Konzertabend: Franz Liszt – sein Leben, seine Musik

Elena Nesterenko und Lutz Görner - Karin Kulmer Medienagentur
Elena Nesterenko und Lutz Görner - Karin Kulmer Medienagentur
Mit einer Tournee durch 30 Städte Deutschlands bringt Lutz Görner Kulturliebhabern den Menschen Franz Liszt nahe.

Die Epoche der Romantik wird lebendig, wenn Lutz Görner vor seinem Publikum das Leben Franz Liszts ausbreitet. Zum 200. Geburtstag des Superstars, der seinerzeit in vielen Salons und auf etlichen Bühnen Europas zu Gast war, hat sich Görner etwas Besonderes einfallen lassen: Er verknüpft die Biografie des Komponisten mit der in dessen verschiedenen Lebensphasen entstandenen Musik. Die Pianistin Elena Nesterenko erweist sich dafür als überaus ideale Bühnenpartnerin. Nicht nur das: Unter ihren Fingern, die spinnengleich über die Tasten gleiten, feiern Liszts Werke gleichsam Auferstehung.

So verzaubert wie von ihrem Spiel müssen die Menschen im 19. Jahrhundert gewesen sein, wenn Liszt ein Konzert gab, nicht selten vor mehreren Tausend Zuhörern. Von seiner Virtuosität auf dem Instrument sahen damals freilich nur diejenigen etwas, die in seinem oder anderen privaten Salons dabei waren, wenn der Meister sich an den Flügel setzte.

Liszt lebte lange in Weimar

Beim Görner/Nesterenko-Programm darf man der Pianistin ebenfalls auf die Hände schauen. Lutz Görner, der dem Publikum den Menschen Liszt anhand von Briefen und Zitaten nahe bringt, schlüpft während Nesterenkos Tastenzauberei in die Rolle eines Kameramanns. Die mit ruhiger Hand eingefangenen Impressionen davon, werden dem Publikum auf einer goldgerahmten Leinwand dargeboten. „Es ist ein Programm für Ohren, Augen, Verstand und Herz“, brachte es eine Besucherin der Vorpremiere in Weimar auf den Punkt.

In Weimar hat Liszt seine produktivsten Jahre verbracht. Und hier hat sich auch Lutz Görners Schaffensschwerpunkt verändert. So wie er Hunderttausenden wieder Lust auf Lyrik gemacht hat, will er nun Lust auf Komponisten machen. Nach Hörbuchproduktionen über Bach, Haydn und Mozart rückt er nun erstmals auf der Bühne einen Komponisten in den Mittelpunkt – indem er selbst zur Seite tritt und die Hauptrolle der russischen Pianistin Elena Nesterenko überlässt.

Das Jahrhundertgenie

„Die Musik ist das Atemholen meiner Seele“, so beschrieb Franz Liszt 1860 in einer Art Testament seine Berufung. Während Nesterenko spielt, kann man zuweilen vergessen zu atmen. Und selbst wer Liszts Werke gut kennt, lernt dank Lutz Görners zusammengetragenen Quellen das „Jahrhundertgenie“ erst richtig zu schätzen. Denn auch der Mensch Franz Liszt war für seine Zeit außergewöhnlich: Seine Großzügigkeit und sein soziales Engagement werden ebenso thematisiert wie seine Neigung zum Alkoholismus und sein Liebesleben. Und er war seiner Zeit politisch weit voraus: In Ungarn geboren lebte er zeitweise in Paris, Wien, Weimar, Rom, Budapest und in der Schweiz. Er sprach mehrere Sprachen fließend und empfand die Kleinstaaterei als lästig. Er verstand sich als Europäer.

Lutz Görner und Elena Nesterenko versuchen, den von Liszt erfundenen Klavierabend neu zu definieren. Das Gesamtkunstwerk nennen sie „einen etwas anderen Klavierabend“.

Tourneedaten und Kartenvorverkauf : www.lutzgoerner.de

Dipl.-Volkswirt Angelika Basdorf ist ständige Aut , Basdorf

Angelika Basdorf - Angelika Basdorf Diplom-Volkswirt sozialwissenschaftliche Richtung Seit 1998 bin ich selbstständige freie Journalistin und ...

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