
- Weißdorn - gut fürs Herz und blutdruckregulierend - www.pixelio echino
Unter Kreislaufstörungen, in der medizinischen Terminologie auch oft orthostatische Dysregulation genannt, wird im Allgemeinen der absinkende, niedrige Blutdruck verstanden, der mit Schwindel, Flimmern vor den Augen, kaltem Schweißausbruch und Herzklopfen einhergehen kann. Das Blut versackt in den Beinen und versorgt das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff, was zu den beschriebenen Symptomen führt. Durch Erhöhung der Frequenz versucht das Herz der Verlangsamung der Blutfließgeschwindigkeit beziehungsweise dem nicht ausreichenden Druck in den Gefäßen entgegenzuwirken. Auch eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit ist bei extrem niedrigem Blutdruck durchaus möglich. Wichtig ist, die ersten Anzeichen ernst zu nehmen. Wenn immer möglich, sollte man sich hinlegen und die Beine in eine erhöhte Position bringen. Oft hilft schon diese einfache Maßnahme, die Symptomatik zu verbessern.
Allgemeine Tipps gegen niedrigen Blutdruck
Auf synthetische Medikamente sollte, wenn möglich in erster Linie und vor allem dauerhaft verzichtet werden, denn oft reichen schon einfache Maßnahmen, um den Blutdruck in Schwung zu bringen. Folgende Tipps dienen weniger zur Beseitigung eines aktuell niedrigen Blutdrucks, sondern sollen einem plötzlichem Blutdruckabfall vorbeugen:
- regelmäßige sportliche Betätigung
- Wechselduschen beziehungsweise Kneipp-Güsse
- Bürstenmassagen
- ausgewogene, eher salzreiche Ernährung
- ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Mineralwasser sollte natriumreich sein
- Vermeiden von Übermüdung und Überlastung
- Bei ausgeprägten Krampfadern Stützstrümpfe tragen
- Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder Yoga zur besseren Stressbewältigung
- Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper
Weißdorn und Kampfer wirken blutdruckregulierend
Naturheilkundliche Medikamente, die eine Kombination aus Weißdorn und Kampfer enthalten, können sowohl im Akutfall als auch zur allgemeinen Unterstützung eines niedrigen Blutdrucks eingesetzt werden. Weißdorn ist die klassische Pflanze der Naturheilkunde, die zur Herzstärkung eingesetzt wird. Kampfer, ein Stoff aus der Rinde des aus China kommenden Kampferbaumes, war schon in früherer Zeit Bestandteil der Riechfläschen der feinen Damen, die damit aus Ohnmachtsanfällen rasch wieder erweckt werden konnten. Kampfer ist ein altbewährtes Hausmittel bei Symptomen einer Kreislaufstörung aufgrund von niedrigem Blutdruck. Die Wirksamkeit konnte anhand einer wissenschaftlichen Studie von Professor Schandry, Leiter der Arbeitseinheit Biologische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München bestätigt werden Das Team um Professor Schandry untersucht seit mehreren Jahren die Zusammenhänge zwischen Herz-Kreislauf-Prozessen und mentalen Vorgängen. Unter der Studie erhielt eine Probandengruppe mit niedrigem Blutdruck ein kampferhaltiges Herz-Kreislauf-Mittel, die Gegengruppe ein Placebopräparat. Die mentalen Leistungen wurden sowohl vor als auch nach der Einnahme gemessen. Auffallend war, dass die Wirkung des Kampferpräparates bereits ein bis zwei Minuten nach der Einnahme einsetzte. Schon hier konnte eine deutliche Verbesserung von Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Kurzzeitgedächtnis und der Hand-Auge-Koordination gemessen werden. Diese Effekte wurden höher, je stärker der Blutdruck anstieg. Die seit Jahrhunderten bekannte belebende Wirkung des Kampfers wurde mit quantitativen, physiologischen und psychologischen Messmethoden bestätigt.
Ätherisches Rosmarinöl regt den Kreislauf an
Rosmarin gilt in der Aromatherapie als das am stärksten anregende ätherische Öl und kann daher sehr gut bei niedrigem Blutdruck eingesetzt werden. Auch sogenannte „Morgenmuffel“, die große Anlaufschwierigkeiten haben, kommen mit Rosmarin besser in den Tag. Hier hat es sich bewährt einige Tropfen des Öls mit Sahne als Emulgator dem Waschwasser hinzuzugeben – der anregende Effekt ist beeindruckend. Rosmarin hat auch eine herzstärkende Wirkung und ist ein klassischer Bestandteil vieler Herzweine.
Wenn ein niedriger Blutdruck inklusive der entsprechenden Beschwerden trotz aller vorgestellten Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen ist, sollte eine schulmedizinische medikamentöse Therapie zum Einsatz kommen. Die hier am häufigsten verordneten Medikamente sind Sympathomimetika (Etilefrin), Ergotaminabkömmlinge (Dihydroergotamin) und Mineralkortikoide (Fludrokortison).
Quellenangabe:
Publikation: "The effect of Camphor-Crataegus berry extract combination on blood pressure and mental functions in chronic hypotension - randomized placebo controlled double blind design",Phytomedicine, Vol. 15/11, S. 914-922, November 2008)
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