
- Häschen - Birgit Schüler
Kleine Kinder spielen gerne einfache Kreisspiele, die mit simplen Handlungen und Texten begleitet werden. Die Spiele bringen die Kinder auf einer Geburtstagsfeier oder auf der Faschingsparty zusammen, beispielsweise kurz bevor es an den Esstisch geht. Auch einfach zwischendurch bringen sie Spaß, zum Beispiel, wenn die Kinder nicht mehr wissen, was sie spielen können.
Kreisspiel für das ganze Jahr - besonders geeignet zu Ostern
Ein Klassiker ist das Spiel "Häschen in der Grube" für die ganz Kleinen. Sie lieben dieses Spiel, sie kennen alle die süßen, niedlichen Hasen und finden es lustig, die Hüpfbewegungen nachzuahmen. Alle sitzen im Kreis. Ein Kind, das möchte, wird ausgewählt, das Häschen zu sein. Es legt sich in die Kreismitte, entweder auf den Knien mit Bauch und Kopf nach unten, auf die Seite oder einfach auf den Rücken. Es stellt das schlafende Häschen dar. Die anderen beginnen nun mit dem bekannten Lied. Bei der ersten Textzeile "Häschen in der Grube, saß und schlief, saß und schlief" legen die Kinder im Kreis ihre Hände an die Wange und deuten so das Schlafen an. Bei "armes Häschen, bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst" wird das Kind in der Mitte von den anderen Kindern mitfühlend gestreichelt. Wenn die Abschlusszeile "Häschen hüpf, Häschen hüpf, Häschen hüpf" gesungen wird, hüpft das "Häschen-Kind" von der Mitte des Kreises aus wieder auf seinen Platz zurück. Sobald das Kind wieder an seinem Platz angekommen ist, ist das nächste Kind dran. Es geht so lang reihum, bis jedes Kind, das möchte, in der Mitte das Häschen gespielt hat. Scheue Kinder möchten oft erst mal nur zusehen. Manche trauen sich aber nach ein paar Runden, nachdem sie gesehen haben, was von ihnen erwartet wird.
Kreisspiel mit Gegensätzen - passend zu allen vier Jahreszeiten
Bei dem Spiel "Das ist hoch und das ist tief" sprechen alle im Kreis stehenden Kinder einen Reim gemeinsam und machen die dazu passenden Bewegungen. Die meisten Kinder von zwei bis sechs 6 Jahren machen sicher begeistert mit. Bei diesem Spiel lernen Kinder spielerisch viele Gegensatzpaare und oft gibt es Anlass für weitere Gespräche über dieses Thema. Es eignet sich auch gut als Einstieg in ein Projekt zu diesem Thema.
Es beginnt mit "Das ist hoch, das ist tief". Alle nehmen erst die Arme hoch und gehen danach in die Hocke. Beim zweiten Satz "Das ist gerade, das ist schief" werden die Arme an die Beine gelegt und die Kinder stehen ganz kerzengerade. Dann neigen sich alle etwas zur Seite. Der Reim geht weiter mit "das ist langsam, das ist schnell". Die Bewegungen dazu sind denkbar einfach, alle gehen auf der Stelle entsprechend langsam beziehungsweise schnell. Bei dem folgenden Satz "das ist dunkel, das ist hell" halten die Kinder sich abwechselnd die Hand vor die Augen und nehmen sie wieder weg. Der Satz "das ist laut, das ist leis" lässt sich einfach akustisch umsetzen, indem die entsprechenden Wörter laut oder leise ausgesprochen wird. Nun heißt es weiter "Eis ist kalt und Feuer heiß". Hier nehmen die Kinder die Hände kreuzweise an die Schultern und reiben sich, als würden sie frieren und schütteln eine Hand, als hätten sie sich verbrannt.
"Das ist eckig, das ist rund" wird mit den entsprechenden "Luftmalbewegungen" angedeutet. "Was nicht grau ist, das ist bunt" wird mit dem Zeigen auf die verschiedenfarbige Kleidung der Kinder in eine Bewegung umgesetzt. "So geht's runter, so geht's rauf" wird mit den entsprechenden Armbewegungen verdeutlicht. Bei der Zeile "Fenster zu und Fenster auf" machen die Kinder genau diese Bewegungen, als würden sie ein Fenster schließen und öffnen. Weiter heißt es "das ist drüber, das ist drunter". Dies deutet man an, indem ein Arm über den anderen gehalten wird und umgekehrt. "Das ist müde, das ist munter" begleiten die Kinder durch Gähnen und Arme nach oben strecken wie beim Aufwachen. Schließlich kommt der letzte Absatz. Bei "atmet ein, atmet aus" werden die Atemgeräusche laut und deutlich gemacht. Beim letzten Satz "und nun ist das Sprüchlein aus" gehen alle Kinder in die Hocke und halten die Arme seitlich nach oben.
Wichtig bei den Spielen ist es, den Text langsam und deutlich zu sprechen oder zu singen und ausladende deutliche Bewegungen dazu zu machen. Mit diesen Kreisspielen wird die Sprachfähigkeit und die Bewegungsfreude gefördert. Das gemeinsame Tun vermittelt den Kindern Zusammengehörigkeitsgefühl.
