Kreatives Schreiben ist gut und schön, aber woher sollen bloß die Ideen für eine Geschichte kommen? Wovon soll man sich inspirieren lassen? Oft sind Ideen gar nicht so weit entfernt wie man immer glaubt, denn man muss lediglich die Augen und Ohren offen halten, um diese zu finden. Sie liegen quasi auf der Straße. Der einfache Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt birgt oft schon eine neue Idee für die nächste Geschichte oder gibt Inspirationen für Details, die man in diese einbauen kann.
Woran erkennt man eine Inspiration?
Im Prinzip kann man wirklich alles in eine Geschichte einbauen. Sei es der kleine Junge, der vor dem Supermarkt auf seine Mama wartet und dabei eine Kaugummiblase nach der anderen fabriziert. Oder die Frau, die ihren Königspudel im Park spazieren führt. Jede Kleinigkeit kann wichtig sein, denn alltägliche Details lockern eine Geschichte auf, machen sie lebensechter. Der Leser kann durch sie die Welt um die Handlung an sich besser kennenlernen. Er kann sich besser zurechtfinden und oft auch mit einigen Dingen identifizieren, weil er selbst schon einmal eine solche Situation gesehen oder gar selbst erlebt hat.
Anstatt also immer nur auf ein leeres Blatt oder das leere Dokument auf dem Bildschirm zu starren, sollte man sich einfach mal nach draußen begeben und sich seine nähere Umgebung einmal näher betrachten. Ein kleiner Spaziergang durch die Siedlung, den Park oder einfach durch Wald und Wiesen kann oft viel mehr helfen als ständiges Grübeln, was man als nächstes schreiben könnte. Bei jeder Gelegenheit sollte man seine nähere Umgebung mit den Augen eines Autors betrachten. Dadurch nimmt man jede Kleinigkeit wahr, die man so vielleicht nicht beachtet hätte.
Notizen sind die besten Freunde eines Autors
Selbst wenn eine Inspiration oder Idee nicht zu der Geschichte passt, an der man gerade arbeitet, sollte man sie sich dennoch aufschreiben. Denn später hat man sie vielleicht vergessen, könnte sie aber nun für eine neue Geschichte sehr gut gebrauchen. Genau aus dem Grund sollte man sich angewöhnen, ein Notizbuch für Ideen und Inspirationen anzulegen. In dieses kann man alles hineinschreiben, was einen ein- und auffällt und später immer wieder darauf zurückgreifen. Notizbücher sind sozusagen ein Ideensammelsorium für Autoren.
Man sollte daher sein Notizbuch immer bei sich tragen, um bei jeder Gelegenheit eine neue Idee oder Inspiration hinzufügen zu können. Vor dem Schlafengehen sollte es auf dem Nachttisch liegen. Denn es kommt nicht selten vor, dass man kurz vor dem Einschlafen – oder sogar während des Schlafens in einem Traum – eine Idee hat. Wenn man diese nicht umgehend aufschreibt, kann es passieren, dass sie am nächsten Morgen schon wieder Schnee von gestern ist, weil man sie schlicht und einfach vergessen hat.
