
- Reisen mit dem iPhone kann teuer werden - K.Aldenhoff
Reisen ins Ausland können mit dem iPhone teuer werden. Als Kostenfalle kann sich ein unbemerkter Datenverbrauch erweisen, weil sich Push-Dienste und Navigations-Apps im Hintergrund ständig mit dem Internet verbinden. Wer einige Tipps beherzigt, muss auf das Smartphone auf Reisen nicht verzichten. Denn es ist bequem, die Emails von unterwegs abzurufen und mal schnell im Internet zu surfen. Das wird auch beim erwarteten neuen iPhone 5 so bleiben und auch mit den preisgünstigen Smartphones läuft das super.
Hohe Kosten durch „Datenroaming“ beim ausländischen Provider
Solange man sich mit seiner Flatrate im vertraglich festgelegten Nutzungsgebiet Deutschland bewegt, ist alles kein Problem. Dann läuft der Datenverkehr über den heimischen Provider und die Kosten sind abgedeckt. Verlässt man den Bereich, übernimmt ein ausländischer Provider die Versorgung mit den Daten. Beim sogenannten „Datenroaming“ sollte man beachten, dass die dafür anfallenden Gebühren pro zustande gekommener Internetverbindung sowie pro übertragener Datenmenge in MB abgerechnet werden. Die Kosten sind nach deutschen Maßstäben sehr hoch. So kostet zum Beispiel die iPhone-Nutzung bei einer günstigen Brasilien-Reise 15,80 Euro für jedes MB – so der aktuelle Tarif beim Roaming-Partner von Vodafone. Immense Kosten können allein dadurch entstehen, dass das iPhone sich völlig unbemerkt Daten etwa für eine Software-Aktualisierung herunterlädt.
Achtung Kostenfalle: Hohe Rechnung für Italienurlaub mit dem iPhone
Legendär ist die Geschichte der Joggerin, die im Italienurlaub wie gewohnt beim Waldlauf das Nike-App ihres iPhones mitlaufen ließ. Die Anwendung, die im Hintergrund alle gelaufenen Wege mitzeichnet und damit die Leistungskontrolle möglich macht, lädt permanent GPS-Daten herunter. Die Rechnung am Ende ihres dreiwöchigen Urlaubs betrug 2.200 € und es war allein der Kulanz ihres Internet-Providers zu verdanken, dass sie am Ende nur die Hälfte bezahlen musste. Das ist trotzdem ein hohes Lehrgeld, dass sich leicht vermeiden lässt. Der Nutzer braucht nur zum eigenen Schutz die teuren Anwendungen entsprechend abstellen, etwa wenn er sich auf einer preisgünstigen Brasilienreise befindet und sein Geld nicht in den Sand setzen möchte.
Spartipp: Push-Dienste und GPS im Ausland besser abschalten
Ein Kostenrisiko sind datenintensive Anwendungen wie Navigation, Email- oder News-pushing. Diese Apps sind zwar bequem, gleichzeitig aber im Ausland extrem kostenträchtig, da sie unbemerkt Verbindung mit dem Internet aufnehmen und permanent Daten saugen. Gerade Navigations-Software im Smartphone funktioniert nicht nur über GPS allein, so wie die Navigationsgeräte im Auto, sondern verursacht einen ständigen Datenverkehr, weil die umfangreiche Software ständig neu aus dem Internet geladen wird. Ebenso nehmen alle sogenannten Push-Dienste immer wieder selbständig Kontakt mit dem Netz auf, um stets aktuelle Informationen zu finden, wodurch ständig Daten geladen werden.
Tipp: Sicherheitshalber Internetsperre beim Provider beantragen
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor der Auslandsreise bei seinem Provider eine befristete Internetsperre beantragen. Das geht telefonisch und ist kostenlos. Dann ist man auf der sicheren Seite und es kann nicht vorkommen, versehentlich durch Einschalten des iPhones hohe Kosten zu verursachen. Wer auf sein Smartphone im Urlaub nicht verzichten will, sollte bei seinem Provider nach einem Auslandspaket fragen. Dann kann - vor der Reise freigeschaltet - der iPhone-Nutzer eine bestimmte geringe Datenmenge zu vorher festgelegten Preisen im Ausland nutzen. Zum Beispiel bietet Vodafone für 5 bis 30 Euro pro Woche spezielle Pakete fürs Ausland an. Und wer „Datenroaming“ ausschaltet, kann mit seinem iPhone im Hotel oder Café den gleichzeitig den Hotspot nutzen und über WLAN kostenlos ins Internet. Wer es noch bequemer haben möchte, nimmt den "großen Bruder" mit und nutzt die Vorteile des iPad 2.
