
- Koriander Coriander Cilantro Coriandre Wanzenkraut - I. Ajerrar
Koriander ist ein sehr altes Gewürz, das ursprünglich in Vorderasien benutzt wurde. Samenkörner sind schon im Grab des Tutenchamon (1323 v. Chr.) gefunden und auch im Alten Testament in der Bibel erwähnt worden. Später breitete Koriander sich schnell im Mittelmeerraum, hauptsächlich bei den Griechen und Römern, aus. Durch den Geruch der weißen bis blassrosa Blüten nach Wanzen, erhielt das Kraut seinen Namen, abgeleitet aus dem griechischen Korios = Wanze. Die Römer führten Koriander in Mitteleuropa ein. Im Mittelalter wurde Koriander gegen Flöhe und Läuse benutzt, aber auch als Aphrodisiakum. Für manche Menschen kann der Geschmack von Koriander zuerst recht gewöhnungsbedürftig sein.
Verwendung von Koriander in der Küche
In Mitteleuropa wird hauptsächlich der Samen des Korianders verwendet. In der Weihnachtsbäckerei im Kleingebäck und Lebkuchen, aber auch in Biskuits und Brot. Die Samenkörner sollten am besten in ganzen Körnern in einem luftdichten, dunklen Gefäß aufbewahrt und bei Gebrauch frisch gerieben oder leicht angeröstet werden. Der Geschmack der Blätter passt hervorragend zu Fisch und Fleisch, oft in Verbindung mit Kreuzkümmel (Cumin) in Soßen und Marinaden. Sogar in der Marmeladen- und Likörherstellung findet Koriandersamen Verwendung. Die Römer und Griechen würzten ihren Wein mit Koriander. Blätter und Samen sind auch im Curry enthalten.
Rezeptvorschlag für gegrillte Hähnchenfilet-Spieße:
- Etwas Olivenöl in eine Schüssel geben,
- ein wenig geriebene Zwiebel,
- einige Spritzer Zitronensaft,
- 1-2 Knoblauchzehen, je nach Größe und Geschmack,
- zerkleinerte Korianderblätter mit
- Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer
verrühren, Hähnchenfilet in Würfel schneiden und in dieser Marinade abgedeckt im Kühlschrank gut ziehen lassen (mindestens 2 Stunden). Anschließend auf Grillspieße stecken, gerne auch abwechselnd mit Zwiebelstücken und über dem Holzkohlegrill garen. Dazu passt hervorragend Baguette und Salat.
Für die frische Verwendung der Blätter lässt sich Koriander auch gut an einem sonnigen, geschützten Standort in Töpfen ziehen. Die Erde darf jedoch nicht zu trocken werden, sonst fängt er schnell an zu blühen, statt zuerst die würzigen Blätter zu bilden.
Koriander in der Naturheilkunde
Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen wird Koriander in der Naturheilkunde gegen Blähungen, Völlegefühl und zur Stärkung des Magen-Darm-Trakts verwendet. Auch gegen Durchfall und bei Magenkrämpfen ist er wirksam. Außerdem regt er den Milchfluss bei stillenden Frauen an. Die Samenkörner wirken antibakteriell. Vorsicht ist jedoch bei der Menge der verwendeten Blätter geboten. In großen Mengen genossen kann das Kraut wie eine Droge mit anschließenden Depressionen wirken.
In der Kosmetikindustrie wird Koriander wegen seines würzigen und aromatischen Dufts auch bei der Herstellung von Parfüm verwendet,
Quelle: Gewürzlexikon
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