Kräuter heilen Tiere

Heilpflanzen und Kräutermischungen für Hund, Katze und Pferd

Arthrose, Allergie, Husten, Schnupfen und andere Zivilisationskrankheiten unserer Haustiere lassen sich mit Kräutern hervorragend therapieren.

Heilpflanzen lassen sich bei fast allen Beschwerden einsetzen. Die Haut, der Bewegungsapparat, die Gelenke, die Atmungsorgane, die Verdauungsorgane, können durch die Phytotherapie wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Besonders der Zivilisationskrankheit unserer Haustiere, der Allergie mit unterschiedlichen Erscheinungsformen, kann mit der Phytotherapie wirkungsvoll begegnet werden.

Aber nicht nur bei Störungen oder chronischen Erkrankungen kommt die Phytotherapie zum Einsatz. In akuten Notfällen kann die Phytotherapie ebenfalls gute Dienste leisten.

Hier nur ein Beispiel: Bei der Säuberung von dreckigen Wunden und deren Heilung ohne Eiterbildung oder wildem Fleisch, kommt Arnikatinktur sehr erfolgreich zum Einsatz.

Einsatzgebiete von Heilkräutern:

  • Lindenblüten (getrocknet) bei Erkältungen, um Fieber günstig zu beeinflussen, um so die Krankheitserreger abzutöten bzw. durch das Schwitzen aus dem Körper zu leiten. (Bitte nicht bei Hunden anwenden, da sie nicht im herkömmlichen Sinne schwitzen können und nur übers hecheln die Temperatur im Körper ausgleichen).
  • Brennnesseltee = entschlackend; wird bei Arthrose und Lahmheiten eingesetzt
  • Schwarzer Tee = unter anderem bei Diarrhö (Durchfall)
  • Johanniskrauttee zur Vorbeugung von Stress ausgelöst durch Ausstellung, Tierarztbesuche, längere Autofahrten und dergleichen mehr.
  • Schachtelhalmtee bei Ekzemen und zur Gesunderhaltung der Haut
  • Hagebuttentee für einen gesunden Verdauungsapparat, zur Blutreinigung, harnfördernd. Hagebutten haben aufgrund ihres hohen Vitamin-C Gehaltes, besonders im Winter Hochkonjunktur. Als Vitaminbombe in der kalten Jahreszeit bei den Tieren beliebt.

Kräutermischung zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen.

Teemischung aus: je 25 g Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut.

Dieser Tee wird aufgebrüht und 10 Minuten ziehen gelassen. Nach dem Abgießen wird der Tee übers Trockenfutter(bei Hunden) gegeben. Das Futter quillt auf, was sehr gut für die Verdauung ist und die Inhaltsstoffe der Teemischung ziehen in das Futter. Wenn die Tiere es mögen, kann man auch die Heilkräuter mit verfüttern. Bei Pferden kann man Weizenkleie oder Zuckerrübenschnitzel anstelle von Wasser mit Tee ansetzen.

Kräutertee zur Unterstützung einer Fastenkur

Da unsere Tiere leider auch an dieser Zivilisationskrankheit leiden und durch Übergewicht natürlich auch Hautprobleme und Gelenkprobleme bekommen, ist diese Teemischung mit einer speziell ausgearbeiteten Diät gut zu kombinieren.

Dieser Kräutertee wird als Aufguss verwendet. Die Kräuter müssen alle zu gleichen Teilen vorhanden sein, zum Beispiel je 20 Gramm ergeben eine fertige Mischung von 120 g, die voll ausreichend ist für die Unterstützung der Diät.

Dieser Kräutertee setzt sich wie folgt zusammen:

  • Himbeerblätter, Brombeerblätter, Lindenblüten, Holunderblüten, Hagebuttenschalen und Fenchelfrüchte.

Jeder Züchter erlebt immer wieder, dass die Zuchthündin zu wenig Milch hat oder die Welpenzahl zu groß ist, um genügend Milch zu bilden. Bevor auf Flaschenaufzucht umgestiegen werden muss, besteht die Möglichkeit mit folgendem Tee die Milchbildung anregen:

Als Aufguss je 10 g Fenchelfrüchte, Dillsamen, Anisfrüchte und Kümmelfrüchte, sowie 20 g Brennnesselblätter verwenden.

Alle diese Teemischungen können problemlos unters Futter gemischt werden oder mit Zugabe von Honig zum Trinken angeboten werden.

  • Wacholderbeeren, Birkenblätter, Heidelbeerblätter und Brennnesseln regulieren den Stoffwechsel und fördern die Nierentätigkeit. Eine sehr gute Unterstützung bei Entgiftungstherapien.
  • Dinkelkissen besonders für Hunde und Katzenkissen, sorgen für einen erholsamen Schlaf und wirken Verspannungen entgegen. In den Tierkissen finden auch Wacholderbeeren ihr Einsatzgebiet und zwar gegen Ungeziefer.

Wundsalbe selbst herstellen

Eine Wundsalbe die recht lange haltbar ist, wenn sie in verschlossenen Dosen aufbewahrt wird, kann jeder selbst herstellen.

Dazu wird benötigt:

  • 1 Zwiebel und eine Fenchelknolle (kleingehackt)
  • 2 Knoblauchzehen
  • je eine Handvoll Salbei und Kamillenteeblätter

Alles zusammen aufkochen, danach mit Honig vermischen (darf nicht mehr kochen) und zur Geschmeidigkeit Lanolin hinzugeben.

Bei kleineren Wunden und Schrammen sehr gut zum Desinfizieren und zur Heilungsförderung.

Zwiebeln sind bei Husten bzw. Erkältungskrankheiten sehr gut wirksam und können vorbeugend in der kalten Jahreszeit eingesetzt werden. Ein weiteres erprobtes Hausmittel ist es, eine gedünstete Zwiebel pro Tag mit einer zerquetschten Knoblauchzehe zu vermischen und mit 1-2 Teelöffeln Honig zu vermengen. Am besten verabreicht man diese Mischung unters Futter.

Um nicht täglich Zwiebeln dünsten zu müssen, kann dieser Brei für eine Woche hergestellt und in dunklen Gläsern mit Schraubverschluss sicher aufbewahrt werden.

Weißkohl gegen Sehnenbeschwerden der Pferde

Bei geschwollenen, nicht offenen, Beinen und Sehnenscheideentzündung kann „Gemüse“ bei der Heilung helfen.

Hierzu wird ein Weißkohlblatt benötigt, das mit einem Nudelholz plattwalzt wird, damit die Blattadern zerstört werden und ihre Inhaltsstoffe an die Haut abgeben können.

Die erkrankte Stelle mit dem Kohlblatt umwickeln, mit einer Plastiktüte vor dem Austrocknen schützen und zum Schluss mit einer Wollbandage festigen. Nach 2 –3 Tagen den Verband abnehmen und die Schwellung ist fast ganz zurückgegangen.

Das gleiche gilt für Quark. Einen 24-stündigen Umschlag wie oben beschrieben und die Schwellung ist so gut wie weg.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann!

Claudia Stein, Claudia Stein

Claudia Stein - 1996 - 1999 Ausbildung zur Tierheilpraktikerin mit Diplom 1996 - 2000 Ausbildung zur Kynologin und ...

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