Kokoswasser entwickelt sich seit einiger Zeit nicht nur in den USA zum neuen Trendgetränk. Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und des gleichzeitig geringen Kaloriengehaltes findet es vor allem im Fitness- und Gesundheitsbereich ein breites und größer werdendes Publikum.

Kokosmilch versus Kokoswasser

Während die allseits bekannte Kokosmilch aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird - und zwar durch Auspressen dieses Fruchtfleisches - handelt es sich bei Kokoswasser um die natürlich im Inneren der Kokosnuss enthaltene Flüssigkeit. Sie ist - in Brasilien ein Nationalgetränk - relativ leicht zu gewinnen, völlig rein und frei von Bakterien oder Keimen. Geschmacklich besteht ebenso ein großer Unterschied, während die so genannte Koksmilch eher cremig und leicht süßlich schmeckt, ist das Kokoswasser eher erfrischend und durstlöschend.

Kokoswasser und seine Inhaltsstoffe

Im Vergleich zur kalorienreichen Kokosmilch enthält das kohlenhydratreiche Wasser der grünen Kokosnuss wichtige Mineralstoffe wie zum Beispiel

  • Eisen
  • Natrium
  • Kalzium
  • Schwefel
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Magnesium.
Zu seinen Inhaltsstoffen zählen weiterhin Vitamine des B-Komplexes sowie Vitamin C. Auch hochwertiges Eiweiß ist in Form von Aminosäuren zu finden. Kokoswasser gilt als extrem fettarme Flüssigkeit, enthält aber einen geringen Anteil der Laurinsäure. Hierbei handelt es sich um eine Fettsäure, die natürlicherweise in Muttermilch vorkommt und die Stillkinder vor Virusinfektionen schützen kann.

Gesundheitliche Wirkungen von Kokoswasser

Mitten im Pazifik - wo es nicht an Kokosnüssen mangelt - schätzt man die Heilkraft des Kokoswassers schon seit langer Zeit. So ist beispielsweise überliefert, dass Kokoswasser viele gesundheitliche Beschwerden lindert oder sogar heilen kann. Inzwischen haben sich schon mehrere Studien mit dem Thema Kokoswasser beschäftigt. Zum Teil wissenschaftlich bewiesen sind unter anderem gesundheitsfördernde Wirkungen bei:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Nierensteinen
  • Dehydrierung (Wasserverlust, Austrocknung) und Hyperthermie (Überhitzung)
  • Verbrennungen (äußerliche Anwendung) und
  • wirkt außerdem frühzeitiger Faltenbildung entgegen (äußerliche Anwendung)
In der Ayurvedischen Medizin gilt Kokoswasser als besonders wirksam gegen Stress und soll auch Infarkten vorbeugen können. Weiterhin trägt die heilsame Flüssigkeit scheinbar zur Entschlackung des Körpers bei und wirkt einer Übersäuerung entgegen. Zudem soll Kokoswasser zur Ausleitung von Amalgam hilfreich sein. So konnte beispielsweise in einer Untersuchung gezeigt werden, dass Kokoswasser die Zellreinigung aktiviert und damit zur Ausleitung quecksilberhaltiger Verbindungen beiträgt.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist Kokoswasser weiterhin eine gute Quelle für Kalium und Magnesium verfügt damit über eine Blutdruck senkende Wirkung, die auch Schlaganfällen vorbeugen kann beziehungsweise deren Risiko mindert. Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass Kokoswasser in der Lage ist, das Verhältnis zwischen HDL- und LDL-Cholesterin zu optimieren und damit Ablagerungen in den Arterien zu reduzieren.

Das Kokosöl scheint hingegen bei Candida-Erkrankungen wirksam zu sein.

Bitte beachten Sie, dass einSuite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel den eines Arztes - nicht ersetzen kann!

Literatur:

Alleyne, T., et al. The control of hypertension by use of coconut water and mauby: two tropical food drinks. West Indian Med J 54 (2005) 3-8

Martins A: Gesundheitsfördernder Durstlöscher aus den Tropen - Kokoswasser. Medizin & Rätsel 10 (2006) 12

Friedrich, H: Amalgamausleitung mit Kokoswasser. Umweltakademie Freiburg (1997) 11-22

Shah, N.J., et al. Use of coco-nut water in treatment of congestive cardiac failure. Ind Jour Med Res 44 (1956) 341-351