappelbude, also in der Disco.
  • Man trasht rum heißt: Man macht ordentlich Party.

Verhalten gegenüber anderen

  • Jemanden zutexten: Wenn ein Junge ein Mädchen "zutextet", dann quasselt oder redet er das Mädchen in Grund und Boden. Er lässt das Mädchen quasi gar nicht zu Wort kommen und geht überhaupt nicht auf sie ein.
  • Etwas für lau bekommen bedeutet, man bekommt etwas umsonst.
  • "Er disst mich immer" heißt, "er ärgert mich immer".

Voll auf etwas abfahren, was checken & Co

Wenn ein Jugendlicher voll auf etwas "abfährt", dann findet er das gut und mag das sehr. Etwas kann aber auch "abgefahren" sein, das ist dann sehr modern oder sehr verrückt. Beispiel: "Peter fährt voll auf Sandra ab" heißt: "Peter mag Sandra sehr / Peter findet Sandra nett". Wenn man etwas "checkt", dann versteht man etwas. "Checken" kann aber auch "überprüfen" oder "klären" bedeuten. Beispiel: "Ich checke das mal vorher ab!" heißt "Ich kläre das mal vorher ab!" Ein "Checker" ist eine kluge Person.

Von Wannabes, Lusern, Nerds, Nullcheckern und Opfern

Ein Wannabe ist eine Art Möchtegern. Das Wort wird häufig in Wortkombinationen verwendet, wie zum Beispiel im Wort Wannabe-Rapper, was ein Möchtegern-Rapper ist. Ein "Luser" (Kombination aus "Looser" und "User") ist ein Verlierer, ein Versager oder ein Trottel, der begriffsstutzig ist und nichts kapiert. Ein "Nerd" ist ein Schwachkopf oder ein Jugendlicher, der seine Freizeit nur vor dem Computer zubringt. Ein "Nullchecker" bezeichnet genau das Gegenteil zu einem "Checker", also einen dummen Menschen. Das Wort "Opfer" wird hier nicht im eigentlichen Sinn gebraucht. Es bedeutet in der Jugendsprache nämlich soviel wie Idiot oder Trottel.

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Sprache der Jugendlichen. Es gibt noch viele andere Ausdrücke. Warum die Jugend von heute eine eigene Art des Ausdrucks braucht, kann man auf der Seite "Jugendsprache - Notwendiges Kauderwelsch" nachlesen. Die Jugendlichen wollen sich mit ihrer besonderen Sprache nämlich von den Erwachsenen abgrenzen.

Quellen:

Gesamtschule Duisburg-Süd, Lexikon der Jugendsprache, Jugend-Erkelenz.de und Vokabelliste der Jugendsprache.

Karin Sebelin, Karin Sebelin

Karin Sebelin - Karin Sebelin ist freie Autorin in Suite101 und ständige Autorin zum Thema Haushalt. Sie hat sich auf die Hauptgebiete Haushalt, ...

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