
- Gratisproben, am falschen Ende gespart? - Hans-Peter Reichartz / pixelio.de
Kostenlose Warenproben - die Unternehmen sind geiziger geworden
Tatsächlich hat man den Eindruck, dass Unternehmen mit kostenlosen Warenproben heute geiziger sind als früher. Dies gilt besonders für Kosmetik- und Parfümproben. Diese bekamen Kunden früher in Kaufhäusern und Parfümerien zu Dutzenden kostenlos geschenkt, auch wenn gar nichts gekauft wurde. Das ist heute nicht mehr so, in den meisten Parfümerien gibt es nur noch Proben für Kunden, die etwas gekauft haben. Auch die Größen haben sich verändert, während es früher die kleinen Glasröhrchen mit Minizerstäuber gab, die für mehrere Anwendungen ausreichten, muss man sich heute oft mit einem abziehbaren Aufkleber zur einmaligen Anwendung begnügen. Kostenlose Warenproben für Lebensmittel werden immer noch gerne angeboten, vor allem an sogenannten Verköstigungsständen in größeren Supermärkten. Solche Häppchen sind jedoch in der Regel nicht zum mitnehmen, die Zeiten, in denen die Unternehmen bereitwillig kleinere Packungen Cornflakes, Snacks, Tütensuppen oder andere Lebensmittel verteilten, scheinen zumindest in Deutschland vorbei zu sein.
Kostenlose Warenproben im Internet bestellen
Kostenlose Warenproben sind immer noch erhältlich, heutzutage meistens über das Internet. Viele Firmen bieten Testprodukte an, die Auswahl reicht von Pampers über Suppenpulver bis hin zu kostenlosen Parfümproben. Auf verschiedenen Internetseiten wie finden Sie die aktuellen Angebote für kostenlose Warenproben. Kostenlose Produktproben sind also immer noch erhältlich, die Frage ist allerdings, ob sich das lohnt? Denn in der Regel verlangen die Unternehmen eine Gegenleistung.
Die Gegenleistung für kostenlose Warenproben: oft mehr als eine Adresse
Die kostenlosen Produktproben sind tatsächlich nicht wirklich kostenlos, denn eine Gegenleistung wird in der Regel verlangt. Das mindeste, das Sie angeben müssen, ist Ihre Adresse. Denn schließlich soll das Produkt auch zu Ihnen nachhause geschickt werden. Seriöse Unternehmen verwenden Ihre Adressdaten jedoch nur zu eigenen Marketingzwecken und geben sie nicht an andere weiter. Sie sollten also auf jeden Fall auf die Datenschutzklausel achten, wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Briefkasten in Zukunft mit Werbebriefen überschüttet wird. In vielen Fällen geht die Gegenleistung jedoch über die Vergabe der Adresse hinaus. Denn das Unternehmen möchte Ihre Meinung zu dem neuen Produkt wissen. Natürlich kann man Sie hier zu keiner Auskunft zwingen, ist das Produkt einmal versendet worden, hat sich die Sache für viele Verbraucher erledigt. Möglicherweise wird das Unternehmen Sie anrufen und Sie zu Ihrer Meinung zu dem Produkt befragen. Es ist natürlich Ihre Sache, ob Sie darauf eingehen oder nicht. Manchmal sind Unternehmen jedoch etwas geschickter wenn es darum geht, ein Verbraucherprofil zu erstellen. Besonders bei Produktproben für junge Mütter wie Pampers oder andere Baby Produkte gibt es häufig ein Forum auf der Seite des Herstellers, bei dem Sie sich erst einmal anmelden und ein wenig aktiv werden müssen, bevor Sie Gutscheine und gratis Proben zugeschickt bekommen. Ob sich die kostenlosen Warenproben für Sie lohnen, müssen Sie selbst entscheiden. Ist das Produkt attraktiv (wie zum Beispiel Parfümproben), geben viele Verbraucher gerne etwas zurück. Ob sich der Aufwand für ein einziges Kaffeepad lohnt, sei einmal dahingestellt.
Quelle: gratistempel.de
