Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Farbarten und Farbtöne in den Läden für Künstlerbedarf, alle Jahre wieder, besonders vor Weihnachten, aber auch in Supermärkten und bei Discountern. Da letztere oft zu günstigen Preisen zu haben sind, lohnt sich ein Einkauf nicht nur als Geschenk, sondern auch für den eigenen Bedarf. So kann man ohne großes Risiko neue Effekte ausprobieren. Wer Glück hat, findet auch nach Weihnachten noch Restbestände in den Regalen.

Als Anfänger mit Acryl-Effektpasten, gemischt mit normalen Acrylfarben, ohne Kitsch Bilder malen

Die Arbeit mit Acryl-Effektpasten ist einfach und führt auch bei Anfängern zu schnellen und interessanten Ergebnissen. Die Pasten lassen sich wunderbar mit normalen Acrylfarben kombinieren. Man kann damit deckend, pastös, aber auch – mit reichliche Wasser vermischt – lasierend malen. Über Geschmack soll man nicht streiten. Doch wer kein ausgesprochenes Faible für kitschig wirkende Bilder hat, sollte davon absehen, nur mit Effektpasten und Farbtönen, wie Perlmutt, Silbersatin, Goldsatin, Kupfer und Antikgold zu malen.

Effektpasten mit Pinseln, Palettmessern, Spachteln oder Lackierrollen auftragen – Kombi mit Kreide

Die Pasten können sowohl mit Pinseln als auch mit Palettmessern oder Spachteln aufgetragen werden. Ein anschließendes Strukturieren ist ebenso möglich wie das deckende oder lasierende Übermalen mit normalen Acrylfarben. Auch ein späterer Auftrag von Ölkreiden ist denkbar und führt zu effektvollen Resultaten. Da die Effektpasten in noch feuchtem Zustand leicht klebrig sind, lassen sie sich wunderbar auch als Grundlage für Collagen nutzen. Die Trocknungszeit ist relativ kurz, sehr dicke Aufträge benötigen bis zur völligen Durchtrocknung etwas mehr Zeit. Es ist nicht notwendig, das Durchtrocknen abzuwarten, bevor übermalt werden kann. Größere Flächen können auch mit Hilfe von Lackierrollen eingefärbt werden. Zum Mischen der Farben benutzen Sie Paletten aus Kunststoff, alte, weiße Porzellanteller oder Wegwerfpaletten. Es ist aber auch möglich, kleine(!) Mengen Farbe aus der Tube direkt auf den Untergrund zu drücken, von dort mit dem Pinsel abzuheben, zu vermalen und zu vermischen.

Arbeitstisch und Arbeitskleidung bei der Arbeit mit Acrylpasten schützen - Malerkittel und Staffelei

Sind die Pasten erst einmal angetrocknet, lassen sie sich nicht mehr anlösen. Das gilt auch für Arbeitsunterlagen und Arbeitskleidung. Arbeiten Sie deshalb auf einer Staffelei oder einem robusten Arbeitstisch. Den Tisch sollten Sie mit Zeitungspapier oder mit Pappe abdecken. Tragen Sie alte Klamotten oder einen Malerkittel.

Malgründe für die Arbeit mit Strukturpasten & die Wahl geeigneter Motive - von Abstrakt bis Porträt

Als Malgrund eignen sich Leinwände, grundierte Graupappen oder Malblöcke für die Acrylmalerei. Wenn Sie nicht zu nass arbeiten, genügt für erste Versuche auch weißer Zeichenkarton. Grundsätzlich lässt sich jedes denkbare Motiv mit Effektpasten modern und interessant gestalten. Viel Spaß macht das Spiel mit Farben und Pasten, auch das nicht gegenständliche Malen zu Musik.

Porträts mit Acrylpasten gestalten und mit farbigen Streifen zusätzliche Effekte setzen

Eine gute Wirkung lässt sich auch bei Porträts mit Acrylfarben erzielen, wenn Sie mit Effektpasten kombinieren. Ist das Porträt zu groß oder zu üppig geraten, gibt es eine Lösung, die zu zusätzlichen Effekten führt:

  • Schneiden Sie das Bild kleiner, mit Hilfe von Lineal und Schere oder mit einem Cutter. Je nach Größe des Porträts kann sich dabei eine Reduktion von A 3 auf A 4 ergeben. Schneiden Sie aus den Randstreifen Abschnitte mit schrägen Rändern zu.
  • Kleben Sie das ausgeschnittene Porträt vollflächig auf einen weißen Bogen Zeichenkarton, der größer als das jetzige Bild ist. So entsteht eine Art Passepartout.
  • Kleben Sie bunte Streifen darüber und/oder daneben. Ein Beispiel zeigt das Foto.