Marinaden aus heimischen Kräutern machen aus einfachen Nahrungsmitteln Delikatessen. Frisch geerntet und zubereitet ist ihr Gesundheitswert nicht zu verachten.
Früher dienten Marinaden dazu, das Fleisch durch Essig oder Zitrone haltbar zu machen. Heute schätzt man den Effekt, dass mariniertes Fleisch beim Grillen nicht so schnell verbrennt, außerdem machen die Marinaden das Fleisch zart und saftig und gibt ihm, je nach Zutaten, ein spezielles Aroma.
Marinaden selbstgemacht
Am besten bereitet man die Marinaden selbst zu, so ist man sicher vor Geschmacksverstärkern, Konservierungs – und Farbstoffen. Das Fleisch sollte mit Marinade bedeckt sein und mindestens ein paar Stunden ziehen, je länger es in der Marinade liegt, desto intensiver wird der Geschmack. Gibt man das Fleisch zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel und lässt es über Nacht ziehen, erhält man ein besonders zartes und aromatisches Grillfleisch. Das Fleisch sollte während des Marinierens immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ungefähr eine Stunde bevor das Fleisch gegrillt wird, nimmt man es aus dem Kühlschrank, damit die Marinade nicht in die Glut tropft, trocknet man das Grillgut mit einer Küchenrolle ab.
Basis für die Marinaden sind Essig oder Zitronensaft, Öl und Gewürze.
Marinade mit frischen Pfefferminzblättern - Rezept aus Sizilien
Für ein Kilo Fleisch benötigt man
30 g Pfefferminzblätter
1-2 Zitronen
3 Knoblauchzehen
3 Esslöffel Olivenöl
10 g Oregano
etwas Salz (grobkörnig) und Pfeffer
Zuerst werden die Pfefferminzblätter mit den Knoblauchzehen und dem Salz mit dem Mörser zerstoßen. Danach fügt man den Saft der Zitronen und das Olivenöl hinzu. Zum Schluss fügt man Oregano und etwas Pfeffer hinzu und verrührt das Ganze bis eine homogene dickflüssige Masse entsteht.
Anstelle von Fleisch kann man auch Gemüse marinieren. Auberginen und Zucchini eignen sich besonders gut.
Marinierte Auberginen (für 4 Personen)
2-3 mittelgroße Auberginen
2-3 Esslöffel Olivenöl zum Braten
Marinade
4 Esslöffel Olivenöl
2-3 Esslöffel Weinessig
2-3 Knoblauchzehen, gepresst, Salz
schwarzer Pfeffer
einige Oreganoblätter
Auberginen waschen, Stielansatz entfernen und in Scheiben schneiden. Das Öl erhitzen und die Auberginenscheiben goldgelb darin anbraten. Auf mehreren Lagen Küchenkrepp abtropfen und auskühlen lassen. Anschließend auf einem flachen Teller anrichten.
Für die Marinade Olivenöl, Esssig, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Oregano verrühren und über die Auberginen verteilen.
Zucchinisalat mit Tomaten (für 4 Personen)
350 g Zucchini
400 g Tomaten
1 Bund Petersilie, fein gehackt
8-10 Basilikumblättchen
1 Knoblauchzehe, halbiert
Marinade
2 Knoblauchzehen, gepresst
3 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Balsamico-Essig
Kräutersalz
Pfeffer aus der Mühle
Zucchini und Tomaten waschen, putzen, Zucchini und Tomaten in Scheiben schneiden. Mit der halbierten Knoblauchzehe eine Salatschüssel ausreiben.
Für die Marinade durchgepressten Knoblauch, Olivenöl, Balsamico-Essig, Kräutersalz und Pfeffer verrühren.
Zucchini, Tomaten und gehackte Petersilie in die Salatschüssel geben, die Marinade darüber gießen und alles gut durchmischen, mit den Basilikumblättern bestreuen und servieren.
