
- Im brasilianischen Regenwald wächst bester Kakao - K.Aldenhoff
Brasilianischer Kakao in Bio-Qualität ist der beste und die frischen Kakaofrüchte aus Brasilien schmecken einfach köstlich. Wer einmal bei einer Kakaoernte in einem Anbaugebiet nahe dem brasilianischen Regenwald von Bahia dabei sein kann, wird den exotisch-fruchtigen Geschmack wohl nie mehr vergessen. Die Kakaofrüchte leuchten rot, gelb oder orangefarben im Halbschatten der Bäume. Sie sind etwa 500 Gramm schwer und haben eine ovale Form, fast wie eine Papaya und hängen leuchtend bunt von den Stämmen der Kakaobäume herab, an denen sie wachsen.
Frischer Kakao hat einen aromatischen exotischen Geschmack
Mit einem sogenannten „Facao“ - das ist eine scharfe Machete -, schlägt ein Brasilianer die Frucht vom Baum. Er öffnet sie, in seiner Hand liegend, mit einem weiteren gezielten Schlag. Die Kakaobohnen kommen zum Vorschein, von gallertartigem Fruchtfleisch umhüllt, mit einem köstlich aromatischen Duft. Ihr Geschmack ist unverkennbar, fruchtig-süß und auch ein wenig säuerlich-exotisch. Jede Frucht enthält etwa 30 bis 40 Kakaobohnen, die von spezialisierten Kakaoarbeitern gesammelt werden. Kakao hat beste Anbaubedingungen im brasilianischen Regenwald, wo auch andere wertvolle tropische Früchte wachsen wie die aromatische Papaya die als Schlankmacher beliebt ist. Hier leben auch viele wilde Tier wie die Faultiere, die in einer Urwaldstation beobachtet werden können.
Der brasilianische Regenwald bietet ideale Bedingungen für Kakao
Brasilianischer Kakao wächst zwischen den mächtigen Baumriesen der sogenannten „Mata Atlantica“ im atlantischen Urwald. Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Amazonasgebiet, wo auch die Acai-Beeren wild wachsen - ähnlich wie Guaraná, eins der natürlichen brasilianischen Potenzmittel. Kakao wird vor allem im brasilianischen Bundesstaat Bahia angebaut, wo das warme, feuchte Klima ideal sind. Etwa 400 Kilometer südlich der ehemaligen brasilianischen Hauptstadt Salvador da Bahia, an der sogenannten Kakaoküste, haben die Kakaopflanzen die Bedingungen, die im atlantischen Regenwald vorherrschen. Unter den Urwaldriesen bekommen die mittelgroßen, etwa 6 bis 10 Meter hohen Kakaobäume genug Schatten. Sie schirmen die kostbaren Pflanzen gegen zuviel Wind ab und lassen gleichzeitig immer noch etwas Sonne durch.
Der "Hexenbesen" schädigte die brasilianische Kakaoernte
In der Region um Ilheus im brasilianischen Bundesstaat Bahia war lange Zeit eins der grössten Anbaugebiete der Welt. Doch der Kakaoboom ist längst vorbei. In den Neunziger Jahren wurden die bahianischen Plantagen vom sogenannten „Hexenbesen“ befallen, einem Pilz, der die Früchte zum Faulen bringt. Die Produktion ging auf ein Viertel zurück, viele Kakaofarmer verloren ihre Existenz. Sie bauten ihre Kakaoplantagen zum Teil zu ländlichen Pousadas oder Restaurants um, wo Reisende bei einer Caipirinha oder einem kühlen "Agua de Coco" frisch aus der Kokosnuss verweilen können und Spezialitäten wie das Nationalgericht Feijoada oder andere scharfe brasilianische Gerichte aus der köstlichen Küche von Bahia angeboten werden.
Beste Erfolge: In Bahia wird immer mehr Kako biologisch angebaut
Mit besten Erfolgen wird inzwischen Kakao biologisch angebaut, bei dem die Pflanzen genügend Abwehrkraft gegen den "Hexenbesen" entwickeln. Im Schutz des Regenwaldes von Bahia, in dem es pro Hektar 450 verschiedene Bäume gibt, wachsen die Kakaopflanzen in einem ökologisch intakten Umfeld und kommen ohne künstliche Bewässerung aus und sind weitgehend resistent gegen den gefürchteten Pilz. Bei der Ernte werden die Früchte in große Behältnisse gefüllt. Darin beginnt das weiße, zuckerhaltige Fruchtfleisch zu gären und entwickelt dabei Temperaturen von etwa 50 °Celsius. Während der Gärung entsteht Alkohol, die Bohnen verlieren einen Teil ihrer Bitterstoffe. Bei dieser Fermentation, die etwa eine Woche dauert, bekommt der Kakao seinen typischen Geschmack und die braune Farbe. Danach wird er in der brasilianischen Sonne getrocknet, dabei schrumpfen die Bohnen auf die Hälfte.
Biokakao für beste Schokolade in Brasilien, der Schweiz und in Venedig
In Säcken werden die wertvollen Kakaobohnen abtransportiert, um weiter verarbeitet zu werden. Geröstet, gemahlen und mit Zucker, Milch und zusätzlicher Kakaobutter entsteht durch tagelanges Rühren der erwärmten Masse köstliche Schokolade. Die besten Chokolatiers, auch aus der Schweiz und Venedig, beziehen den wertvollen brasilianischen Biokakao. Wer durch Bahia reist, sollte sich den Genuss der feinen brasilianischen Schokolade nicht entgehen lassen will, sollte am besten gleich eine Kakaofarm besichtigen. An den vielfältigen schokoladigen Köstlichkeiten wie etwa den in ganz Brasilien beliebten Schokoküsschen "Bejinhos de Cacao" kommt wohl sowieso niemand vorbei...
