Budapest wartet im aktuellen Städte-Ranking der International Congress & Convention Association (ICCA) mit einem beachtenswerten Ergebnis auf: Nach Platz 8 im Jahr 2005 konnte die Maygaren-Hauptstadt im Jahr 2006 gleich zwei Plätze gutmachen und steht damit aktuell auf dem 6. Platz, noch vor etablierten Tagungsdestinationen wie Brüssel, Prag oder London. Auf der jüngsten ICCA-Weltrangliste der Länder konnte Ungarn seinen 20. Platz derweil erfolgreich verteidigen.

Zahl der Veranstaltungen wächst

Die Zahlen unterstreichen die positive Entwicklung: Seit dem EU-Beitritt Ungarns im Mai 2004 steigt die Zahl der Kongresse und Konferenzen im Land beständig an. Das im europäischen Vergleich immer noch sehr gute Preis-Leistungsverhältnis, attraktive Hotels und Tagungseinrichtungen, günstige Flugverbindungen und außergewöhnliche Event-Locations locken Veranstalter und Unternehmen gleichermaßen. So fanden in Ungarn im Jahr 2006 insgesamt 431 Konferenzen mit mindestens 50 Teilnehmern statt. 91 mehr als noch im Jahr zuvor.

Investitionen in Renovierung und Umbau

In der ungarischen Hauptstadt sind Ableger nahezu aller größeren Hotelketten vertreten, darunter auch überaus luxuriöse wie das Four Seasons Hotel Gresham Palace und das Corinthia Grand Hotel Royal. Beide Domizile wurden vor ihrer Eröffnung in den Jahren 2003 und 2004 aufwendig renoviert und garantieren nun Komfort der europäischen Spitzenklasse. Die Stadt verfügt derzeit über rund 480 Konferenzräume und 31.000 Hotelzimmer. In die Modernisierung der bestehenden Einrichtungen, deren Erscheinungsbild zum Teil noch an das vergangene sozialistische Zeitalter erinnert, wird kräftig investiert. So erhielt das Budapest Congress & World Trade Center, Mitglied des Accor Convention Network und derzeit größtes Konferenzzentrum in Ungarn, im Jahr 2005 ein 10 Millionen Euro teures neues Gesicht. Im größten Saal des Centers finden bis zu 2.000 Personen Platz, hinzu kommen 18 Veranstaltungsräume, 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 319 en-suite Zimmer im angeschlossenen Novotel Budapest Congress Hotel sowie Gastronomie vor Ort.

Hungexpo-Gelände im Sommer 2008 fertig

Im Juni 2008 werden voraussichtlich die Renovierungsarbeiten auf dem Messegelände Hungexpo in Budapest fertig gestellt. Nach Abschluss der 20 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten werden dort 60.000 statt bislang 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche vorhanden sein. Momentan verhandelt die Betreibergesellschaft Hungexpo C. Co. Ltd. mit zwei internationalen Hotelketten über die Renovierung und den Betrieb der Hotelanlage auf dem Messegelände.

Grünes Licht für Konferenzcenter

Die bereits bestehende Dornhalle im 11. Bezirk von Budapest liefert die Basis für ein neues Konferenzzentrum, das mit einer Kapazität für bis zu 4.000 Personen den großen Konkurrenten in Wien (3.500 Personen Kapazität) übertrumpfen soll. Die Eröffnung ist für das Jahr 2009 geplant.

Provinz rüstet sich

Während 75 Prozent aller Veranstaltungen in Budapest stattfinden, bereitet sich auch die ungarische Provinz auf den wachsenden Ansturm internationaler Business-Gäste vor. Das Angebot reicht vom noblen Schlosshotel, in dem bereits Kaiserin „Sissi“ verkehrte, bis zur top-modernen Konferenzdestination. So eröffnete im ostungarischen Debrecen im vergangenen Jahr das zweitgrößte Konferenzzentrum des Landes: Das Kölcsey-Zentrum verfügt über einen Veranstaltungssaal für bis zu 1.100 Personen sowie mehrere Ballsäle und Ausstellungshallen. Direkt angeschlossen ist das 4 Sterne zählende Hotel Lycium, das ebenfalls im Jahr 2006 Eröffnung feierte. Auch im südungarischen Pécs, Kulturhauptstadt 2010, will man mit einem multifunktionalen Expo Center neue Akzente setzen. Ein Theatersaal für bis zu 1.200 Besucher, ein Saal für 800 Gäste sowie weitere acht Meetingräume für jeweils 70 Personen ermöglichen vielfältige Events in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum. Mit Blick auf das Jahr 2010 ist in Pécs des Weiteren der Bau eines Kongress- und Musik-Zentrums für bis zu 1.000 Personen geplant.

Nach der Arbeit

Dem Burgviertel rund um die Budaer Burg, dem Donaukai und auch der Andrássy Allee wurde der Titel UNESCO-Weltkulturerbe verliehen. Man sollte diese Teile der Stadt also gesehen haben. Wer über mehr (Frei-)Zeit verfügt, dem sei ein Besuch des Parlaments, des Opernhauses, des Nagytétényer Schlossmuseums oder der Margareteninsel empfohlen. Budapest ist zudem reich an Thermalwasserquellen und Heilbädern. Ein Besuch eines türkischen Bades oder eines historischen Badegebäudes lohnt sich. Unter der Stadt erstrecken sich außerdem zahlreiche Thermal- und Tropfsteinhöhlen, die zum Teil auch besichtigt werden können. Tipp: Die zahlreichen prächtigen Museen der Stadt sind fast alle zugänglich für Gala-Events und Receptions.

Incentice-Ideen made in Ungarn

  • Budapester Schätze: Vielseitige Stadtführung inklusive Besichtigung des Parlaments, Empfang in der Burg Vajdahunyad, Fahrt mit der Millennium U-Bahn, Privatkonzert in der Oper, Besuch des Gellért-Bades und – zu guter Letzt – des Burgviertels, wo die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen und so die erworbenen Kenntnisse über die Stadt vertiefen und erweitern können. Ort: Budapest. Buchung: Continental Travel, www.continentaltravel.hu

  • Kanu-Party auf der Donau: Erst geben ungarische Welt- und Olympiameister im Kanufahren eine kleine Kostprobe ihres Könnens, dann wird selbst gepaddelt. Die ca. 10 Kilometer lange Strecke gegen die leichte Strömung des als Naherholungsgebiet dienenden Seitenarms "Kleine Donau" (Kis Duna) dauert etwa 1,5 Stunden und endet in Szentendre, wo bereits ein kleines Grillfest vorbereitet ist. Der Rücktransport nach Budapest erfolgt per Bus. Ort: Budapest – Szentendre. Buchung: Contact-Incentives GmbH, www.contact-incentives.hu
  • Puzsta Safari: Mit dem Trabbi 70 Kilometer kreuz und quer durch die Puszta. Die Racing-Teams müssen dabei witzige und teilweise knifflige Aufgaben lösen und am Schluss einen Parcours bewältigen, der dem Erwerb des Trabbi-Führerscheins dient. Ort: irgendwo in der Puszta. Buchung: Tour East Tour GmbH, www.toureasttour.hu
Die Anreise

  • Per Flugzeug: Der Flughafen Budapest-Ferihegy liegt ca. 15 Kilometer von der Innenstadt entfernt und wird von zahlreichen Low-Cost-Airlines angesteuert. In der Ankunftshalle befinden sich die Büros der Autovermieter. Den Transport der Passagiere in alle Teile der Stadt übernimmt aber auch der populäre Airport-Minibus.
  • Per Bahn: Auf der Strecke Budapest – Wien fahren Züge im 3-Stunden-Takt. Zwischen der Hauptstadt und den anderen Städten des Landes verkehren Intercity-Züge.
  • Per Schiff: Zwischen April und Oktober ist es möglich von Wien und Bratislava aus per Tragflächenboot nach Budapest zu gelangen.
  • Per Auto: Von Frankfurt am Main sind es via Österreich rund 970 Kilometer bis nach Budapest. Autobahngebühren werden sowohl in Österreich als auch in Ungarn fällig. In Budapests Straßen kommt es häufig zu zeitraubenden Staus und Parkplätze sind rar.