
- Computer mit Maus - Pia Helfferich
Wer ausprobieren möchte, wie es ist, einen Blog zu schreiben, der sucht in der Regel zunächst nach einer Möglichkeit vor allem kostenlos und unkompliziert einen eigenen Blog einzurichten. Da kommt dann das Angebot von Wordpress genau richtig. Nur wenige Minuten leichter Arbeit trennen den neuen Blogger noch von seinem Ziel, heißt es dort sinngemäß. Doch wenn man dann ein wenig recherchiert, stößt man schnell auf komplizierte Dinge. Da wird erwähnt, dass man Webspace benötigt, dessen Host auch Blogs erlaubt, was natürlich auch etwas kosten würde, dass man zuerst die Wordpress-Datei herunterladen und installieren muss, überall im Netz tauchen Fragen zum Einbinden von Plugins auf … Das erweckt schon nicht mehr den Eindruck, völlig unkompliziert zu sein – der Neu-Blogger ist verwirrt.
Was ist denn nun richtig: kostenlos und schnell oder mit Kosten verbunden und aufwendiger? Beides. Es gibt verschiedene Varianten, einen Wordpress-Blog einzurichten. Wer größeren Gestaltungsraum wünscht, den Blog auf die eigene Webseite einbinden möchte oder Ähnliches, der muss etwas mehr Arbeit in Kauf nehmen. Daneben gibt es jedoch tatsächlich die Möglichkeit, ohne eigenen Webspace sehr schnell einen simplen, einfach zu bedienenden Blog einzurichten, ohne dass dadurch Kosten entstehen. Um diese zweite Variante soll es in diesem Artikel ausschließlich gehen.
Blog anmelden
Auf der Seite de.wordpress.com gibt es einen nicht zu übersehenden Anmeldebutton. Dort klickt man drauf und wählt als Namen den, den der Blog später tragen soll. In der absolut kostenfreien Variante heißt der Blog dann wunschname.wordpress.com. Für wenige Dollar ist es auch möglich, die Adresse wunschname.com zu erhalten, doch für neue Blogbetreiber ist das sicher erst einmal nicht wichtig und man kann diesen Punkt, wie auch jeden anderen, im Nachhinein jederzeit ändern.
Account aktivieren
Um sich diese Änderungsarbeit zu ersparen, wählt man beim nächsten Schritt am besten gleich die E-Mail-Adresse aus, über die man zukünftig alles regeln möchte, was mit dem Blog zusammenhängt. Hat man schließlich alle Felder ausgefüllt und auf den Button Sign up geklickt, erhält man innerhalb weniger Minuten eine E-Mail mit einem Aktivierungslink. Klickt man ihn an, ist der Account offiziell registriert und man wird unter view your site schon mal zur Ansicht des Blogs weitergeleitet, wie er in diesem Moment aussieht: Noch ziemlich leer, aber das lässt sich schnell ändern.
Den Blog gestalten
Mit einem Klick auf admin dashboard landet man in den Kulissen des Blogs. Hier kann die Seite gestaltet und können Artikel geschrieben werden. Auch die kostenlose Blogversion hat relativ viele Gestaltungsmöglichkeiten, im Folgenden werden die wichtigsten Schritte vorgestellt.
Themes
Als erstes klickt man im Dashboard auf der linken Seite unter Design auf Themes. Damit gestaltet man den Grundriss des Blogs. Aus unzähligen Themes kann man sich eins aussuchen und somit bestimmen, an welcher Stelle im Blog sich das Bild befindet und wie groß es ist, wo sich die Widgets befinden und Ähnliches.
Widgets
Apropos, diese Widgets kann man als nächstes aussuchen. Nun gilt es zu entscheiden, ob man zum Beispiel einen Kalender, eine Liste der neuesten Beiträge, die letzten eigenen Twitterbeiträge und so weiter auf den Blog einbinden will. Man klickt das gewünschte Widget an und zieht es nach rechts in die dafür vorgesehene Box.
Header
Klickt man auf Header, kann man über das Bild bestimmen, das den oberen Teil des Blogs ziert. Je nach gewähltem Theme stehen verschiedene Bilder zur Auswahl oder man lädt ein eigenes hoch, das den Größenvorgaben entspricht.
Seiten
Damit steht das Design des Blogs. Nun kann man verschiedene Seiten einrichten. Während die Blogbeiträge auf der Startseite erscheinen, können Informationen wie das Impressum, die Seite Über mich oder was auch immer man den Lesern gesondert mitteilen, möchte auf Seiten publiziert werden, deren Titel je nach Theme in einer Leiste aufgeführt werden, die sich meistens unter dem Header befindet.
Artikel
Nun steht dem ersten Blogbeitrag nichts mehr im Wege. Unter Artikel | erstellen findet man einen Editor, der weitestgehend selbsterklärend ist. Hingewiesen sei an dieser Stelle darauf, dass man mittels des Mehr-Buttons (vierter von rechts) bestimmen kann, wie viel des Artikels auf der Startseite zu lesen ist bis der Link zum Weiterlesen des vollständigen Artikels erscheint. Setzt man diesen Mehr-Button nicht ein, erscheint der Artikel in vollständiger Länge auf der Startseite, was bei zunehmender Artikelzahl unübersichtlich wird.
Kategorien
Um für Ordnung zu sorgen, kann man verschiedene Kategorien erstellen, denen die Artikel zugeordnet werden. Das Erstellen der Kategorien lässt sich vorab erledigen, aufgeführt wird die jeweilige Kategorie jedoch erst im Blog, wenn sie auch mit mindestens einem Artikel gefüllt ist.
