Wer ein Video vom letzten Konzertbesuch, der Lieblingsband oder dem gemeinsamen Junggesellenabschied sucht, wird in 99% aller Fälle bei YouTube fündig. Doch ist die Nummer 1 unter den Videosuchmaschinen eigentlich auch die beste und was gibt es überhaupt für Alternativen? Wir haben den Revierbeißer mit fünf anderen Videoportalen verglichen. Dabei mussten die folgenden Kriterien erfüllt sein:
- kostenlose Nutzung
- Darstellung von hochauflösenden Videos möglich (HD-Videos)
- keine spezielle Software notwendig
Die Social Community-Plattform bietet die Videofunktion neben vielfältigen Kommunikationsfeatures quasi als Bonbon an, um persönliche Videos mit anderen Facebook-Freunden zu teilen. Über das "Was machst du gerade" Eingabefeld können User die Videos auf der Profil-Seite hochladen und bestimmen, welche Facebook-Freunde das Video anschauen können. Negativ: HD-Videos werden nicht automatisch angezeigt, sondern müssen erst mühsam über das Symbol "in hoher Auflösung ansehen" ausgewählt werden. Zudem sind Dateigröße und Abspieldauer begrenzt.
Exposure Room
Jetzt wird es künstlerisch. Denn das Exposure Room-Portal bietet talentierten Nachwuchs-Regisseuren die Chance, ihre kreativen Fähigkeiten der Welt zu präsentieren. Beim Upload der Videos lassen sich Angaben zur Filmcrew, dem Kameramodell oder der eingesetzten Lichtanlage machen. Für den Hobbyfilmer, der nur mal schnell ein Video von Omas 85. Geburtstagsfeier ins Netz stellen will, ist der Exposure Room sicherlich die falsche Wahl. Ernsthaften Künstlern wird jedoch eine hervorragende Plattform geboten, bei der zudem Dateigröße und Abspieldauer nicht limitiert sind.
Sevenload
Auch wenn sich der Name so anhören mag: Sevenload ist weder ein Getränk noch der Name für einen neuen Lottotippschein. Vielmehr hat sich das deutsche Videoportal zum Ziel gesetzt, die Nutzer für die Mühen des Video-Uploads zu belohnen. Wer Lust hat, Clips für die Sevenload-Kanäle (u.a. Musik, Lifestyle, Ratgeber) zu produzieren, kann sich bewerben und wird nach erfolgreicher Aufnahme mit bis zu 50% an den Werbeeinnahmen beteiligt. Zudem gibt es Belohnungspunkte für User, die eifrig Kommentare schreiben, Videos hochladen und sich im Gästebuch verewigen. Sevenload begrenzt die maximale Uploadgröße der Videodateien, jedoch nicht deren Abspieldauer.
Dailymotion
Wer schon immer mal den Status "Motionmaker" innehaben wollte, um vor seinen Freunden anzugeben, ist bei Dailymotion genau an der richtigen Adresse. Damit das erste Video live geht, muss das Dailymotion-Team erst die Freigabe erteilen. Das kann mitunter mehrere Tage dauern. Solange hängt das Video in der Warteschleife. Hat man das Go erhalten, kann man als Motionmaker seine Clips durch Farbgestaltung und verschiedene Banner personalisieren. Dailymotion limitiert sowohl die Dateigröße als auch Abspieldauer der Videos.
MyVideo
Das Portal MyVideo ist bekannt aus dem Privatfernsehen. In Shows von Sat1 und ProSieben wurden bereits Clips des Portals zum Besten gegeben und somit einer größeren Zuschauerzahl präsentiert. Auf Knopfdruck kann man sich die Top 100 anschauen oder durch die Kategorie A-Z browsen. Dadurch macht das Stöbern Spaß. Dateigröße und Abspieldauer sind hier allerdings so arg begrenzt, dass MyVideo keinem anderen Konkurrenten das Wasser reichen kann.
YouTube
Der Platzhirsch unter den Videoportalen punktet mit riesigem Funktionsumfang. Der Upload von Videos ist dank der intuitiv gestalteten Bedienungsoberfläche ein Kinderspiel, genauso wie die anschließende Einstellung, ob das Video nur privat oder der gesamten Internetgemeinde angeboten werden soll. Texte, Sprechblasen und Links lassen sich per Knopfdruck in das Video einbetten - da fühlt man sich beinahe wie ein Hollywood-Regisseur. Abschließend darf man sogar noch entscheiden, ob der Clip auf anderen Webseiten eingebettet werden darf und über YouTubes Mobil- und Fernsehseite flimmern darf. Negativ: YouTube limitiert die Dateigröße und maximale Spieldauer pro Video.
Quelle: CT-Magazin 22 (12.10.2009)
