Klettertraining - den Schwierigkeitsgrad nach oben verschieben

Mit Training lassen sich schwere Routen klettern - Simon
Mit Training lassen sich schwere Routen klettern - Simon
Mit einem Trainingsplan lässt sich der Erfolg beim Klettern leicht verbessern. Tipps helfen dabei, Rückschläge zu vermeiden und Erfolge zu feiern.

Den Wunsch eine besonders schwere Route endlich durchklettern zu können oder das eigene Kletterkönnen um einen Grad nach oben zu verschieben, verspüren viele Kletterer. Doch nicht immer gelingt dieses Vorhaben und die Enttäuschung danach ist häufig umso größer. Um solche Rückschläge zu vermeiden und das eigene Kletterkönnen systematisch nach oben zu verschieben, gibt es ein paar einfache Tricks.

Die Trainingszeiten langsam erhöhen - den Körper an die Anstrengung gewöhnen

Erzwingen führt selten zum Erfolg. Der Körper braucht auch seine Ruhepausen. Nach einem langen kletterfreien Winter sollten die Erwartungen an die eigene Leistung nicht zu groß sein. Die Erholungsphasen sind nun wesentlich länger, als bei einem Kletterer, der mehrmals pro Woche am Fels zu finden ist. Zum Konditionsaufbau ist es deswegen wichtig nur langsam die Abstände zwischen den einzelnen Kletterpartien zu verkürzen.

Individuelle Trainingsintervalle - nicht jeder Körper reagiert gleich

Auch wenn ein Trainingsplan eine feine Sache ist, sollte der eigene Körper dabei nicht vernachlässigt werden. Ein müder Körper wird keine Fortschritte machen. Wenn schnell klar ist, dass das festgelegte Trainingstempo zu schnell ist, lieber etwas weniger trainieren. Langfristig lassen sich dadurch bessere Erfolge erzielen. Auch wenn eventuelle Trainingspartner schneller voran kommen, sollte sich kein Kletterer verunsichern lassen, sondern das individuelle Tempo beachten.

Muskelkater klettert nicht gerne - dem Körper Erholung gönnen

Muskelkater ist zum Beispiel ein typisches Anzeichen, dass der Körper eine längere Ruhezeit benötigt. Die Muskeln brauchen nun noch Zeit zum Erholen. Auch wenn immer noch die Meinung besteht, dass Sport den Muskelkater vertreibt, werden mit schmerzenden Muskeln keine Höchstleistungen erreicht werden. Der Muskelkater wird durch weiteren Sport in der Regel zwar nicht schlimmer werden, aber auch nicht weg gehen.

Trainingszeiten der Lebenssituation anpassen

Die Trainingszeiten sind natürlich zwangsläufig durch die eigene Lebenssituation bedingt. Viel Arbeit, Familie oder andere Hobbys benötigen auch ihre Zeit und verkürzen die verbleibende Freizeit zum Klettern. Wer also anderweitig viel eingespannt ist, sollte den Fortschritt am Fels eher langfristig planen und seinen Trainingsplan darauf ausrichten.

Technik in leichteren Routen trainieren

Wer den Feind kennt, kann ihn leichter besiegen. Dies gilt natürlich in abgewandelter Form auch beim Klettern. Wer weiß, welche Route er gerne durchsteigen möchte, kann gezielter trainieren. Dafür sollte die Route genau studiert werden. Welche Schwierigkeiten sind zu erwarten, wie sieht der Fels aus, wie ist es um die Sicherungspunkte bestellt? Gewisse Schwierigkeiten lassen sich auch in leichteren Routen sehr gut trainieren. Um Techniken aus zu probieren und zu verfeinern sind Routen im mittleren Grad oft sehr hilfreich.

Trainingsplan erstellen - die Leistung systematisch steigern

Um nun die eigene Kletterleistung systematisch nach oben zu verschieben, ist das Erstellen eines Trainingsplanes nicht verkehrt. Wenn dabei die oben genannten Punkte berücksichtigt werden, besteht eine sehr gute Erfolgsaussicht in einer gewissen Zeit wirklich besser zu klettern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Den Trainingsplan der eigenen Lebenssituation anpassen
  • Die wöchentlichen Trainingszeiten nicht übertreiben
  • Dem Körper Erholungsphasen gönnen
  • Technik in leichteren Routen trainieren
  • Konkrete Ziele setzen: bestimmte Route oder Schwierigkeitsgrad
  • Den Spaß am Klettern nicht verlieren

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Almut Winkler, Almut Winkler

Almut Barden - Als freie Autorin und Redakteurin schreibe ich hauptsächlich in den Bereichen Outdoor, Bergsteigen, Klettern und Camping. Neben ...

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