Kubanische Zigarren – Luxus und Genuss

Bester Tabak und Qualität aus dem karibischen Inselstaat

Kubanische Zigarren - Flickr
Kubanische Zigarren - Flickr
Zigarren aus Kuba gehören heute unbestritten zu den besten der Welt, häufig aber auch zu den teuersten. Mit ihrem mittleren bis vollen Geschmack können sie überzeugen.

Bereits die Ureinwohner Kubas, die Taino-Indianer, rauchten grobe Zigarren aus gerollten Tabakblättern. Eine Tradition, die nicht nur das Bild des karibischen Inselstaates geprägt, sondern auch das Ansehen weltweit beeinflusst hat. In Kuba ist die Zigarre zudem ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, der etwa 7 Prozent des Exportvolumens ausmacht. Dabei ging die Zigarrenproduktion nach der Revolution deutlich zurück. Heute gibt es nur noch sechs Fabriken auf Kuba, die handgemachte Zigarren herstellen. Insgesamt 22 Marken gibt es, von denen die meisten eine lange Tradition haben und bei vielen Zigarrenliebhabern äußerst begehrt sind.

Bester Tabak aus Kuba

Kuba bietet mit seinem Klima und der Bodenbeschaffenheit die optimalen Bedingungen für den Tabakanbau. In der Nähe der Städte San Juan y Martinez und San Luis, in der westlichen Provinz Pinar del Rio gelegen, wird der beste Tabak der Welt angebaut und es ist die einzige Region, in der alle Blattsorten für eine Zigarre produziert werden können. Der Tabak wird hier auf vielen kleinen Farmen angebaut, welche sich in Privatbesitz befinden und diesen dann zu einem festgelegten Preis an den Staat verkaufen. In dieser Region herrschen in der Trockenzeit acht Stunden Sonnenschein, 27 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 67%. Ideale Bedingungen, die gemeinsam mit der Bodenbeschaffenheit, so nur selten auf der Welt zu finden sind.

Kubanische Zigarren, so wie die meisten anderen handgemachten Zigarren, setzen sich auch drei verschiedenen Tabak-Lagen zusammen: Deckblatt, Umblatt und die Einlage. Für Havannas verwendet man hierfür fünf verschiedene Tabakblätter, die als die besten der Welt anerkannt werden. Die Einlage oder auch tripa, enthält eine Mischung aus drei verschiedenen Sorten: ligero, seco und volade. Diese werden eingehüllt von dem Umblatt, genannt capote und dem Deckblatt, dem capa. Der teuerste Tabak Kubas wird aus der corojo-Pflanze gewonnen, welcher für das Deckblatt zum Einsatz kommt.

Die kubanischen Zigarrenmarken

Es gibt zahlreiche gute Zigarren aus Kuba. Zu den begehrtesten gehört aber sicherlich die Cohiba. Die Cohiba wurde 1966 als Havannas erste Marke lediglich für den diplomatischen Gebrauch eingeführt. Heute gibt es, abgesehen von einigen Sondereditionen, insgesamt elf verschiedene Formate, in denen es diese Marke zu kaufen gibt. Zu den gefragtestem gehören hierbei die Robusto, welche ein 50er Ringmaß aufweist und somit sehr dick ist, als auch die Esplendido, welche eher als lang und schlank zu bezeichnen ist. Mit einem einzelnen Zigarrenpreis von etwa 17 Euro für die Robusto und circa 27 Euro für die Esplendido gehören diese beiden Zigarren aber auch schon eher zu den kostspieligeren Sorten. Zu einer ganz besonderen Marke gehört ebenfalls Romeo y Julieta, welche 1875 von Alvarez y Gracia gegründet und 1903 von Fernandez Rodriguez gekauft wurde. Das wohl bekannteste Format von Romeo y Julieta ist hierbei sicherlich die 17,8 cm lange Churchill, welche nach dem berühmten britischen Premier benannt worden ist und zu dessen Lieblingsmarke zählte.

Zu der seltensten Marke der Welt gehört die kubanische Trinidad, welche erst seit 1999 normalsterblichen Zigarrenliebhabern zugänglich ist. Lange ließ Fidel Castro diese 19 cm lange Zigarre lediglich als persönliches Geschenk für Staatsoberhäupter herstellen. Diese Zigarre hat eine herausragende Qualität und kann mit mittlerem bis vollem Aroma überzeugen. Die Trinidad gehört sicherlich zu dem besten, was Kuba zu bieten hat.

Andreas Schnell, Andreas Schnell

Andreas Schnell - Andreas Schnell ist freier Autor / Journalist und lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Töchtern in Frankfurt/Main. Redaktionell ...

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