
- Stromfresser austauschen und Energie sparen - pixabay
Höher und höher steigen die Preise für Öl, Strom und Gas. Verbraucher greifen derzeit immer tiefer in den Geldbeutel, zum einen wegen der kletternden Energiepreise, zum anderen durchaus auch aus ökologischen Gründen. Ökologie und Ökonomie sind, gerade was unsere Energieressourcen anbelangt, leider nicht mehr ausschließbar. Doch reichen tatsächlich manchmal nur geringe Maßnahmen oder kleine Veränderungen, um im Haushalt an Energie und damit an Kosten zu sparen.
Verteilung der Energien im Haushalt
Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass durchschnittlich nahezu 60 Prozent der verbrauchten Energiekosten auf die Heizung entfallen, gute 30 Prozent auf den fahrbaren Untersatz, 4 Prozent auf Kühltruhe, Kühlschrank und Waschmaschine, ungefähr 7 Prozent auf die Warmwasserzubereitung und schätzungsweise 1 Prozent auf die Beleuchtung, ergibt sich aus diesen Zahlen bereits per se, wo Energiekosten effizient eingespart werden können.
Energiefresser Heizung
In beinahe allen Haushalten ist die Heizung viel zu warm eingestellt. Empfohlen wird immer wieder eine Höchsttemperatur von 21 Grad Celsius für den Wohnbereich und knapp 18 Grad Celsius für das Schlafzimmer. Wird die Temperatur der Räume um nur 1 Grad gesenkt, ergibt das eine Ersparnis an Energiekosten um immerhin gute 6 Prozent. Vielfach werden Heizkörper durch Möbel oder Gardinen schier zugedeckt. Die Wärme kann sich damit nicht richtig entfalten und man heizt viel zu viel. Besser ist es, der Heizungswärme im wahrsten Sinne des Wortes „freien Luftlauf“ zu lassen. Schaut man sich einmal beim Spazierengehen an kalten Tagen ganz bewusst an, wie viele Fenster in Kipphaltung den ganzen über Tag stehen, dann fragt man sich ernsthaft, warum hier die wertvolle Heizenergie so teuer verschwendet wird. Ein kräftiges Durchlüften von 3 x 10 Minuten am Tag ist völlig ausreichend, denn frische Luft lässt sich viel schneller mit wenigen Energieanteilen wieder aufheizen.
Fenster und Heizungsanlage
Viele Fenster sind noch nicht einmal isoliert und bilden damit riesige Kältebrücken, ebenso wie dies nicht wärmegedämmte Rollladenkästen tun. Der Verlust von Heizenergie ist ernorm. Ebenso sollte man bei einer über 20 Jahre alten Heizanlage, egal ob Öl, Strom oder Gas, darüber nachdenken, diese auszutauschen oder sie wenigstens nach dem heutigen Standard zu modernisieren. Letztendlich spart das nämlich Heizkosten. Ein regelmäßiges Warten der Heizanlage sowie ein jährliches Entlüften der Heizkörper sind wahrlich ein Muss.
Kochen und Backen
Aber auch beim Kochen und Backen kann gespart werden. Ein Schnellkochtopf sorgt bei Speisen mit langen Kochzeiten für erhebliche Ersparnis in jeglicher Hinsicht: Zeit und Geld. Auf Töpfen und auch auf den Pfannen kann mit einem Deckel die Kochhitze gehalten werden. Die vorhandene Hitze im Backofen reicht für die meisten Garzeiten aus, um 5 bis 10 Minuten früher abgeschaltet werden zu können.
Dusche oder Badewanne?
Wenn man sich für eine Dusche entscheidet, spart dies beträchtliche Mengen an Warmwasser gegenüber einem Vollbad. Einen Wasser-Durchlaufbegrenzer kann man in jedem Baumarkt preiswert erwerben und problemlos am Wasserhahn installieren. Auch er sorgt dafür, dass das Zuviel an Wasser nicht auf den Geldbeutel schlägt. Beim Einseifen oder auch während des Zähneputzens sollte nebenbei laufendes warmes Wasser grundsätzlich abgestellt werden. Bei einem Zahnputzvorgang landen sonst immerhin bis zu drei Litern einfach so im Abfluss.
Geschirrspüler, Fernseher & Co.
Beim Waschen oder Geschirrspülen sollte die Maschine immer voll beladen sein. Ein Wäschetrockner ist ein wahrer Energiefresser. Wenn es denn ein Wäschetrockner sein muss, dann sollte er bitte auch immer in voller Beladung genutzt werden. Vielfach stehen Musikanlagen, Fernseher oder Computer im Standby-Modus. Dies verbraucht unnötige Energie und damit Stromkosten. Der Stromverbrauch sinkt drastisch, wenn diese Geräte bei Nichtgebrauch einfach ausgeschaltet werden. Energiesparlampen sind in der Regel sehr viel langlebiger als normale Glühbirnen. Der etwas höhere Anschaffungspreis ist damit meist schon rentabel. Wenn man bedenkt, dass man bei gleicher Leuchtleistung dazu noch pro Haushalt im Durchschnitt fast 80 Euro allein damit sparen kann, sollte dies doch eine Überlegung Wert sein.
Energiekosten sparen, nicht nur für die Umwelt
Strom, Öl und Gas sind teuer. Wer ein bisschen mit- und umdenkt, kann mit ganz kleinen Mitteln erhebliche Energien und Energiekosten sparen. Man tut damit nicht allein etwas für seinen Geldbeutel, sondern so ganz nebenbei auch etwas Gutes für die Umwelt.
Quelle: Verbraucherzentrale Bayern
