
- So gelingt die Umstellung auf normale Kost! - Dieter Schütz / pixelio.de
In der Regel empfiehlt man, dem Kind ab dem ersten Lebensjahr das Gleiche zu geben, was die Erwachsenen auf Ihrem Teller haben. Doch nicht jedes Kind hat Lust, neue Köstlichkeiten zu entdecken. Fällt die Umstellung vom Brei auf die Familienkost dann auch noch mit der ersten großen Trotzphase zusammen, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.
Die behutsame Einführung von Zwischenmahlzeiten
Abgesehen von den drei Hauptmahlzeiten, die das Kind bekommt, lassen sich zwei vormittags und nachmittags kleinere Zwischenmahlzeiten einführen, die sich gut dafür eignen, das Kleinkind an Brot, Obst und Gemüse zu gewöhnen. Frühstück, Mittagessen und Abendbrot verändern sich zunächst nicht und garantieren so, dass das Kind weiterhin die notwendigen Mengen an Nährstoffen zu sich nimmt. Als schnelle Zwischenmahlzeiten eignen sich ab dem Ende des ersten Lebensjahres Reis- oder Maiswaffeln ohne Salz oder Vollkorn- oder Dinkelzwieback, der jedoch nicht gesüßt sein sollte. Brot, das zuvor in kleine Streifen geschnitten wurde, passt gut in kleine Hände. Am besten eignet sich fein gemahlenes Vollkornbrot. Grobkörniges Brot lässt sich nicht so leicht kauen und ist schwieriger zu schlucken. Auch in Streifen geschnittene, geschälte Gurke oder geschälte Apfelspalten lassen sich gut mit den ersten Zähnchen beißen und selbst, wenn die abgebissenen Stückchen noch nicht im Magen landen, sondern wieder ausgespuckt werden, verschaffen Sie dem Kind doch einen spannenden Zugang zur normalen Kost.
Mittagessen für die ganze Familie
Die Zwischenmahlzeiten erleichtern den spielerischen Umgang mit der normalen Kost. Auch wenn sie gut in den Tagesablauf des Kleinkindes integriert sind und das Kind zu diesen Zeiten durchaus Brot, Gemüse und Obst akzeptiert, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es dies auch bei den Hauptmahlzeiten tut. Es gibt Kinder, die noch sehr lange auf ihrem gewohnten Abendbrei bestehen oder auch das Mittagessen nur in pürierter Form zu sich nehmen möchten. Der Wunsch der Kinder sollte in jedem Fall Berücksichtigung finden, damit die Mahlzeiten nicht zu einem Machtkampf ausarten. Längerfristig wird das Interesse des Kindes an dem, was die Eltern auf dem Teller haben, überwiegen und es wird seine eventuell vorhandene Abneigung gegen feste Nahrung überwinden. Wird für die gesamte Familie ein kleinkindgerechtes Mittagessen vorbereitet, so kann ein Teil davon einfach püriert werden und gleichzeitig können die Eltern dem Kind von ihrem Teller immer wieder etwas anbieten. So entsteht kein Druck und es muss auch nicht für jeden extra gekocht werden.
Familientaugliche Mahlzeiten lassen sich beispielsweise mit kleinen Vollkorn-Buchstabennudeln und Tomatensoße zubereiten. Ebenso eignet sich Risotto-Reis, der eine sämige Konsistenz hat und sich mit vielen Fleisch- und Gemüsesorten kombinieren lässt. Weiterhin werden Suppen gern von Kleinkindern gegessen.
Quellen:
Sonja Sammüller: Kochen für Babys. Gesundes Essen einfach selbst machen. Sammüller Kreativ GmbH 2010.
